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Aenne Franz

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Datei:Aenne Franz 2020.jpg
Aenne Franz (2020)

Aenne Franz, geb. Mathonet (* 21. Oktober 1923 in Solingen; † 7. April 2023 ebenda), war eine deutsche Mundartschriftstellerin.

Leben

Aenne Franz stammte aus einer sozialdemokratischen Familie. Ihr Vater war ab 1919 in der SPD.<ref name="TB 2018" /> Sie absolvierte während der NS-Zeit ihren Reichsarbeitsdienst in Thüringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute sie ab 1947 in Solingen sowohl die Sozialdemokratische Partei Deutschlands als auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) wieder mit auf.<ref>54 SPD-Mitglieder werden für langjährige Parteimitgliedschaft ausgezeichnet. SPD Solingen, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Februar 2015; abgerufen am 17. Februar 2015.</ref><ref>Es ist eine Herzenssache. Solinger Tageblatt, 27. September 2014, abgerufen am 17. Februar 2015.</ref><ref name="TB 2018">Ehrung: Aenne Franz ist 70 Jahre SPD-Mitglied, Solinger Tageblatt, 4. November 2018</ref> 1949 war sie mit Karl Schröder an der Organisation der Reichskonferenz der AWO in Solingen beteiligt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Festakt: 90 Jahre Arbeiterwohlfahrt am Niederrhein (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive), awo-nr.de, 2. November 2009</ref> Ab 1967 war sie in der Mundartgruppe „De Hangkgeschmedden“ aktiv, viele Jahre als deren „Baas“ (Chef).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadtarchiv Solingen: Ve 75 De Hangkgeschmedden (Mundartsammlung Aenne Franz) (Memento vom 12. Juni 2018 im Internet Archive), Stadtarchiv Solingen</ref> Von ihr verfasste Gedichte und Geschichten wurden im Solinger Tageblatt sowie in vier Anthologien im Verlag B. Boll veröffentlicht. Auch war sie beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) als Mundartsprecherin tätig. Sie leitete 1983 die Gruppe Rheinischer Mundartschriftsteller Bergisches Land als Regionalgruppe in der Gruppe Rheinischer Mundartschriftsteller.<ref>Deutscher Kulturrat, Fördergesellschaft für Kulturelle Bildung (Hrsg.): Das Literaturbuch: literarisches Leben in der Bundesrepublik Deutschland. Nomos, 1993 (S. 563)</ref> Große Teile ihrer Sammlung mit Mundarttexten, auch historischen, überließ sie dem Stadtarchiv Solingen.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />solingen.de (Memento vom 29. März 2012 im Internet Archive)</ref>

Im Jahr 1991 erhielten De Hangkgeschmedden den Kulturpreis der Bürgerstiftung Baden für die Verdienste um die Pflege der Solinger Mundart.<ref>Historisches. Städtische Musikschule Solingen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2015; abgerufen am 17. Februar 2015.</ref> 2012 erhielt Aenne Franz eine Ehrung für die 65-jährige Zugehörigkeit zur SPD,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />54 SPD-Mitglieder werden für langjährige Parteimitgliedschaft ausgezeichnet (Memento vom 17. Februar 2015 im Internet Archive), spd-solingen.de, 10. November 2012</ref> 2018 folgte eine weitere für ihre 70-jährige Mitgliedschaft.<ref name="TB 2018" /> Anfang 2013 trat sie als Revisorin der AWO zurück und erhielt zum Dank das „Offene Herz“, das Symbol der AWO, das von der Jugendhilfe-Werkstatt als Metallkunstwerk gestaltet worden war.<ref>Solingen: Das Ende einer Ära bei der Arbeiterwohlfahrt, rp-online.de, 14. Januar 2013</ref>

Von 1951 bis 1980 war Aenne Franz mit dem Kaufmann Ernst Franz verheiratet. Die gemeinsame Tochter ist die Journalistin Renate Franz.<ref>Schriftstellerin: Aenne Franz präsentiert ihre Biografie, solinger-tageblatt.de, 20. Dezember 2016</ref> Aenne Franz starb am 7. April 2023 im Alter von 99 Jahren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nachruf vom AWO Kreisverband Solingen (Memento vom 12. April 2023 im Internet Archive)</ref><ref>Solinger Morgenpost, 13. April 2023.</ref><ref>Wir trauern um Aenne Franz (21.10.1923 – 07.04.2023). In: spd-solingen.de. SPD Solingen, 12. April 2023, abgerufen am 23. November 2024.</ref>

Werke

Über mehrere Jahrzehnte hinweg erschienen ihre Gedichte unter anderem in den Anthologien der Solinger Mundartschriftstellergruppe Hangkgeschmedden<ref>Reihe Poesie und Prosa in Solinger Mundart. Arbeiten der Solinger Mundartschriftstellergruppe „De Hangkgeschmedden“. Hrsgg. von der Stadt Solingen. Vlg. Boll, Solingen.</ref><ref>Organisationseintrag: De Hangkgeschmedden. In: d-nb.info. Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 23. November 2024.</ref>:

  • Hangkgeschmedt, 1974, DNB 750048212:
    • Der psychologische Vogel (S. 104)
    • Owendlied (S. 107)
    • Manengk (S. 151)
    • 4. November 1944 (S. 168)
    • Aprel (S. 196)
    • De Franzus hat reiht (S. 237)
  • Scharp geschliepen, 1980, DNB 830202986:
    • Mott dat sinn (S. 41)
    • Am Rusenmongad! (S. 41)
    • Wat seßte nu? (S. 136)
    • Nit te ängern (S. 137)
    • Su wierd men Konschaft quitt (S. 138)
    • Die Utred (S. 139)
    • Der Kosename (S. 172)
    • Schwiegen es Gould (S. 173)
    • Ouch en Aandenken (S. 174)
    • Nerven (S. 178)
  • Met on ohne Schröm, 1987,DNB 881090565:
    • Ganz eifach (S. 51)
    • Aktiun Kappes (S. 53)
    • Hochtietsdag em Keller (S. 56)
    • Baul nen Krimi (S. 59)
    • Husfrauenleid (S. 61)
  • 40 Johr De Hangkgeschmedden, 1991, DNB 931975166:
    • Möngsten on de Riesenbröck (S. 112)
    • War sall dat? (S. 114)
    • Fachlütt (S. 115)
    • Vaselwer Müß (S. 118)
    • Es dat astängdeg (S. 119)
    • Chreßowend (S. 120)
    • Der ierschte Mensch (S. 123)
  • Außerdem: Langk em Reen : Owendlied. In: Hannes Martens, Josef Maria Lenzen (Hrsg.): Rheinische Mundart: Anthologie 1979 (= Stimmen der Landschaft). Rheinland-Verlag, Köln 1979, ISBN 978-3-7927-0460-8, S. 183.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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