Wardt
Wardt Stadt Xanten
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1500)&title=Wardt 51° 41′ N, 6° 26′ O
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| Höhe: | 19 m | |||||
| Fläche: | 36,67 km² | |||||
| Einwohner: | 1500 (31. Dez. 2002)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1969 | |||||
| Postleitzahl: | 46509 | |||||
| Vorwahl: | 02801 | |||||
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Bild:Wardt in Xanten.svg|rahmenlos|268x335px|zentriert|Karte poly 188 541 350 500 353 554 388 569 436 534 458 566 389 621 394 644 364 649 345 582 223 575 Birten poly 125 489 197 433 223 447 223 447 235 395 273 392 302 440 362 420 441 442 417 544 390 564 354 504 305 505 192 538 Xanten poly 258 378 297 334 304 353 339 341 363 413 308 435 Lüttingen poly 121 483 196 432 217 441 263 374 303 327 311 352 342 336 235 224 193 289 128 301 101 306 69 383 76 436 Wardt poly 8 262 38 223 86 273 98 266 121 292 99 311 67 381 74 306 Marienbaum poly 86 197 146 181 218 223 195 282 129 296 98 261 89 269 46 221 Vynen poly 147 15 189 53 172 124 152 175 89 199 72 181 167 70 140 53 Obermörmter desc bottom-right </imagemap>Lage von Wardt in Xanten
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Wardt, bis 1969 eine eigenständige Gemeinde zuletzt im Kreis Moers, ist heute ein Stadtteil und einer der sechs Stadtbezirke der nordrhein-westfälischen Stadt Xanten im Kreis Wesel. Zum Stadtbezirk Wardt gehören die Bauerschaften Mörmter und Willich. Die Bauernschaft Ursel, die bis zur Eingemeindung zu Wardt gehörte, ist heute ein Teil des Stadtbezirks Xanten. Der Stadtteil liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Rhein im Nordosten und der „Xantener Nord-“ und „Südsee“ im Südwesten, die Bauerschaften im Südwesten des Stadtbezirkes.<ref>Hauptsatzung der Stadt Xanten. In: xanten.de. Stadt Xanten, 25. Juni 2015, abgerufen am 1. Dezember 2023.</ref>
Geschichte
Erste Besiedlungen durch Franken lassen sich bereits im 5. Jahrhundert durch einen nahe der Ortschaft unter einem Hagelkreuz genannten Kreuz entdeckten Friedhof nachweisen,<ref>Fundverbleib unbekannt. Philipp Houben, Franz Fiedler: Denkmaeler von Castra Vetera und Colonia Traiana in Ph. Houbens Antiquarium zu Xanten. Xanten 1839, S. 67, Taf. XLVIII; Bonner Jahrbücher 36, 1864, S. 85f.; Frank Siegmund: Merowingerzeit am Niederrhein. Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag, Köln 1998, ISBN 3-7927-1247-4, S. 435f.</ref> welcher dem nicht mehr bestehenden Hof Nederwick zugerechnet wird. Heute steht das Hagelkreuz, welches 1618 zum Schutz der bäuerlichen Bevölkerung vor Hagel und Wassernot über dem Friedhof errichtet wurde, auf einer Halbinsel in der durch Kiesabbau entstandenen „Xantener Südsee“. Von den ursprünglich am Hagelkreuz gepflanzten drei Linden existieren seit einem Sturm am 14. März 2000 nur noch zwei.
Die erste Besiedlung des heutigen Ortsgebiets kann durch den Bau einer Kapelle aus dem 10. Jahrhundert belegt werden. Aus diesem quadratischen Fachwerkbau mit einer Seitenlänge von 4 m entstand später die heutige katholische gotische Willibrorduskirche. So wurde der ursprünglichen Kapelle um das Jahr 1200 ein 70 m² großer Saal aus Tuffstein sowie eine bronzene Glocke hinzugefügt und im 15. Jahrhundert der 35 m hohe Kirchturm errichtet sowie 1484 durch die „Große Glocke“ ergänzt. 1413 ernannte Graf Adolf II. von Kleve Wardt zu einer eigenen Pfarrgemeinde.
Während des Achtzigjährigen Krieges kam es am 8. November 1608 bei Wardt zu einer Schlacht zwischen niederländischen und spanischen Truppen, deren Opfer in einem Massengrab unter dem Kirchhof beigesetzt wurden.<ref>Illustration von Frans Hogenberg von 1608: Abbildung des blutigen Scharmutzels zwischen den Hispanischen und Statischen nicht weit von Santen, Anno 1608, 19. Novembri gehalten (Digitalisat)</ref>
Von 1798 bis 1814 stand Wardt unter französischer Herrschaft. Während dieser Zeit bildete Wardt eine Mairie nach französischem Vorbild und gehörte zum Kanton Xanten im Arrondissement Kleve des Rur-Departements.<ref>GenWiki: Kanton Xanten</ref> Nachdem 1814 der gesamte Niederrhein auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen wurde, kam Wardt 1816 zum Kreis Rheinberg, 1823 zum Kreis Geldern und 1857 zum Kreis Moers. Aus der Mairie Wardt der Franzosenzeit wurde die preußische Bürgermeisterei Wardt.<ref name="viebahn97">Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf. 1836, S. 102, abgerufen am 11. November 2022 (Digitalisat).</ref>
In der zu Wardt gehörenden Bauerschaft Mörmter wurde 1922 das Kloster Mörmter errichtet; in der Nähe befindet sich auch eine evangelische Kirche, die den Rest einer alten Burganlage bildet und heute Düsterfeld genannt wird. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Wardt in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 1941 Ziel eines alliierten Bombenangriffs, bei dem 13 Einwohner ums Leben kamen. Diese wurden auf dem Friedhof beigesetzt und nach dem Krieg gemeinsam mit den Gefallenen des Dorfes durch ein Bronzekreuz und einen Kranz des Bildhauers Ewald Mataré geehrt.
In den 1960er-Jahren wurde die Kirche von Grund auf restauriert. Am 1. Juli 1969 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Wardt nach Xanten eingemeindet.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 103.</ref> 1982 wurde mit dem „Nibelungenbad“ das Freizeitzentrum Xanten eröffnet und im Folgenden unter anderem durch den Hafen Wardt und eine Wasserskianlage erweitert. Jedoch wurde das Nibelungenbad im Oktober 2008 geschlossen. Zum 31. März 2015 wurde die Saunalandschaft FinnWELL auch geschlossen. Das Strandbad ist weiter für die Sommersaison geöffnet.<ref>f-z-x.de</ref> Eine Planung, das Nibelungenbad in eine römische Therme umzuwandeln, wurde wegen eines mangelnden privaten Investors gestrichen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein Jungfernstieg für Xanten ( vom 20. April 2008 im Internet Archive)</ref> Die Schwimmbadgebäude wurden 2018 abgebrochen. Dort befindet sich heute ein Neubaugebiet.
Politik
Wappen
Blasonierung: In Grün ein schrägrechts liegender goldener (gelber) Lachs bewehrt mit roten Flossen und roter Zunge. Das Wappen wurde am 24. April 1961 vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf genehmigt.
Bedeutung: Der Lachs steht für die frühere Lachsfischerei in der Gegend. Das Grün symbolisiert den landwirtschaftlichen Charakter und die roten Flossen stehen für die Zugehörigkeit zum Herzogtum Kleve.<ref>[1] Wappenbeschreibung „Heraldry of the World“</ref>
Sehenswürdigkeiten
- Die Kirche St. Willibrordus
- Das Naturfreibad Xantener Südsee wurde 2019 im Zuge eine Fördermaßnahme zum Gesundheitstourismus an der Xantener Nord und Südsee barrierefrei ausgebaut.
- Die Sport- und Freizeithäfen an der „Xantener Nordsee“ (Hafen Wardt, Hafen Vynen) und an der Xantener Südsee (Hafen Xanten)
- Der jährlich stattfindende Nibelungen-Triathlon
Einzelnachweise
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Weblinks
Stadtbezirke: Birten | Lüttingen | Wallfahrtsort Marienbaum | Vynen/Obermörmter | Wardt | Xanten