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Wang Lijun

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Wang Lijun (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 26. Dezember 1959 in Arxan) ist ein chinesischer Korruptionsermittler und Politiker. Er war Vizebürgermeister und Polizeichef von Chongqing. Er war eine wichtige Figur in einer Serie von Gerichtsprozessen gegen 1544 mutmaßliche Mitglieder des Organisierten Verbrechens zwischen Oktober 2009 und Juli 2010. Außerdem fungierte er als Vizebürgermeister und Polizeichef in Jinzhou, wo er unter Bo Xilai arbeitete und als dessen engster Vertrauter galt.<ref name="FRWo">Bernhard Bartsch: Wo ist Korruptionsermittler Wang Lijun? In: Frankfurter Rundschau. 8. Februar 2012, abgerufen am 9. Februar 2012.</ref>

Flucht in US-Konsulat

Am 2. Februar 2012 wurde Wang überraschend auf einen weniger prestigeträchtigen Posten versetzt.<ref>薄熙来仕途风向标?重庆打黑局长被削权. In: Voice of America. 2. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Mai 2016; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Folge gab die Behörde bekannt, dass Wang wegen „Überarbeitung und intensiven mentalen Stress“ nicht erreichbar sei und sich in einem „urlaubsähnlichen“ Zustand befinde. In verschiedenen chinesischen Medien wurde darüber spekuliert, Wang sei in das Konsulat der Vereinigten Staaten geflüchtet, das am 7. Februar überraschend von Polizeikräften umstellt worden war.<ref name="FRWo"/> Die Blockade wurde erst nach 24 Stunden aufgelöst. Das Konsulat bestätigte, dass Wang sich in dem Gebäude aufgehalten hat, machte darüber hinaus aber keine Angaben. Mehreren Medien zufolge ist er beim Verlassen des Konsulats verhaftet und nach Peking gebracht worden.<ref name="Zeiverschw">Benedikt Voigt: Der verschwundene Polizeichef von Chongqing. In: Die Zeit. 13. Februar 2012, abgerufen am 13. Februar 2012.</ref>

Nach Recherchen der New York Times hatte Wang belastendes Material über Bo Xilai und dessen Frau Gu Kailai bei sich. Nach 36-stündigen Verhandlungen sei Wang nicht den Bo Xilai unterstehenden, lokalen Behörden, sondern einem Vertreter der Regierung in Peking ausgeliefert worden.<ref name="ORFNYT">„Das ist kein Dalai Lama“. In: ORF. 18. April 2012, abgerufen am 18. April 2012.</ref>

Am 14. März gab die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua bekannt, dass Wang alle seine Ämter verloren habe.<ref name="TAZEntlassung">Sven Hansen: Machtkampf auf Parteichinesisch. In: die tageszeitung. 15. März 2012, abgerufen am 20. März 2012.</ref>

Am 5. September 2012 kündigte Xinhua an, dass Wang wegen Machtmissbrauch, der Annahme von Schmiergeldern, illegalen Abhörmaßnahmen und aufgrund seiner Flucht in das Konsulat als Überläufer angeklagt werde.<ref>Ex-Polizeichef im Skandal um Bo Xilai angeklagt. In: NZZ.ch, 5. September 2012.</ref> Außerdem wird ihm vorgeworfen, Gu Kailai vor Strafverfolgung beschützt zu haben. Der Prozess begann am 17. September vor dem Mittleren Volksgericht in Chengdu und umfasste zwei Verhandlungstage. Teile des Prozesses waren nicht öffentlich, da sie angeblich Staatsgeheimnisse betrafen.<ref>Machtkämpfe hinter den Kulissen. In: taz.de, 14. September 2012.</ref><ref>Mord, Korruption und Intrigen. In: taz.de, 18. September 2012.</ref> Schließlich verurteilte ihn das Gericht in Chongqing am 24. September 2012 wegen Bestechlichkeit, Rechtsbeugung, Fahnenflucht und des Machtmissbrauchs zu 15 Jahren Gefängnis. Er verzichtete auf eine Berufung.<ref>Kurzer Prozess. In: ORF.at, 24. September 2012.</ref>

Weblink

Einzelnachweise

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