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Bal Thackeray

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Bal Thackeray (2012)

Bal Keshav Thackeray ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈbaːɭ ˈʈʰakəre]; * 23. Januar 1926 in Pune<ref name="ArnoldRoger">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>; † 17. November 2012 in Mumbai<ref>Bal Thackeray, Shiv Sena supremo, dies (englisch) Times of India, 17. November 2012</ref>) war ein indischer Politiker. Er gründete 1966 die Shiv Sena, eine radikale hindu-nationalistische Partei, die vor allem im Bundesstaat Maharashtra aktiv ist, und führte sie bis zu seinem Tod.

Leben und politische Ansichten

In jungen Jahren war Thackeray als Karikaturist bei der englischsprachigen Tageszeitung Free Press Journal tätig. 1960 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder das Journal Marmik. Am 19. Juni 1966 gründete er die Bewegung und spätere politische Partei Shiv Sena, deren Vorsitzender er bis zu seinem Tod blieb. Die Partei agierte vor allem gegen Immigranten aus Südindien nach Maharashtra und machte sich für die (Vor)Rechte einheimischer Maharatis stark. Dabei setzte sie bewusst auf Einschüchterung und Gewalttätigkeiten, die sich vor allem gegen südindische Inhaber kleiner Geschäfte bzw. Angestellte richteten. Shiv Sena führte Attacken auf Kinos, die südindische Filme zeigten, durch und skandierte beleidigende Parolen gegen Südinder. Später wandte sich die Partei auch gegen Gujaratis und die muslimische Minderheit. Als hinduistischer Nationalist wandte sich Thackeray gegen jede Form des islamischen Einflusses im Bundesstaat Maharashtra und insbesondere in Mumbai. Er bestritt, generell etwas gegen Muslime zu haben, meinte aber 2002 und 2008 in Interviews angesichts des islamistischen Terrorismus, dass auch Trupps von Hindu-Selbstmordattentätern gebildet werden sollten, um Indien zu beschützen. Hindus sollten sich über die Sprachgrenzen hinweg vereinigen, um ein „Hindustan für die Hindus“ zu schaffen. Der Islam im Land müsse „in die Knie gezungen werden“.<ref name="controversial">Bal Thackeray and his controversial legacy. In: India Today (indiatoday.in). 15. November 2012, abgerufen am 23. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Profile: Mumbai's militant voice. In: BBC News. 19. Juli 2000, abgerufen am 23. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Thackeray war ein bekennender Bewunderer Adolf Hitlers. Er räumte später ein, dass Hitler „sehr grausame und hässliche Dinge getan“ habe, aber lobte ihn als „Künstler“, als „Draufgänger“, „wundervollen Organisator und Redner“, der die „Magie“ und die „Macht gehabt habe, die Nation und die Massen mit sich zu ziehen“. Auch Indien benötige einen Diktator, der „wohlwollend, aber mit einer eisernen Hand“ regiere.<ref name="controversial" />

Thackeray war mit Mina Thackeray verheiratet und hatte drei Kinder. Er lebte mit seiner Familie in Mumbai. Sein Sohn Uddhav Thackeray übernahm nach dem Tod des Vaters die Führung von Shiv Sena.

Literatur

  • Julia M. Eckert: The Charisma of Direct Action. Power, Politics, and the Shiv Sena. Oxford University Press, Oxford 2003.
  • Ray Thackeray: Bal Keshav Thackeray: A Photobiography. UBS Publishers and Distributors, New Delhi 2005.

Weblinks

Commons: Bal Thackeray – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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