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Mergelgrube

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Datei:Groeve 't Rooth, Eijsden-Margraten, Limburg--2533.jpg
Mergelgrube Groeve ’t Rooth, Limburg (Niederlande)
Datei:Pulheim Stommeln Mergelgrube mit Schildtext.jpg
Zugeschüttete Mergelgrube, Pulheim, Rheinland

Eine Mergelgrube ist eine künstlich erstellte Vertiefung, die dazu diente, Mergel abzubauen. Bekannt sind die Mergelgruben im Kreidehochplateau des Pays de Caux der Haute-Normandie.

Pays de Caux

Im 19. Jahrhundert gruben die Cauchois<ref>Einwohner des Pays de Caux</ref> hunderte Schächte in die Kreideschichten der Hochebene,<ref name="Auger36">P. Auger, G. Granier: Le guide du pays de Caux. 1993, S. 36.</ref> um den tiefergelegenen Mergel abzubauen. Die Schächte waren 10 bis 30 Meter tief und führten zu Strecken von 10 bis 20 Meter Länge und 2 bis 3 Meter Höhe.<ref name="Auger36" /> Nach beendetem Abbau wurden sie wieder aufgefüllt. Ihr Standort war nur noch durch Bäume auszumachen, welche an dieser Stelle gepflanzt worden waren. Im Laufe der Zeit (und durch die Flurbereinigungen) sind diese einzelnen Bäume inmitten von weiten Feldern aber verschwunden und mit ihnen die Erinnerung an diese Kleinbergwerke.

Erosions- und Auflösungsprozesse führen zuweilen zu Absenkungen und Einstürzen, den sogenannten Einsturzstellen.

Deutschland

In Deutschland sind Mergelgruben vielerorts in heutigen oder ehemaligen Weinbergen zu finden. Am oberen Ende des jeweiligen Weinbergs befindet sich eine Grube von zwei bis drei Metern Tiefe, aus der früher Mergel abgebaut und in die darunter liegenden Weinberge verbracht wurde.

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Pierre Auger, Gérard Granier: Le guide du pays de Caux. 4. Auflage. éditions La Manufacture, Lyon 1993, ISBN 2-7377-0280-1.
  • Patrick Lebourgeois: Pays de Caux. Vie et patrimoine. éditions des falaises, Evreux 2007, ISBN 2-84811-008-2.
  • Jacques Ragot, Monique Ragot: Guide de la nature en pays de Caux. Fécamp, éditions des falaises, 2005, ISBN 2-84811-035-X.

Weblinks

Commons: Mergelgruben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien