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David Groenewold

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Datei:David Groenewold.jpg
David Groenewold (2012)
Datei:Grab David Groenewold.jpg
Das Grab von David Groenewold im Familiengrab auf dem Friedhof der St.-Matthias-Gemeinde (Berlin-Tempelhof)

David Alexander Groenewold [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈgroːnəˌwɔlt] (* 26. März 1973 in Berlin; † 3. Juli 2019<ref>David Alexander Groenewold mit 46 Jahren gestorben, t-online.de, erschienen und abgerufen am 5. Juli 2019</ref>) war ein deutscher Filmproduzent.

Leben

Groenewolds Vater Erich arbeitete als Steuerberater und finanzierte vereinzelt Filme, darunter Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Der Rechtsanwalt Kurt Groenewold ist ein Onkel väterlicherseits.<ref>Ein romantischer Kaufmann Die Zeit, 6. Juni 2007</ref>

Datei:2014-02-27 Freispruch für Christian Wulff, (088) der Mitangeklagte David Groenewold beim Gang durch die Medienvertreter zum Landgericht Hannover am Tag seines Freispruchs.jpg
David Groenewold am Tag seines Freispruchs auf dem Weg zum Landgericht Hannover

Nach dem Abitur an der Internatsschule Schloss Salem studierte Groenewold Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der London School of Economics (LSE) und beendete das Studium mit dem Bachelor.<ref>Zur Person: David Groenewold Berliner Morgenpost, 10. Juni 2008</ref>

Danach arbeitete er als Praktikant bei der Late Show with David Letterman in New York, bei der Investmentbank Merrill Lynch in London und bei einer Unternehmensberatung und absolvierte ein weiteres Studium an der European Business School in Oestrich-Winkel, das er mit dem Titel Immobilienökonom (ebs) abschloss.<ref>Korrekte Sparkiste handelsblatt.de, 10. Mai 2007</ref>

Im Jahr 1997 gründete er in Berlin die Produktionsgesellschaft Promedium Gesellschaft für Medienfinanzierung mbH. Seit 2001 war er Geschäftsführer der German Filmproduction GmbH. Über die GFP Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG war David Groenewold mit 42 % indirekt an der Odeon Film beteiligt.<ref>Der Gesellschafter F.A.Z., 5. September 2009</ref>

Am 12. April 2013 wurde Groenewold von der Staatsanwaltschaft Hannover angeklagt. Die Anklagepunkte lauteten auf Vorwurf der Bestechlichkeit und Abgabe einer falschen Aussage unter Eid. Sein Freund, Bundespräsident a. D. Christian Wulff, wurde ebenfalls angeklagt. Das Landgericht Hannover sprach beide frei.<ref>Berliner Filmproduzent Groenewold gestorben. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2019; abgerufen am 5. Juli 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb24.de</ref>

Im Herbst 2015 erlitt Groenewold einen Schlaganfall, im Zusammenhang mit der Behandlung wurde zudem eine Autoimmunkrankheit im Gehirn festgestellt.<ref>Der Filmproduzent David Groenewold ist tot. Abgerufen am 7. Juli 2019.</ref>

Groenewold starb am 3. Juli 2019 im Alter von 46 Jahren. Über die Todesursache wurden keine genaueren Angaben gemacht.<ref>Berliner Filmproduzent Groenewold gestorben. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2019; abgerufen am 5. Juli 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb24.de</ref> Bundespräsident a. D. Christian Wulff sprach in einem Interview von Freitod.<ref>phoenix persönlich: Ex-Bundespräsident Christian Wulff zu Gast bei Inga Kühn. Abgerufen am 6. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Promedium Asset Management GmbH

Im Jahr 2010 verurteilte das Berliner Landgericht zivilrechtlich Groenewold zur Zahlung aus einer Bürgschaft von 250.000 Euro, zu zahlen an eine Kundin der Promedium Asset Management GmbH, an der er zu 50 % beteiligt war. Die Gesellschaft war spezialisiert auf Geldanlagen. Der Geschäftspartner Groenewolds hatte ohne Wissen Groenewolds die Kundin betrogen und Unterlagen gefälscht. Ein Großteil der anvertrauten Gelder konnte nicht zurückgezahlt werden. Groenewolds Geschäftspartner und Geschäftsführer der Gesellschaft wurde im Jahr 2007 wegen Untreue und Urkundenfälschung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.<ref>Wulffs Revier Spiegel Online, 28. Juni 2010</ref>

Verbindungen zu Christian Wulff

Im Rahmen der Wulff-Affäre um Einladungen und Urlaubsreisen des ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen und Bundespräsidenten Christian Wulff wurden vielfältige Verflechtungen zwischen Wulff und Groenewold bekannt. Wegen des Anfangsverdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung nahm die Staatsanwaltschaft Hannover am 16. Februar 2012 staatsanwaltliche Untersuchungen auf und beantragte die Aufhebung der Immunität. Einen Tag später trat Christian Wulff von seinem Amt zurück.

Am 7. Juli 2005 lud Groenewold etwa 150 Gäste, darunter zahlreiche Filmschaffende und Schauspieler, in den „China Club“ im Berliner Hotel Adlon zu einem festlichen Abendessen „zu Ehren des Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Christian Wulff“. Anlass war die Verleihung des deutschen Filmpreises.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wie Wulff seinem Freund Groenewold half (Memento vom 16. Februar 2012 im Internet Archive) ndr.de, 14. Februar 2012</ref> In seiner Tischrede forderte Wulff, ganz im Sinne des Gastgebers, den Erhalt der Steuerförderung für den deutschen Film.<ref>Wie Wulff einem Freund auch politisch half Zeit Online, 15. Februar 2012</ref>

Ebenfalls im Jahr 2005 schaltete Groenewold in der Mitgliederzeitschrift der niedersächsischen CDU – Magazin für Niedersachsen – eine doppelseitige Anzeige für 20.000 Euro für den Film Erkan & Stefan in Der Tod kommt krass. Die Kosten wurden in Medienkreisen als überhöht angesehen.

Auch 2005 zahlte Groenewold 10.000 Euro an den Autor Karl Hugo Pruys. Dieser gab zunächst an, dass damit die Arbeit an einer Biografie über Christian Wulff honoriert wurde. Später widerrief Pruys diese Aussage.<ref>Buchprojekt über Wulff wirft neue Fragen auf Spiegel Online, 10. Januar 2012</ref>

Im Jahr 2006 erhielt Groenewolds Odeon Film über die Briefkastenfirma „Waterfall Productions GmbH“ eine niedersächsische Landesbürgschaft in Höhe von vier Millionen Euro.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Was wollte und bekam Groenewold von Wulff (Memento vom 26. Januar 2012 im Internet Archive) ndr.de, 26. Januar 2012</ref> Das Unternehmen drehte nie einen Film und wurde 2010 aus dem Handelsregister des Amtsgerichts Hannover gelöscht.<ref>Dokument entlastet Wulff im Fall Groenewold sueddeutsche.de, 13. Februar 2012</ref>

Im Jahr 2007 bezahlte Groenewold die Rechnung für einen Aufenthalt der Familie Wulff im Hotel Stadt Hamburg auf Sylt. Nach Auskunft von Wulffs Rechtsanwalt Gernot Lehr soll Wulff Groenewold die Kosten später in bar erstattet haben.<ref>"Konstruierter Vertuschungsvorwurf" sueddeutsche.de, 8. Februar 2012</ref>

Im Jahr 2008 bezahlte Groenewold teilweise die Hotelkosten der Familie Wulff für einen Aufenthalt im Münchner Bayerischen Hof während des Oktoberfests.<ref>Wulff ließ sich auf Oktoberfest einladen Spiegel Online, 14. Januar 2012</ref><ref>Sylt-Urlaub bringt Wulff wieder in Erklärungsnot stern.de, 8. Februar 2012</ref>

Am 12. April 2013 erhob die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage wegen Bestechung und Bestechlichkeit beim Landgericht Hannover gegen Wulff und Groenewold.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ein historisches Verfahren.] Der Tagesspiegel, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Dezember 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Wulff.] Süddeutsche Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Dezember 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Dokumentation: Die Anklage gegen Wulff und Groenewold.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Dezember 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Gericht ließ am 27. August 2013 die Anklage zu, reduzierte den Vorwurf jedoch auf Vorteilsgewährung und Vorteilsannahme.<ref>Presseinformation im Verfahren gegen C. Wulff u. a. Landgericht Hannover, abgerufen am 27. Februar 2014.</ref><ref>Martin U. Müller: Vorwurf der Vorteilsnahme: Wulff muss vor Gericht. spiegel.de, 27. August 2013, abgerufen am 29. August 2013.</ref> Am 27. Februar 2014 wurde er wie sein Mitangeklagter Wulff freigesprochen, allerdings wegen einer falschen eidesstattlichen Versicherung verwarnt.<ref name="SZ_Frei">Freispruch für Christian Wulff, süddeutsche.de vom 27. Februar 2014.</ref><ref>Urteil des Landgerichts Hannover, Az. 40 KLs 6/13 (PDF, 441 kB)</ref> Die Staatsanwaltschaft legte am 5. März 2014 Revision gegen das Urteil ein,<ref>Korruptionsprozess: Staatsanwalt legt Revision gegen Wulff-Freispruch ein, Spiegel Online vom 5. März 2014.</ref> nahm sie aber am 13. Juni wieder zurück, so dass der Freispruch rechtskräftig ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Revision der Staatsanwaltschaft zurückgenommen (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hannover vom 13. Juni 2014, abgerufen am 13. Juni 2014.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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