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Natriumlactat

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Strukturformel
Strukturformel von Natriumlactat
Stereoisomerengemisch – Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name Natriumlactat
Andere Namen
Summenformel NaC3H5O3
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 200-772-0
ECHA-InfoCard 100.000.702
PubChem 23666456
ChemSpider 6049
DrugBank DB09294
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 112,06 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,33 g/ml, 1,31 g/ml (60-prozentiger Sirup)<ref name="chemblink.com">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check bei ChemBlinkVorlage:Abrufdatum</ref>

Schmelzpunkt

161–162 °C<ref name="lotioncrafter"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sodium Lactate, Powder (Memento vom 24. August 2012 im Internet Archive) (PDF; 181 kB), lotioncrafter.com</ref>

Löslichkeit

mit Wasser mischbar<ref name="chemblink.com" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumlactat (Natrium lacticum) ist das Natriumsalz der Milchsäure mit der Formel NaC3H5O3.

Eigenschaften

Natriumlactat ist ein farbloser Feststoff mit einem leicht salzigen Geschmack.

Gewinnung

Natriumlactat entsteht (wie die Lactate allgemein) durch Fermentierung einer Zuckerquelle wie Mais oder Rüben und anschließende Neutralisierung der entstandenen Milchsäure.<ref name="Silberberg">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Kommerziell genutzte Milchsäure wird meistens aus milchfreien Rohstoffen wie Maisstärke, Kartoffeln oder Melasse fermentiert.<ref name="Fleming">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Weiterhin können Zucker oder Tapioka genutzt werden. Die Starterkultur für die Fermentierung kann Milchprodukte enthalten. Milchsäure wird teils auch aus Milchprodukten wie Molke<ref name="Silberberg" /> und Lactose<ref name="Fleming" /> fermentiert, welche bei 6,5 % Feststoffanteil 4,8 % Lactose enthält.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Milchsäure aus Milchprodukten wird oft wiederum in Milchprodukten wie Speiseeis und Doppelrahmkäse verwendet.<ref name="Fleming" /> Typischerweise wird Molke zur Herstellung von Milchsäure benutzt, wenn die Molke selber als Abfall bei der Produktion bestimmter Milchprodukte anfällt.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Verwendung

Lebensmitteltechnologie

Natriumlactat wird in der Lebensmitteltechnik als Säureregulator, Feuchthaltemittel, Schmelzsalz oder als Festigungsmittel eingesetzt. Für die Verwendung in Lebensmitteln wird es als naturgemäß flüssiges Produkt oder aber auch in Pulverform angeboten. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 325 für alle für Zusatzstoffe zugelassenen Lebensmittel – auch für „Bio“-Produkte – ohne eine Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) zugelassen.<ref>Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 in der konsolidierten Fassung vom 31. Oktober 2022Vorlage:Abrufdatum</ref> Bei Milchunverträglichkeit oder -allergie ist Natriumlactat unbedenklich,<ref name="Silberberg" /><ref name="Willitts">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> da üblicherweise keine Milch als Rohstoff verwendet wird und sonst auch kein Milchprotein enthält.

Kosmetik, Papier- und Textilherstellung

Natriumlactat (SODIUM LACTATE, INCI) kann in Haarwaschmitteln und anderen ähnlichen Artikeln wie Flüssigseife eingesetzt werden, da es ein effektives Befeuchtungsmittel darstellt.

Es wird weiterhin in der Kosmetik sowie bei der Herstellung von Papier und Textilien und der Tabakverarbeitung eingesetzt.

Medizin

Natriumlactat wird in Kombination mit blutdrucksteigernden Sympathomimetika eingesetzt, um durch Überdosierung von Antiarrhythmika der Klasse I verursachte Arrhythmien zu behandeln.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Als Arzneistoff wird eine 50-prozentige Lösung (gemäß Arzneibuch) verwendet, die einen pH-Wert von 6,5 bis 9,0 aufweist und farblos, geruchlos und leicht zähflüssig ist.

Geschichte

Bereits 1836 wurde erkannt, dass Natriumlactat ein Salz einer schwachen Säure ist anstatt eine Base zu sein, und es war bereits bekannt, dass das Lactat in der Leber metabolisiert werden muss, bevor das Natrium eine messbare Wirkung auf den pH-Wert entfalten kann.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

In den Weltkriegen wurde es als Ersatz für Glycerin verwendet, um dieses für Kriegszwecke einzusparen.<ref></ref>

Einzelnachweise

<references />