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Oskar Wilsdorff

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Oskar Heinrich Wilsdorff, oftmals fälschlicherweise auch Otto Heinrich Wilsdorff genannt<ref name="Glassportal">Reinhard Glaß: Wilsdorff, Oskar Heinrich (oft falsch genannt: Otto Heinrich Wilsdorff) in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 23. Juli 2018</ref> oder auch Otto Wilsdorff und Otto Wilsdorf,<ref>Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover: Zeitschrift des Architecten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, neue Folge des Notizblattes, redigiert von dem Vorstande des Vereins, Band 7, 1861, S. 8; online über Google-Bücher</ref><ref name="Denkmaltopographie">Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Lindener Berg, in Denkmaltopographie ... (siehe Literatur), S. 118f.</ref> (* 22. Februar 1835 in Dresden; † 17. April 1883 in Hannover)<ref name="Glassportal"/> war ein deutscher Architekt, Baubeamter und Fachschul-Lehrer.<ref name="Klaus Siegner">Klaus Siegner: Architektenbiographien. In: Laves und Hannover ... S. 571.</ref>

Leben

Oskar Wilsdorff besuchte von 1849 bis 1855 eine Baugewerbeschule in Sachsen sowie das Polytechnikum Dresden. Im Ergebnis wurde er mit verschiedenen Studienpreisen und Medaillen ausgezeichnet.<ref name="Glassportal"/>

Anschließend war er 1855 bis 1857 Bauassistent beim Landbauamt Leipzig in Oschatz<ref>Sitz des Landbauamtes Leipzig in Oschatz laut <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurzbeschreibung zum Bestand 20178 – Landbauamt Leipzig im Staatsarchiv Leipzig (Memento vom 9. August 2014 im Internet Archive), abgerufen am 2. September 2024</ref>. Von 1857 bis 1875 nahm er Nienburg die Stelle eines Lehrers an der Baugewerbeschule Nienburg an.<ref name="Glassportal"/> Nachdem Wilsdorff 1866 in den Rang eines Hofbaukondukteurs befördert worden war,<ref name="Klaus Siegner" /> arbeitete er parallel zu seiner Lehrerstelle – jedoch nur in den Semesterferien – als Baukondukteur für die Landbauinspektionen Hannover, Aurich, Osterode, Göttingen, Nienburg und Verden.<ref name="Glassportal"/>

1875 erhielt Wilsdorff in Hannover die Stelle des Stadtbauinspektors und wurde Leiter der Hochbauabteilung des hannoverschen Stadtbauamtes.<ref name="Glassportal"/>

1879 Wilsdorff auch die technische Leitung der Baupolizei in Hannover. Zeitweilig wirkte er zudem als Direktor<ref name="Glassportal"/> der Städtischen Gewerbeschule.<ref name="Klaus Siegner" /><ref>Anmerkung: Ob Klaus Siegner mit der „Städtischen Gewerbeschule“ die „Höhere Gewerbeschule zu Hannover“ meinte, der Vorläuferin der heutigen Universität Hannover, ist noch offen.</ref>

Oskar Wilsdorff war Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover. Er wird in direkten Bezug zu Conrad Wilhelm Hase und der von ihm begründeten Hannoverschen Architekturschule gebracht.<ref name="Glassportal"/>

Bauten (sofern bekannt)

Datei:Wasserbehaelter Linden.jpg
Wasserhochbehälter auf dem Lindener Berg in Hannover-Linden, 1876/78 von Otto Wilsdorff und Rudolph Berg
  • 1862–1866, Einbeck: Restaurierung und Innenausstattung der evangelisch-lutherischen Münsterkirche St. Alexandri<ref name="Glassportal"/>
  • um 1875, Hannover, heutige Adenauerallee 3:<ref name="Glassportal"/>
    • Elefantenhaus im Zoologischen Garten (nicht erhalten)<ref name="Glassportal"/>
    • 1881 Erweiterung nach Plänen von Ernst Bühring, Hannover<ref name="Glassportal"/>
  • 1876–1878, Hannover, Ricklingen, Fricke-Weg, gemeinsam mit Rudolph Berg: Wasserwerk mit Maschinen- und Pumpenhaus (nicht erhalten)
  • 1876–1878 Hannover: Alte Celler Heerstraße 5 (heute: Lister Meile 4) Ecke Zwingerstraße: Leibniz-Realgymnasium (nicht erhalten)<ref name="Glassportal"/>
  • 1876–1878, Linden vor Hannover, Am Lindener Berge 27 (heute): Wasserhochbehälter auf dem Lindener Berg, in Zusammenarbeit mit August Bües<ref name="Glassportal"/> (technische Konzeption von Rudolph Berg)<ref>Helmut Knocke, Hugo Thielen: Am Lindener Berge 27. In: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon. S. 82.</ref>
  • 1879–1885: Hannover, An der Christuskirche:<ref name="Glassportal"/> Höhere Töchterschule II in Hannover-Nordstadt, An der Christuskirche<ref name="Klaus Siegner" /> (im Zweiten Weltkrieg zerstört; heute Conrad-Wilhelm-Hase-Platz)<ref>Das Gebäude ist abgebildet mit der Inschrift „erbaut 1880“ und als Ruine nach 1945 in: Stefanie Sonnenburg, Felicitas Kröger, Wolfgang Pietsch, Claudia Probst, Peter Troche, Rolf Wießell: 1859–2009. 150 Jahre Gemeindegründung Christuskirche Hannover. Akzent-Druck, Hannover 2009, S. 15, S. 71. (erhältlich bei der Nordstädter Kirchengemeinde, An der Lutherkirche 12, 30167 Hannover)</ref>
  • um 1880, Hannover, Hagenstraße 53: Bürgerschule<ref name="Glassportal"/>
  • 1880, Hannover
    • Engelbosteler Damm: Bürgerschule<ref name="Glassportal"/>
    • Berthastraße 12 (früher und heute): Wohnhaus; nicht erhalten<ref name="Glassportal"/>
  • 1883, Hannover, Friesenstraße: Bürgerschule<ref name="Glassportal"/>
  • 1883, Hannover, Hagenstraße 62: Bürgerschule<ref name="Glassportal"/>
  • 1885, Hannover, Krausenstraße: Bürgerschule<ref name="Glassportal"/>
    • vollendet von Architekt Eberhard Hillebrand, Hannover<ref name="Glassportal"/>

Literatur

Fachzeitschriften:

  • Deutsche Bauzeitung. 17. Jahrgang. 1883, Nr. 33, S. 196 (Todtenschau: Stadtbauinspektor Wilsdorff)<ref name="Glassportal"/>
  • Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover
    • Neue Folge (NF) Band 25. 1879, S. 511ff.<ref name="Glassportal"/>
    • NF Band 26. 1880, S. 493ff.<ref name="Glassportal"/>
    • NF Band 27. 1881, S. 160–161<ref name="Glassportal"/>
  • Theodor Unger: † Oskar Hnr. Wilsdorff, Stadtbauinspektor zu Hannover Nachruf in: Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover. NF Band 29. 1883, S. 291–292<ref name="Glassportal"/>
  • Centralblatt der Bauverwaltung. 1. Jahrgang. 1881, Nr. 32, S. 282 (Architekten- und Ingenieur-Verein in Hannover)<ref name="Glassportal"/>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />