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Seugast

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Seugast
Markt Freihung
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(375)&title=Seugast 49° 36′ N, 11° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(375) 49° 36′ 13″ N, 11° 53′ 43″ O
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Höhe: 427 m ü. NN
Einwohner: 375 (31. Dez. 2021)<ref>Nahverkehrsplan 2023 für den Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS). (PDF; 12,1 MB) Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, S. 62, abgerufen am 19. Februar 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 92271
Vorwahl: 09646
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Seugast ist ein Gemeindeteil des Marktes Freihung im Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz in Bayern.

Geographie

Das Kirchdorf Seugast liegt im südlichen Gemeindegebiet von Freihung.

Umgeben ist Seugast von Freihung im Norden, Massenricht und Ehenfeld im Osten. Im Süden liegt Großschönbrunn und im Westen Vilseck.

Topographie

Durch Seugast fließt die Vils, die in Kleinschönbrunn entspringt und weiter nach Freihung fließt.

Geschichte

In der Stiftungsurkunde des Klosters Ensdorf aus dem Jahr 1139 wurde Seugast erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="chronik1">Homepage Seugast – „Geschichte – 1. Teil: Von der ersten urkundlichen Erwähnung bis Ende des 19.Jahrhunderts“</ref> Ebenfalls erwähnt wurde Seugast in einem Rechtsbuch von Friedrich I. von Hohenlohe, das 1348 entstand und erst im Jahr 1852 gedruckt wurde. Es bescheinigt die Existenz Seugasts bereits für das Jahr 1123.

Im Mittelalter gehörte Seugast zur Vogtei Vilseck und damit zu bambergischem Gebiet. Die Vogtei Vilseck war in drei Gerichte unterteilt, das obere oder Hahnbacher Gericht, das Gebenbacher Gericht und das untere oder Poppenrichter Gericht, auch Bauernrecht oberhalb Amberg oder unterhalb des Erzbergs genannt. Seugast gehörte zum Gericht Gebenbach.<ref>Kommission für bayerische Landesgeschichte, bearbeitet von Georg Leingärtner, Historischer Atlas von Bayern, Heft 24, München, 1971, S. 50. (online verfügbar auf digitale-sammlungen.de)</ref>

Durch das Erste bayerische Gemeindeedikt wurde Seugast im Jahre 1808 dem Steuerdistrikt und dem Landgericht Amberg und damit dem Naabkreis zugeordnet.<ref>Kommission für bayerische Landesgeschichte, bearbeitet von Georg Leingärtner, Historischer Atlas von Bayern, Heft 24, München, 1971, S. 141. (online verfügbar auf digitale-sammlungen.de)</ref> Nach der Auflösung des Naabkreises zugunsten des Mainkreises und des Regenkreises wurde Seugast im Jahr 1810 zusammen mit dem Landgericht Amberg dem Regenkreis zugeordnet (ab 1838 Oberpfalz und Regensburg).<ref>Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980 In Verbindung mit Richard Bauer, Reinhard Heydenreuter, Gerhard Heyl, Emma Mages, Max Piendl, August Scherl, Bernhard Zittel hrsg. von Wilhelm Volkert, o. Professor an der Universität Regensburg, München, 1983, ISBN 3-406-09669-7</ref>

Durch das Zweite bayerische Gemeindeedikt wurde der Ort 1818 eine politische Gemeinde.

1838 wurde das Landgericht Vilseck gegründet, dem Seugast zusammen mit den Steuergemeinden Adlholz, Ehenfeld, Gebenbach, Gressenwöhr, Großschönbrunn, Hahnbach, Iber, Irlbach, Langenbruck, Massenricht, Schalkenthan, Schlicht, Sigl, Süß und Vilseck zugeordnet und aus dem Landgericht Amberg herausgelöst.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichtliches (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vilseck.de auf den Webseiten der Stadt Vilseck</ref><ref>Kommission für bayerische Landesgeschichte, bearbeitet von Georg Leingärtner, Historischer Atlas von Bayern, Heft 24, München, 1971, S. 146. (online verfügbar auf digitale-sammlungen.de)</ref><ref>Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern, München, 1838, S. 537 (Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref><ref>Königlich bayerisches Intelligenzblatt für die Oberpfalz und von Regensburg, Regensburg, 1838, S. 1485</ref>

Am 3. Juli 1904 wurde die erste Kapelle in Seugast eingeweiht.<ref name="chronik2">Homepage Seugast – „Geschichte – 2.Teil: Von Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute“</ref>

Auch von Seugast forderten die beiden Weltkriege ihren Tribut. Im Ersten Weltkrieg fielen zwölf Kriegsteilnehmer aus Seugast und Weickenricht, zwei wurden vermisst. Im Zweiten Weltkrieg fielen von den 140 Kriegsteilnehmern aus der Gemeinde Seugast 36, 15 wurden vermisst.<ref name="chronik2" />

Am 1. Januar 1972 wurde Seugast zusammen mit Teilen der Gemeinde Großschönbrunn sowie der Gemeinde Thansüß nach Freihung eingegliedert.<ref></ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Dorfkirche St. Marien

Am 3. Juni 1858 fanden sich 25 Seugaster Familien zu einer Dorfversammlung zusammen und fassten den Entschluss, eine Kirche zu bauen. Über einen Standort und einen fertigen Bauplan kamen die Planungen jedoch nicht hinaus. In einem zweiten Anlauf konnte am 14. September 1903 mit dem Bau einer Kapelle begonnen werden. Am 3. Juli 1904 wurde die Kapelle von Pater Meinrad Plank und Pfarrprovisor Jakob Meier eingeweiht, zunächst mit einem provisorischen Altar. Am 4. September 1904 wurde der provisorische Altar durch einen Altar im neugotischen Stil ersetzt, gefertigt von Schreinermeister Franz Ringer aus Vilseck. 1928 wurde die Kapelle ein erstes Mal zu einer Kirche erweitert, unter anderem bekam sie einen Turm. In den Jahren 1958 und 1959 wurde die Kirche um ein weiteres Querschiff erweitert. Der Altar aus dem Jahre 1904 wurde durch einen neuen ersetzt. Dabei erhielt die Kirche ihre heutige Form. 1986 wurde die Kirche innen und außen renoviert. Sie ist eine von drei Kirchen in Bayern, die nicht der Kirche, sondern der Gemeinde gehören.<ref name="chronik2" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kuriose Kirche an der Vilsquelle (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberpfalznetz.de auf oberpfalznetz.de</ref><ref>Mit Moos verzierte Latten als Altar auf oberpfalznetz.de</ref><ref>Zeichen von Liebe und Vertrauen auf oberpfalznetz.de</ref>

Vereine

Freiwillige Feuerwehr Seugast

Die Freiwillige Feuerwehr Seugast wurde am 3. Juni 1894 gegründet<ref name="chronik1" /> und am 9. August 1908 die erste Fahne geweiht, die durch Spenden von Vereinsmitgliedern finanziert worden war. Am 8. März 1925 wurde in der Generalversammlung beschlossen, eine Sterbekasse zu gründen, um die Hinterbliebenen verstorbener Feuerwehrkameraden finanziell zu unterstützen. Am 10. November 1963 wurde das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. Am 23. August 1969 bekam die Feuerwehr ihr erstes Fahrzeug.<ref>Chronik der Wehr 1894 bis 1980. In: www.feuerwehr-seugast.de. Freiwillige Feuerwehr Seugast, abgerufen am 31. Oktober 2014.</ref>

Schützenverein Gut Ziel Seugast

Bereits vor der Gründung des Schützenvereins gab es in Seugast Schießsportaktivitäten. Damals wurde quer durch ein Schlafzimmer eines Privatmanns geschossen. Der Verein wurde im Mai 1912 vom damaligen Hauptlehrer Plank gegründet. Während der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg war jede Vereinstätigkeit untersagt. Leben in den Verein kam erst wieder 1951. Im Jahr 1970 wurde ein neues Schützenheim gebaut.<ref name="chronik2" /><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.oberpfalznetz.deDurchs Schlafzimmer geschossen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf oberpfalznetz.de</ref>

DJK Seugast

Die DJK Seugast wurde im Jahr 1950 als SV Seugast gegründet und im Jahre 1959 umbenannt. Über Jahre spielte die DJK Seugast Fußball. 1994 gelang der Aufstieg in die Fußball-Bezirksoberliga.<ref name="chronik2" />

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

In Seugast gibt es umfangreiche Lagerstätten von Sandstein, der als Baumaterial verwendet wurde. Der erste Nachweis eines Sandsteinbruchs geht auf das Jahr 1605 zurück. Bis 1953 wurde in bis zu zehn Sandsteinbrüchen Sandstein abgebaut. Seugaster Sandstein wurde in ganz Deutschland verbaut, beispielsweise im Nürnberger Justizpalast, in dem die Nürnberger Prozesse stattfanden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aufregende Reise in die Kreidezeit (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberpfalznetz.de auf oberpfalznetz.de</ref>

Bildung

Im Jahr 1872 erhielt Seugast eine eigene Schule. Bis dahin besuchten die Kinder die Schule in Großschönbrunn.<ref name="chronik1" /> Im Jahr 1937 wurde das Schulhaus an Josef Lehner aus Pappenberg verkauft. Ein Neubau war geplant, jedoch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhindert. Bis zum Bau des neuen Schulhauses im Jahre 1952 musste für zwei Klassen der alte Schulraum angemietet werden. Der Schulbetrieb in Seugast wurde im Jahr 1986 eingestellt. Seitdem werden die Kinder in der Grund- und Hauptschule in Freihung unterrichtet.<ref name="chronik2" />

Verkehr

Seugast liegt an der Bundesstraße 299 zwischen Großschönbrunn und Freihung.

An den öffentlichen Nahverkehr ist Seugast mit der Linie 49 der RBO über Gebenbach nach Amberg (VGN-Linie 449) angebunden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verkehrsgemeinschaft Amberg-Sulzbach (Linie 449 – VGN) auf znas.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Juni 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.znas.de (PDF; 16 kB)</ref>

Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Freihung in 3 bzw. in Amberg in 19 km Entfernung.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Seugast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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