Nawabad
| Nawabad | ||||||
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| Koordinaten | 37° 2′ N, 69° 15′ O
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| Basisdaten | ||||||
| Staat | Afghanistan | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Kundus | |||||
| Distrikt | Char Darah | |||||
| ISO 3166-2 | AF-KDZ | |||||
| Einwohner | 15.000 (2011) | |||||
Nawabad ist eine afghanische Stadt in der Provinz Kunduz im Distrikt Char Darah.<ref name="FAZJob">Marco Seliger: Ein Job im Lauf der Kriege. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 11. Februar 2012, abgerufen am 15. Februar 2012.</ref>
Bevölkerung
In Nawabad leben etwa 15.000 Personen (Stand 2011),<ref name="MZWunder">Andrè Spangenberg: Das «kleine Wunder» von Nawabad. In: Mitteldeutsche Zeitung. 26. September 2011, abgerufen am 7. Juli 2021.</ref> die mehrheitlich der Ethnie der Paschtunen angehören.<ref name="FAZJob" />
Geschichte
Im Krieg in Afghanistan 2001–2021 lag Nawabad im Verantwortungsbereich der Bundeswehr im Unruhedistrikt Chahar Darreh in der Provinz Kunduz. Es galt lange Zeit als Hochburg der Taliban.<ref name="FAZJob" /> Mit seinen geschätzten 10.000 bis 15.000 Einwohnern war Nawabad der mit Abstand größte Ort des Distrikts. Die Situation wurde deshalb als erfolgskritisch für den die Sicherheitslage und den Operationserfolg der Bundeswehr im Norden des Landes betrachtet.<ref>Marcel Bohnert & Andy Neumann: Panzergrenadiere im Kampfeinsatz in Afghanistan, in: Freundeskreis der Panzergrenadiertruppe (Hrsg.): Panzergrenadiere. Eine Truppengattung im Wandel der Zeiten, Munster u. a. 2016, ISBN 3-933802-35-0, S. 48.</ref>
Im Herbst 2011 war Nawabad über mehrere Wochen lang das Hauptziel von verschiedenen Phasen der Operation Omed (afghanisch für „Hoffnung“). In dieser Zeit zeigte die Bundeswehr massive Präsenz in der Stadt.<ref name="MZWunder" /> Teilweise waren bis zu 900 Soldaten zeitgleich im nördlichen Chahar Darreh eingesetzt. Durch die intensive Operationsführung der deutschen Ausbildungs- und Schutzbataillone gelang es, die Feindkräfte so unter Druck zu setzen, dass sie zu einem massenhaften Ausweichen in den Nachbardistrikt gezwungen waren. Diese Entwicklung wird als einer der größten militärischen Erfolge der Bundeswehr im Jahre 2011 im Raum Kunduz betrachtet.<ref>Marcel Bohnert: COIN an der Basis: Zur Umsetzung des Konzeptes in einer Kampfkompanie der Task Force Kunduz. In: R. Schroeder & S. Hansen (Hrsg.)(2015): Stabilisierungseinsätze als gesamtstaatliche Aufgabe. Nomos: Baden-Baden, S. 252f.</ref>
Im Rahmen dieser Operationen fand im September 2011 in Nawabad auch eine Schura statt. Dabei trafen sich die Dorfältesten mit Soldaten der International Security Assistance Force (ISAF) und der Afghanische Nationalpolizei (ANP), um über die weitere Vorgangsweise und mögliche Entwicklungsprojekte zu verhandeln.<ref name="MZWunder" />
Einzelnachweise
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