Hasel-Kleiebecherling
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| Hasel-Kleiebecherling | ||||||||||||
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| Datei:Encoelia furfuracea (Roth) P. Karst 40499.jpg
Hasel-Kleiebecherling | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Encoelia furfuracea | ||||||||||||
| (Roth) P. Karst. |
Der Hasel-Kleiebecherling (Encoelia furfuracea), auch Kleiiger Büschelbecherling oder Kleiiger Haselbecherling genannt, ist eine Pilzart aus der Familie der Cenangiaceae und lebt auf abgestorbenen Ästen von Hasel und Erlen.
Merkmale
Makroskopische Merkmale
Der Hasel-Kleiebecherling bildet auf abgestorbenen, aber oft noch ansitzenden Ästen zuerst geschlossene, ungestielte, 5–20 mm breite Fruchtkörper, die Apothecien. Sie besitzen eine lederbraune, kleiig-körnige Außenseite, das Excipulum. Das kleiige Aussehen erhalten sie durch dessen rundliche Zellen. Bei Reife breiten sie sich schüsselförmig aus und geben die dunklere braune Fruchtschicht, das Hymenium frei. Die Fruchtkörper besitzen eine ledrig zähe Konsistenz und sind dünnfleischig. Meist treten sie dicht büschelig auf.<ref name="Gerhard" /><ref name="Ryman" />
Mikroskopische Merkmale
Die Schläuche sind zylindrisch-keulig und messen 65 bis 90(–120) × 5,5 bis 6,5 μm. Die glatten, unseptierten Ascosporen sind hyalin, leicht wurstförmig (allantoid), haben an den Enden kleine Öltropfen und messen 6–11,5 × 2–2,5 μm. Der Pilz besitzt schlanke, an der Spitze angeschwollene Paraphysen.<ref name="Gerhard" /><ref name="Ryman" />
Ökologie und Verbreitung
Der Hasel-Kleiebecherling lebt saprophytisch auf abgestorbenen Ästen von Hasel und seltener auch von Erlen. Er ist von Spätherbst bis zum Frühsommer anzutreffen. Frische Fruchtkörper findet man aber vor allem im Spätwinter und Frühjahr. Er hat eine weite, aber vermutlich lückenhafte Verbreitung.<ref name="Ryman" /> Er kommt in Mittel-, West- und Nordeuropa, aber auch in Nordamerika vor.<ref>GBIF Portal, abgerufen am 7. Februar 2012</ref> E. Gerhardt gibt ihn als nicht häufig an.<ref name="Gerhard" /> In Österreich wurden Funde aus allen Bundesländern außer dem Burgenland gemeldet.<ref>Mykologische Datenbank Österreichische Mykologische Gesellschaft, 2021, abgerufen 2023-11-12</ref>
Systematik
Ursprünglich von Albrecht Wilhelm Roth als Peziza furfuracea beschrieben, stellte Petter Adolf Karsten 1871 die Gattung Encoelia mit Encoelia furfuracea als Typusart auf.<ref>Mycobank, abgerufen am 7. Februar 2012</ref>
Quellen
- Svengunnar Ryman, Ingmar Holmåsen: Pilze. Bernhard Thalacker Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-87815-043-1, S. 650.
- Ewald Gerhardt: Pilze. BLV Buchverlag, München 2006, ISBN 3-8354-0053-3, S. 560.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Gerhard">Ewald Gerhardt: Pilze. BLV Buchverlag, München 2006, ISBN 3-8354-0053-3, S. 560.</ref> <ref name="Ryman">Svengunnar Ryman, Ingmar Holmåsen: Pilze. Bernhard Thalacker Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-87815-043-1.</ref> </references>