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Alfred Sasse

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Datei:1914 circa Alfred Sasse Bilder aus meiner Tätigkeit, S.000c Ausschnitt Portrait von Ernst Jordan.jpg
„Bei der Arbeit“; Porträt Sasses nach dem Gemälde von Ernst Jordan

Alfred Sasse (geboren 21. April 1870 in Hannover; gestorben 10. August 1937 ebenda)<ref name="SLH">Helmut Knocke: Sasse, Alfred. In: Stadtlexikon Hannover. S. 535.</ref> war ein deutscher Architekt.

Leben

Datei:Sasse Vaterländisches Museum@20150903 01.JPG
Zeichnung des „Vaterländischen Museums“, heute Bomann-Museum, in Celle
Datei:Sasse Vaterländisches Museum@20150903 02.JPG
Zeichnung der Erinnerungs- und Ehrenhalle der Königlichen Hannoverschen Armee im Vaterländischen Museum

Alfred Sasse absolvierte zunächst eine Ausbildung an der Baugewerkschule Buxtehude und am Technikum Strelitz. Anschließend studierte er von 1892 bis 1896 an der Technischen Hochschule Hannover.<ref name="SLH" /> 1896 wurde Sasse dort Mitglied der Bauhütte zum weißen Blatt.<ref name="SLH" />

Insbesondere für die um 1900 erbauten Schulgebäude<ref name="DTBD 2">Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Carl Arend. In: Hans-Herbert Möller (Hrsg.): Stadt Hannover, Teil 2. (vergleiche Literatur), S. 20.</ref> in der seinerzeit noch selbständigen Stadt Linden<ref>Klaus Mlynek: Linden. In: Stadtlexikon Hannover. S. 406 ff.</ref> erhielt Sasse, ebenso wie sein Kollege Carl Arend, seine Aufträge durch den Lindener Stadtbaurat Georg Fröhlich.<ref name="DTBD 2" />

Über den vielbeschäftigten Architekten, der neben Wohnhäusern, Schulen, Industriebauten auch zahlreiche Kirchen-, Bank- und Sparkassen-Gebäude schuf, sagten seine Zeitgenossen: „Max Küster baut für die ganze Welt, Alfred Sasse für die halbe.“Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=

Von Sasse sind auch städtebauliche Planungen bekannt, so gestaltete er beispielsweise 1910 – nach Rückbau des Gleiskörpers – den Küchengartenplatz als repräsentativen Eingang nach Linden gegenüber der Leinertbrücke.<ref name="Küchengarten">Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Haasemannstraße. In: Stadt Hannover, Teil 2. (vergleiche Literatur), S. 134.</ref>

Nachlass

Der Nachlass von Alfred Sasse wird zum Teil in der Technischen Informationsbibliothek, zum Teil im Hauptstaatsarchiv Hannover aufbewahrt.<ref name="SLH" /> Darüber hinaus sind Entwürfe Sasses im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin vorhanden und online einsehbar (vergleiche Weblinks).

Bauwerke (unvollständig)

Hermann Löns nannte das Gebäude des Museums, bei dem alle in Celle vorhandenen Architekturstile vereint wurden, einen „veritablen Architekturpudding“
Datei:Hanomag Fabrik Hannover.jpg
Kanonenwerkstatt der Hanomag in Hannover-Linden-Süd, 1916
  • 1916: Kanonenwerkstatt der Hanomag in Hannover-Linden-Süd, Deisterplatz<ref name="SLH" />
Während des Ersten Weltkriegs entstand in „pathetischer Sachlichkeit“ die Kanonenwerkstatt, ein durchweg in Eisenkonstruktion ausgeführtes Fabrikgebäude mit Flachdach. Es passte sich mit den asymmetrischen Flügeln den Straßenverläufen an und war rückseitig mit Ziegelausfachung und großen Fensterflächen versehen. Die im Stadtbild wirksame Fassade am Deisterplatz (Nordseite) hingegen erhielt eine „architektonisch massive Ausgestaltung“ mit einer drei Geschosse hohen Kolossalgliederung, darüber ein abschließendes Gesims, umlaufende Einfassung mit farbigen Fliesen und Produkt-Darstellungen in Majolika, an den Gebäudeecken zwei männliche Personifikationen „Industrie“ und „Arbeit“ der Bildhauer Werner Hantelmann und Georg Herting.<ref>Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Deisterpaltz und „Hanomag“. In: Stadt Hannover, Teil 2. (vergleiche Literatur), S. 150 ff.</ref>
  • 1912–1923: St.-Michaelis-Kirche in Schnega
  • 1923–1924: Hylliger Born, Brunnentempel und Wandelhalle in Bad Pyrmont<ref>G. Ulrich Grossmann: Hannover und Südniedersachsen. Geschichte, Kunst und Landschaft zwischen Harz und Weser. Braunschweig, Hildesheim, Goslar, Göttingen und Hameln. (= DuMont-Reiseführer.) DuMont, Köln 1999, ISBN 3-7701-4612-3. (eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher)</ref>

Schriften

Literatur

Weblinks

Commons: Alfred Sasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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