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Rote Traubenspiere

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Rote Traubenspiere
Datei:Neillia affinis kz1.jpg

Rote Traubenspiere (Neillia affinis)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Spiraeoideae
Gattung: Traubenspieren (Neillia)
Art: Rote Traubenspiere
Wissenschaftlicher Name
Neillia affinis
Hemsl.

Die Rote Traubenspiere<ref name="deutsch" /> (Neillia affinis) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse, die kleine Sträucher bildet. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in Zentral-, Ost- und Südost-Asien.

Beschreibung

Die Rote Traubenspiere ist ein bis zu 2 Meter hoher Strauch mit rotbraunen, kantigen und kahlen Trieben. Die Knospen sind lang-eiförmig, purpur-rot mit stumpfem oder spitzem Ende, und vier bis fünf am Rand leicht behaarter Knospenschuppen. Die Blätter haben einen 8 bis 12 Millimeter langen, wenig behaarten bis beinahe kahlen Stiel. Die Nebenblätter sind etwa 4 Millimeter lang, lang-eiförmig bis linear-lanzettlich, beinahe kahl, spitz mit gesägtem Rand. Die Blattspreite ist einfach, 3,5 bis 6,8 Zentimeter lang und 3 bis 5 Zentimeter breit, eiförmig bis eiförmig-länglich, gelappt, lang zugespitzt mit mehr oder weniger herzförmiger Basis und einfach oder doppelt gesägtem Rand. Die beiden Basislappen sind oft lang zugespitzt. Die Blattunterseite ist an den Nerven leicht behaart.<ref name="FdG" /><ref name="FoC" />

Die Blüten stehen zu fünf bis 15 in dichten, 3 bis 8 Zentimeter langen Trauben mit behaartem Stiel. Sie haben einen Durchmesser von 4 bis 5 Millimeter, und einen 3 bis 5 Millimeter langen, behaarten Blütenstiel. Der Blütenbecher ist glocken- bis urnenförmig, 2 bis 5 Millimeter lang und außen dicht behaart. Die Kelchblätter sind dreieckig-lanzettlich, kürzer als die Kelchröhre, auf beiden Seiten behaart, ganzrandig und lang zugespitzt. Die Kronblätter sind rosafarben, 2 bis 5 Millimeter lang und verkehrt-eiförmig. Je Blüte werden etwa 20 Staubblätter und ein bis fünf Fruchtblätter gebildet. Der Fruchtknoten ist zylindrisch und flaumig behaart und hat vier bis sechs selten bis 10 Samenanlagen. Die Balgfrüchte sind elliptisch und behaart, die Samen sind eiförmig. Die Art blüht von Mai bis Juni, die Früchte reifen von Juli bis September.<ref name="FdG" /><ref name="FoC" />

Verbreitung und Ökologie

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in den chinesischen Provinzen Sichuan, Xizang und Yunnan. Sie wächst in artenreichen Wäldern in Höhen von 1100 bis 3500 Metern<ref name="FoC" /> auf frischen bis feuchten, sauren bis neutralen, sandig- oder lehmig-humosen Böden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Die Art ist wärmeverträglich und meist frosthart.<ref name="FdG" />

Systematik

Die Rote Traubenspiere (Neillia affinis) ist eine Art aus der Gattung der Traubenspieren (Nellia) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), Unterfamilie Spiraeoideae, Tribus Neillieae. Die Art wurde von William Botting Hemsley 1892 erstbeschrieben.<ref name="GRIN" />

Es werden drei Varietäten unterschieden:<ref name="FoC" />

  • Neillia affinis var. affinis mit ein bis zwei Fruchtblättern mit 4 bis 6 Samenanlagen und 3 bis 8 Zentimeter langen Blütenständen mit 6 bis 15 Blüten. Man findet die Varietät in Mischwäldern in Höhen von 1100 bis 3500 Metern in Zentral-Sichuan, Süd-Xizang und Nordwest-Yunnan.<ref name="FoC_aff" />
  • Neillia affinis var. pauciflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rehder) J.E. Vidal mit einem Fruchtblättern mit 8 bis 10 Samenanlagen und 3 bis 4 Zentimeter langen Blütenständen mit 5 bis 10 Blüten. Das Verbreitungsgebiet liegt in Südost-Yunnan in 2000 bis 2300 Metern Höhe.<ref name="FoC_pau" />
  • Neillia affinis var. polygyna <templatestyles src="Person/styles.css" />Cardot ex J.E. Vidal mit drei bis fünf Fruchtblättern. Das Verbreitungsgebiet liegt in offenen Wäldern im Nordwesten von Yunnan in Höhenlagen von etwa 3400 Metern.<ref name="FoC_pol" />

Verwendung

Die Rote Traubenspiere wird aufgrund ihrer dekorativen Blüten manchmal als Ziergehölz verwendet.<ref name="FdG" />

Nachweise

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 428.

Einzelnachweise

<references> <ref name="deutsch"> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze </ref> <ref name="FdG"> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 428 </ref> <ref name="FoC"> Gu Cuizhi, Crinan Alexander: Neillia affinis in Flora of China. Band 9, S. 79 </ref> <ref name="FoC_pol"> Gu Cuizhi, Crinan Alexander: Neillia affinis var. polygyna in Flora of China. Band 9, S. 79 </ref> <ref name="FoC_pau"> Gu Cuizhi, Crinan Alexander: Neillia affinis var. pauciflora in Flora of China. Band 9, S. 79 </ref> <ref name="FoC_aff"> Gu Cuizhi, Crinan Alexander: Neillia affinis var. affinis in Flora of China. Band 9, S. 79 </ref> <ref name="GRIN"> Neillia affinis. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 25. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Rote Traubenspiere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Neillia affinis. In: The Plant List. Abgerufen am 25. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).