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Praxithea

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Praxithea ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Heroine und Najade der griechischen Mythologie. Sie ist die Gemahlin des attischen Königs Erechtheus.

Mythologie

In Euripides’ nur fragmentarisch erhaltenem Stück Erechtheus ist sie die Tochter des Flussgottes Kephissos und hat drei Kinder. Alle späteren Erwähnungen Praxitheas in diesem Zusammenhang<ref>Z. B. Lykurgos 98 ff.; Johannes Stobaios 39,33; Pseudo-Plutarch, parallela Graeca et Romana 20 (englische Übersetzung)</ref> lassen sich auf Euripides zurückführen.<ref>Otto Jessen: Praxithea 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 3,2, Leipzig 1909, Sp. 2930 f. (Digitalisat)..</ref>

Als einst der Thraker Eumolpos mit einem großen Heer Athen belagerte, befragte König Erechtheus das Orakel von Delphi. Die Weissagung lautete, er müsse für den Sieg eine Tochter opfern. Was weder er noch seine Gemahlin Praxithea wussten: Die drei Geschwister hatten geschworen, dass sie alle sterben sollten, wenn eine umkäme. Als die Ausgewählte geopfert wurde, nahmen sich die anderen beiden das Leben. Erechtheus gewann die Schlacht und tötete den Heerführer, wurde selbst aber von Zeus mit einem Blitz erschlagen – auf Wunsch von Poseidon, dem Vater des Eumolpos. Die drei Töchter wurden in den Himmel erhoben, als Sternbild der Hyaden.<ref>Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. Bd. II: Die Heroen-Geschichten. dtv, München, ISBN 3-423-01346-X, S. 174.</ref>

In der Bibliotheke des Apollodor ist sie die Enkelin des Kephissos, Sohn der Kephissostochter Diogeneia und des Phrasios. Ihre Kinder sind hier Pandora, Prokris, Kekrops, Protogeneia, Chthonia, Oreithyia und Krëusa.<ref>Bibliotheke des Apollodor 3,15,1 (englische Übersetzung)</ref> Andere Quellen nennen als weitere Nachkommen Orneus, Thespios, Metion, Sikyon,<ref>Pausanias 2,25,5; 9,26,6; 2,6,5</ref> Pandoros<ref>Bibliotheke des Apollodor 3,15,1</ref>, Alkon<ref>Scholion zu Apollonios von Rhodos, Argonautica 1,97</ref>, Eupalamos<ref>Diodorus Siculus 4,76,1</ref> und Merope.<ref>Plutarch, Theseus 19</ref>

In einer ganz ähnlichen Geschichte findet sich der Name Praxithea unter den Getöteten: Ein gewisser Leos habe seine drei Töchter (Praxithea, Theope und Eubule) zur Rettung der Athener opfern lassen.<ref>Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. Bd. II: Die Heroen-Geschichten. dtv, München ISBN 3-423-01346-X, S. 173.</ref>

Praxithea wurde von den attischen Gene der Kephisieis und der Phrasidai in ihre Genealogien eingereiht, da beide ihr Geschlecht auf den Flussgott Kephissos zurückführten.<ref>Johannes Toepffer: Attische Genealogie. Berlin 1889, S. 292, 311.</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />