Zum Inhalt springen

Schloss Gernstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. September 2025 um 09:09 Uhr durch imported>Alnilam (Änderung 259616082 von Wilhelm Lempfrecher rückgängig gemacht; unbelegt, außerdem zerschießt die Änderung Zuordnungen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Schloss Gernstein Tinnetal Klausen.jpg
Ansicht aus dem Tinnetal

Schloss Gernstein (auch Gerstein oder Garnstein; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein neuromanisches Schloss zwischen Villanders und Latzfons bei Klausen in Südtirol.

Geschichte

Das Schloss liegt im Tinnetal oberhalb des Tinnebachs und geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Es hatte die Aufgabe, den uralten Weg von Brixen über die Berge nach dem Süden zu bewachen und wurde 1215 erstmals in Zusammenhang mit der Familie „Garre“ als „Garrenstein“ erwähnt<ref>Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch: Eisacktal, Band 4, S. 174</ref>. Da Klausen und das Gebiet um Villanders aufgrund des Erzreichtums und des Bergbaues von Bedeutung waren, war die Befestigungsanlage auch strategisch wichtig<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die erste urkundliche Erwähnung (Memento vom 21. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>. Nach dem Aussterben der Garrensteiner ging die Burg an die Herren von Voitsberg über, die die Burg als Lehen der Brixner Fürstbischöfe empfingen. 1356 lehnten sich die Voitsberger (nunmehr: Garnsteiner) gegen das Bistum Brixen auf und verloren die Burg, wahrscheinlich nach einer Belagerung durch Fürstbischof Matthäus an der Gassen<ref>Trapp, Burgenbuch: Eisacktal, S. 175</ref>. 1373 belehnte Bischof Johann Ribi von Lenzburg seinen Neffen Johann V. Segesser mit allen Gütern des depossedierten Hans von Garrenstein, also mit Burg und Herrschaft Garrenstein und mit dem Gericht Latzfons. Die Veste brannte kurz vor 1389 ab<ref>Genealogisches Handbuch zur Schweizer Geschichte, Band III, S. 198</ref>. 1389 wurde die Burg als Pfandschaft (nicht mehr als Lehen) an die Herren von Villanders vergeben.

Im Jahr 1550 empfingen es die Ritter Heydorf wiederum als Lehen des Brixner Fürstbischofs, Cristoforo Madruzzo,<ref>Heraldisch-Genealogische Gesellschaft Adler, Neues Jahrbuch 1891, S. 73</ref> doch verfiel die Burg ab dem 16. Jahrhundert zur Ruine.

Von 1607 bis 1797 war Garnstein an Ludwig Lindner, den Kammermeister des Hochstiftes Brixen, und seine Nachkommen verliehen, die das Prädikat „von Gerrenstein“ führten<ref>Trapp, Burgenbuch: Eisacktal, S. 178</ref>. 1777 fungierte Franz Joseph Anton Bernwerth von Gernstein als Gerichtspfleger der Herrschaft Altenburg in Eppan.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Nonsberger Regesten. Das Archiv Unterweg-Perger in Proveis (1274–1777). In: Der Schlern. 66. Jahrgang, Nr. 9, Vorlage:Cite book/Date, S. 587–600, Bezug: S. 598, Nr. 36 (Vorlage:Cite book/URL [PDF; abgerufen am -05-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Datei:Schloss Gerstein bei Klausen.jpeg
Ansichtskarte von Schloss Gernstein bei Klausen, ca. 1907

Im Jahr 1880 wurde die Ruine von dem preußischen Generalleutnant Friedrich von Gerstein-Hohenstein (1814–1891) gekauft und im historistischen Stil der Neuromanik wiederaufgebaut. Der Grund für den Kauf lag darin, dass Generalleutnant Gerstein-Hohenstein ein Schloss erwerben wollte, das von alters her den Namen seiner Familie trug. Eine historische Beziehung zwischen dem Schloss und der preußischen Adelsfamilie gibt es darüber hinaus nicht. Seit damals herrscht die Bezeichnung „Gernstein“ vor.

1919 wurde Gernstein als „deutsches Eigentum“ von der italienischen Besatzungsmacht beschlagnahmt.<ref>Trapp, Burgenbuch: Eisacktal, S. 179.</ref>

Seit 1970 ist das Schloss in privatem Besitz und kann nicht besichtigt werden.

Aufgrund der wildromantischen Lage und der malerischen Schönheit des historistischen Wiederaufbaues ist Schloss Gernstein ein beliebtes Fotomotiv.

Literatur

  • Oswald Trapp: Garnstein. In: Oswald Trapp (Hrsg.), Tiroler Burgenbuch. IV. Band: Eisacktal. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1977, S. 174–182.

Weblinks

Commons: Schloss Gernstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Afing | Aichach | Altenburg (Eppan) | Altenburg (Kaltern) | Altrasen | Andrian | Anger | Annenberg | Aschburg | Auer | Boymont | Brandis | Branzoll | Braunsberg | Bruneck | Brunnenburg | Burgstall | Castelfeder | Churburg | Dornsberg | Drossturm | Ehrenburg | Englar | Enn | Eschenlohe | Fahlburg | Festenstein | Fischburg | Fragsburg | Freudenstein | Fröhlichsburg | Fuchsberg | Fürstenburg | Gandegg | Gernstein | Goyen | Goldrain | Greifenstein | Gruonsberg | Haderburg | am Hangenden Stein | Haselburg | Hauenstein | Helfenburg | Hocheppan | Hochgalsaun | Hochnaturns | Hofburg | im Holz | Jaufenburg | Johanneskofel | Juval | Kaldiff | Kampenn | Karneid | Karnol | Kasatsch | Kastelbell | Kastellatz (Mals) | Kastellatz (Tramin) | Katzenstein | Katzenzungen | Kehlburg | Klebenstein | Knillenberg | Korb | Kränzelstein | Kröllturm | Labers | Laimburg | Lamprechtsburg | Landesfürstliche Burg | Latsch | Lebenberg | Leonburg | Leuchtenburg | Lichtenberg | Liechtenstein | Mais | Maretsch | Mayenburg | Michelsburg | Montalban | Moos | Mühlbacher Klause | Neuhaus (Gais) | Neuhaus (Terlan) | Neurasen | Niemandsfreund | Obermatsch | Obermontani | Ortenstein | Payrsberg | Pfeffersberg | Planta | Prösels | Rafenstein | Rametz | Reichenberg | Reifenegg | Reifenstein | Reinegg | Rendelstein | Ried | Rodenegg | Rosenstein | Rottenstein | Rotund | Rubein | Rundegg | Runkelstein | Salegg | Salern | Schenkenberg | Schenna | Schlandersberg | Schöneck | Sigmundskron | Sonnenburg | Sprechenstein | Stachlburg | Stein am Ritten | Steinegg | Stetteneck | Straßberg | Summersberg | Taufers | Thurn (St. Martin) | Thurn (Taisten) | Thurnstein | Tinzlturm | Tirol | Trauttmansdorff | Treuenstein | Trostburg | Tschenglsberg | Tschenglsburg | Untermatsch | Untermontani | Uttenheim | Velseck | Velthurns | Vintl | Voitsberg | Vorst | Walbenstein | Wangen-Bellermont | Warth | Wehrburg | Weineck | Welfenstein | Welsperg | Werrenberg | Winkel | Wolfsthurn (Andrian) | Wolfsthurn (Ratschings) | Wolkenstein | Zenoburg | Zwingenburg | Zwingenstein

Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 46° 39′ 52″ N, 11° 32′ 27,6″ O

 {{#coordinates:46,664447|11,540993|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=IT-BZ
   |type=landmark
  }}