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Rudolf Sutermeister

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Datei:Ehrerbietige Vorstellung und Einladung an meine lieben Mitmenschen.pdf
Ehrerbietige Vorstellung und Einladung an meine lieben Mitmenschen, Pamphlet

Rudolf Sutermeister (* 7. Mai 1802 in Wynigen; † 9. Mai 1868 in Zofingen; heimatberechtigt in Zofingen)<ref>Autor unbekannt: Rudolf Sutermeister. In: (Ernst Ludwig Rochholz; Karl Schröter (Quellen, Autoren oder Verfasser einiger Teile?):) Argovia. Band 88. Aarau: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau, 1976. S. 341 f.</ref> war ein Schweizer praktizierender Armenarzt bzw. Sozialmediziner<ref name="vierhaus">Eintrag in: Rudolf Vierhaus (Herausgeber): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). 2. überarbeitete und erweiterte Ausgabe. Band 9: Schlumberger–Thiersch. München: K. G. Saur, 2008.</ref>, Unternehmer<ref name="books-D5VDAAAAcAAJ-384">Sauerländer: Der aufrichtige und wohlerfahrene Schweizer-Bote. Sauerländer, 1827, S. 384 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> bzw. Fabrikant<ref name="books-dAZCAAAAcAAJ-429">Schweiz: Bundesblatt. Schweizerische Eidgenossenschaft, 1849, S. 429 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>, Frühsozialist und „sozialpolitischer Schriftsteller“.<ref>Eintrag von Rudolf Sutermeister im Deutschen Biographischen Index. Bearbeitet von Victor Herrero Mediavilla. Band 7: Sch–Tat. München: K. G. Saur, 2004. S. 5795.</ref> Er gilt zusammen mit Gustav Siegfried, noch vor Johann Jakob Treichler und Karl Bürkli, als erster autochthoner Deutschschweizer Sozialist.<ref>Franz Wirth: Johann Jakob Treichler und die soziale Bewegung im Kanton Zürich (1845/1846). Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft, Band 144. Basel, 1981. S. 117. ISBN 978-3-7190-0798-0</ref> Anders als Siegfried galt er jedoch als Utopist.<ref>Erich Gruner: Die Arbeiter in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Helvetia politica, Band 3. Francke, 1968. S. 427.</ref>

Leben

Rudolf Sutermeister war Pfarrerssohn und entstammte einem „alten Zofinger Ratsherrengeschlecht“.<ref name="wirth158">Franz Wirth: Johann Jakob Treichler und die soziale Bewegung im Kanton Zürich (1845/1846). Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft, Band 144. Basel, 1981. S. 158.</ref> Er promovierte in Medizin an der Universität Basel<ref name="vierhaus"/> und/oder liess sich in Bern zum Arzt ausbilden und leitete ab 1824 in Zofingen eine Praxis.<ref name="wirth158"/> Er war Armenarzt und lebte selbst „in finanzieller Bedrängnis“.<ref name="wirth158"/> Unter anderem deshalb ist Sutermeister „wirtschaftlich und seelisch gesehen, als proletaroid zu betrachten“.<ref>Erich Gruner: Die Arbeiter in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Helvetia politica, Band 3. Francke, 1968. S. 429.</ref>

Angeregt durch Charles Fourier und befreundet mit Wilhelm Weitling sah Sutermeister „in den 1840er Jahren alles Heil für sein Vaterland in einer kommunistischen Umgestaltung der Gesellschaft“;<ref>Argovia. Band 88. Aarau: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau, 1976. S. 354.</ref> er war auch mit Gustav Siegfried befreundet.<ref>Rudolf Rauchenstein, Andreas Heusler: Ein politischer Briefwechsel aus den Jahren 1839-1841. H. R. Sauerländer, 1951. S. 123.</ref> 1837 wandte er sich „erstmals mit einem sozialreformerischen Manifest an die Öffentlichkeit“.<ref name="wirth158"/> Er schmiedete „Pläne für sozialistische Experimente saint–simonistischer Prägung“.<ref name="wirth158"/> Mit August Becker und Johannes Glur bildete er „einen ‘liberal-kommunistischen’ Zirkel“.<ref>Der „Vaterländische Pilger“ und die liberale Langenthaler Presse. In: langenthal.ch. Abgerufen am 10. Januar 2015.</ref>

Seine weiteren Jahre waren unter anderem deswegen von Rechtsstreiten geprägt, und er geriet in Vergessenheit.<ref>Eduard Vischer: Sutermeister, Rudolf. In: Otto Mittler und Georg Boner (Redaktion): Biographisches Lexikon des Aargaus, 1803–1957. Aarau: Verlag H. R. Sauerländer & Co., 1958. S. 776–778.</ref>

Schriften

Sutermeister verfasste eine „Reihe von Schriften kommunistisch-chiliastischen Inhalts, die vom Bund der Gerechten in der Schweiz verbreitet wurden“.<ref>Studien zur Philosophie und Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Band 26. 1975. S. 182, 361 und/oder 387.</ref>

  • Tagwache zum Anbruch des Reiches Gottes auf Erden. Oder: Der Armen Erlösung, der Schwachen Heil, der Reichen Glück, der Menschen höchstes Ziel. Zofingen 1837.
  • Ehrerbietige Vorstellung und Bitte an den tit. Großen und Kleinen Rat des löblichen Kantons Aargau. 13. November 1840.
  • Aufruf zur Bildung eines allgemeinen Vereines, zu gegenseitiger, bestmöglicher Erleichterung, Vervollkommnung und Beglückung. Langenthal 1843.
  • Die Not und Rettung. Ein Wort zur Zeit. Zunächst an das liebe Schweizervolk. Langenthal 1845.
  • Keine Armennot mehr! Oder Mittel und Weise der immer zunehmenden Verarmung und damit verbundenen Not und Gefahr für Alle sicher vorzubeugen und abzuhelfen. 2. Auflage. Langenthal 1845.
  • Die schreckliche Vernichtung unseres bestehenden, sogenannten Rechts oder Unrechts durch das wahre Christentum. Zofingen 1846. 20 Seiten.
  • Ernste Bemerkungen, Winke und Warnungen für alle Grütlianer und Eidgenossen insgesammt / Ein freies Wort gesprochen im Grütliverein in Zofingen, den 26. Dezember 1849 von Rud. Sutermeister, Arzt (Digitalisat).
  • Allen Aargauern zu gefälliger Beachtung empfohlen. September 1851. 11 Seiten (Digitalisat).
  • Ehrerbietige Vorstellung und Einladung an meine lieben Mitmenschen. 5 Seiten (Digitalisat).

Literatur

Weblinks

Commons: Rudolf Sutermeister – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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