Anthony Shadid
Anthony Shadid (* 26. September 1968 in Oklahoma City; † 16. Februar 2012 in Syrien<ref>New York Times reporter dies in Syria; Al-Jazeera-Meldung vom 17. Februar 2012 (englisch), letzter Zugriff am 8. Februar 2013.</ref>) war ein US-amerikanischer Journalist.
Leben
Shadid wurde 1968 als Sohn einer libanesischstämmigen Familie in Oklahoma City geboren. Er studierte an der University of Wisconsin–Madison.<ref>Stacy Forster Alum Shadid wins second Pulitzer Prize; Artikel auf der Internetseite der University of Wisconsin vom 12. April 2010 (englisch), letzter Zugriff am 8. Februar 2013.</ref>
1995 begann die Karriere von Shadid bei der Nachrichtenagentur Associated Press in Kairo; sie führte ihn nach verschiedenen Aufenthalten bei Medien in den USA nach Bagdad, wo er Korrespondent für die Washington Post war. Seit 2009 war er für die New York Times in Bagdad und Beirut tätig. In den Jahren 2004 und 2010 erhielt er den Pulitzer-Preis für Auslandsberichterstattung.<ref>The 2010 Pulitzer Prize Winners; Artikel auf pulitzer.org (englisch), letzter Zugriff am 8. Februar 2013.</ref>
Zusammen mit seiner Kollegin Lynsey Addario und seinen Kollegen Stephen Farrell und Tyler Hicks geriet Shadid am 16. März 2011 in die Gewalt der libyschen Armee, die die Journalisten als Feinde betrachtete.<ref>Lynsey Addario: Jeder Moment ist Ewigkeit. Als Fotojournalistin in den Krisengebieten der Welt. Econ Verlag Berlin, 2016, ISBN 978-3-430-20212-1, S. 291.</ref> Die Journalisten wurden geschlagen und mit dem Tod bedroht.<ref>Lynsey Addario: Jeder Moment ist Ewigkeit. Als Fotojournalistin in den Krisengebieten der Welt. Econ Verlag Berlin, 2016, ISBN 978-3-430-20212-1, S. 314.</ref> Die New York Times leitete Verhandlungen ein, die zur Freilassung am 21. März 2011 führten.
Shadid starb an einem Asthmaanfall während seiner Arbeiten in Syrien.<ref>A.C.: Al-Mutanabbi Street Starts Here. A literary bridge to Baghdad, economist.com, 28. Dezember 2012, Kommentar vom 30. Dezember 2012</ref> Er war verheiratet und hatte zwei Kinder aus zwei Ehen.
Schriften
- Legacy of the Prophet: Despots, Democrats and the New Politics of Islam; 2000
- Night Draws Near: Iraq’s People in the Shadow of America’s War; 2005
Auszeichnungen
- 2004: Pulitzer-Preis für Auslandsberichterstattung
- 2004: Michael Kelly Award<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Shadid First Winner of Michael Kelly Award ( vom 28. Januar 2012 im Internet Archive); Mitteilung auf der Internetseite des The Michael Kelly Award vom 29. April 2004; letzter Zugriff am 8. Februar 2013 (englisch; pdf, 75 kB)</ref>
- 2006: The Ridenhour Book Prize<ref>Anthony Shadid 2006 recipient of the Ridenhour Book Prize. The Ridenhour Prizes, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. November 2008; abgerufen am 8. Februar 2013 (englisch).</ref>
- 2010: Pulitzer-Preis für Auslandsberichterstattung
- 2011: Ehrendoktorwürde der Amerikanischen Universität Beirut<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Honorary Doctorates Anthony Shadid ( vom 8. Juni 2012 im Internet Archive); Meldung der American University of Beirut; letzter Zugriff am 8. Februar 2013 (englisch)</ref>
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Ulrike Putz: Zum Tod von Anthony Schadid: „Der beste Reporter seiner Generation“; Artikel auf Spiegel Online vom 17. Februar 2012
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Shadid, Anthony |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Journalist |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1968 |
| GEBURTSORT | Oklahoma City |
| STERBEDATUM | 16. Februar 2012 |
| STERBEORT | Syrien |
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- Journalist (Vereinigte Staaten)
- Pulitzer-Preisträger
- Person (The Washington Post)
- Ehrendoktor der Amerikanischen Universität Beirut
- Person (Oklahoma City)
- US-Amerikaner
- Geboren 1968
- Gestorben 2012
- Mann