Gailroth
Gailroth Gemeinde Schnelldorf
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(164)&title=Gailroth 49° 14′ N, 10° 8′ O
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| Höhe: | 462 (454–462) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 164 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91625 | |||||
| Vorwahl: | 09869 | |||||
Gailroth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schnelldorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Gailroth hat eine Fläche von 8,669 km². Sie ist in 779 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche vo 11.128,68 m² haben.<ref>Gemarkung Gailroth (092949). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 27. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Ebethof, Leitsweiler und Theuerbronn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Durch das Dorf fließt der Seebach (im Unterlauf Schleifgraben genannt), ein linker Zufluss der Brettach. 0,75 km südwestlich liegt das Eichholz, 1 km nordöstlich das Finsterholz, das zur Schnelldorfer Hardt gehört, die Teil der Frankenhöhe ist.
Die Staatsstraße 2222/L 2222 führt nach Michelbach a.d.Lücke (0,9 km nordwestlich) bzw. zur Anschlussstelle 47 der A 6 (4 km südöstlich) bei Schnelldorf. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Schönbronn zur L 2247 (1,2 km westlich), nach Theuerbronn (1,7 km östlich) und nach Leitsweiler zur St 2247 (0,8 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1424 kaufte Götz von Berlichingen (nicht identisch mit dem bekannten Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand) die Güter des Berner von Reisenberg in Gailroth. Im Jahre 1471 wurde erwähnt, dass Gailroth zur Pfarrei Michelbach gehörte. 1581 kam Gailroth bis auf vier hohenlohisch-bartensteinische Untertanen in den Besitz von Hans Georg von Berlichingen. 1601 verkaufte dieser seine Güter an Christoph von Crailsheim zu Walsdorf und dessen Sohn Veit Christoph von Crailsheim. Im Jahre 1631 bekam Graf Georg von Schwarzenberg die Güter des Veit Christoph von Crailsheim vom Kaiser Ferdinand II. verliehen. Während des Dreißigjährigen Krieges verödete der Ort bis auf zwei Anwesen.<ref name="B270">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 270.</ref>
Gailroth lag ursprünglich im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahre 1732 bestand der Ort aus 15 Anwesen. Grundherren waren das Amt Michelbach der Grafschaft Schwarzenberg (11 Anwesen) und das Amt Schnelldorf der Grafschaft Hohenlohe-Bartenstein (4 Höfe).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Gailroth (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> In der Folgezeit wurde Gailroth an das ansbachische Oberamt Crailsheim abgetreten.<ref>Johann Bernhard Fischer: Gailroth. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 152 (Digitalisat).</ref> Es gab zu dieser Zeit 16 Untertansfamilien.<ref name="B270"/> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Crailsheim.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Gailroth dem Steuerdistrikt Wettringen zugeordnet.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Gailroth, zu der Ebethof, Leitsweiler und Theuerbronn gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref><ref name="OV 1846"/> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber zugeordnet (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1858 gehörte Gailroth zum Landgericht Schillingsfürst und ab 1862 zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Schillingsfürst zuständig (1879 in Amtsgericht Schillingsfürst umbenannt), von 1928 bis 1973 war es das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 8,648 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Gailroth am 1. Juli 1972 nach Schnelldorf eingemeindet.<ref> </ref><ref>Schnelldorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
Bodendenkmäler
- Rothenburger Landhege<ref>Denkmalliste für Schnelldorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Gailroth
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 199 | 273 | 353 | 288 | 291 | 328 | 329 | 329 | 346 | 330 | 308 | 305 | 294 | 313 | 297 | 287 | 259 | 291 | 288 | 371 | 379 | 341 | 255 | 290 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 39 | 50 | 57 | 58 | 59 | 59 | 58 | 56 | 57 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 28 (Digitalisat). Für die Gemeinde Gailroth zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Leitsweiler (S. 53). Da die Daten für Ebethof und Theuerbronn fehlen, sind die Angaben für die Gemeinde wahrscheinlich falsch.</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 222–223 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1075, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 172 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1242, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1177 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1248 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1283 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1111 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 814 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref> |
Ort Gailroth
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 152 | 160 | 177 | 197 | 215 | 178 | 152 | 236 | 153 | 176 | 164 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 29 | 32 | 37 | 37 | 37 | 35 | 36 | 37 | |||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 331 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Wettringen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Gailroth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 270 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Gailroth in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Gailroth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Altersberg | Ebethof | Gailroth | Grimmschwinden | Gumpenweiler | Haundorf | Hilpertsweiler | Holdermühle | Leitsweiler | Oberampfrach | Ransbach an der Holzecke | Schnelldorf | Steinbach an der Holzecke | Stollenhof | Theuerbronn | Unterampfrach | Wildenholz
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