Hala Misrati
Hala Misrati (* in Tripolis<ref name="AArise">Khaled Mahmoud: Hala Misrati: The rise and fall of Gaddafi's mouthpiece. In: asharq alawsat. 23. August 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Oktober 2011; abgerufen am 20. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>) ist eine libysche Fernsehmoderatorin. Sie positionierte sich während des Bürgerkriegs 2011 im staatlichen Fernsehen als radikale Unterstützerin von Diktator Muammar al-Gaddafi und beschimpfte Oppositionelle. Gegen Ende des Aufstands wurde sie von der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee (NLA) inhaftiert.
Leben
Misrati besuchte die Universität Tripolis (Al-Fateh-Universität), wo sie 2003 den Bachelor in Recht abschloss.<ref name="AArise" /> Im Jahr 2007 veröffentlichte sie eine Sammlung von romantischen Kurzgeschichten unter dem Titel Der Mond hat ein anderes Gesicht.<ref name="AArise" /><ref name="SOschweigt">Michail Hengstenberg: Gaddafis Stimme schweigt. In: Spiegel Online. 19. Februar 2012, abgerufen am 20. Februar 2012.</ref>
2008 begann sie bei der Libyan Jamahiriyah Broadcasting Corporation (LJBC), dem staatlichen Fernsehsender Libyens, zu arbeiten. Dort war sie auch während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 Sprecherin und moderierte zahlreiche positive Beiträge über den damaligen Diktator Muammar al-Gaddafi. Sie hatte einen sehr eigenwilligen Moderationsstil. Sie unterbrach ihre Meldungen mit langen improvisierten Ansprachen, in denen sie die Regierung unter Gaddafi pries und die Revolutionäre beschimpfte. So bezeichnete sie Iman al-Obeidi, eine Juristin, die vor internationalen Medien angab, vergewaltigt worden zu sein, in einem zehnminütigen Monolog unter anderem als „Hure“ und „Lügnerin“.<ref name="SOschweigt" />
International bekannt wurde ein Ausschnitt vom 21. August 2011, in dem Misrati mit einer Pistole in der Hand bekundete, dass sie bereit sei, den Sender bis zu ihrem Tod zu verteidigen.<ref name="DMalive">Gareth Finighan: Captured alive: Pro-Gaddafi female presenter who brandished gun live on air and swore she'd die before being taken by rebels. In: Daily Mail. 25. August 2011, abgerufen am 20. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Tags darauf wurde der Sender von der Libyschen Nationalen Befreiungsarmee (NLA) erobert und Misrati festgenommen und inhaftiert.<ref name="DMalive" />
Im Februar 2012 meldete al-Arabiya, dass Misrati tot in ihrer Zelle aufgefunden worden sei. Die NLA präsentierte dagegen ein Video, das sie lebend zeigte.<ref name="ORFTodesmeldung">TV-Moderatorin dementiert Todesmeldung. In: ORF. 19. Februar 2012, abgerufen am 20. Februar 2012.</ref>
Nach ihrer Freilassung verließ Misrati Libyen. Sie war von 2012 bis 2014 auf der libyschen Interpol – Liste gesuchter Personen zur Fahndung ausgeschrieben<ref>Mustafa Fetouri, Libya’s ‘wanted’ list does not help to heal old wounds, The National, 14. Januar 2014</ref>.
Anfang Oktober 2024 nahm sie für das Swedish Dialogue Institute for the Middle East and North Africa an einer Konferenz über Frauen, Frieden und Sicherheit in Genf teil.<ref>Swedish Dialogue Institute for the Middle East and North Africa: Interview with Hala El Misrati: Libyan participant, WPS Working Group in the Arab States. In: YouTube. Swedish Dialogue Institute, 29. Oktober 2024, abgerufen am 18. Dezember 2024.</ref>
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Misrati, Hala |
| KURZBESCHREIBUNG | libysche Fernsehmoderatorin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Tripolis |