Japanische Hasel
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| Japanische Hasel | ||||||||||||
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| Datei:Corylus mandshurica 141-8623.jpg
Illustration zur Mandschurischen Hasel (Varietät Corylus sieboldiana var. mandshurica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Corylus sieboldiana | ||||||||||||
| Blume |
Die Japanische Hasel<ref name=deutsch/> oder Japanische Haselnuss<ref name=deutsch2/> (Corylus sieboldiana; japanisch: tsuno-hashibami) ist ein Strauch aus der Familie der Birkengewächse. Das Verbreitungsgebiet liegt in Japan, Korea, der Mandschurei und im Amur-Gebiet.
Beschreibung
Die Japanische Hasel ist ein 5 Meter hoher Strauch mit behaarten Trieben. Die Blätter haben einen 1,5 bis 2,5 Zentimeter langen Stiel. Die Blattspreite ist 5 bis 10 Zentimeter lang, verkehrt eiförmig bis länglich elliptisch, lang zugespitzt mit meist abgerundeter Basis und doppelt gesägtem Blattrand. Die Nerven sind behaart. Junge Blätter haben häufig mittig einen roten Fleck. Die männlichen Kätzchen stehen einzeln oder in Gruppen von zwei bis sechs, die männlichen Blüten haben rote Staubblätter. Die Nüsse wachsen in Gruppen von zwei oder drei. Sie sind konisch, etwa 1,5 Zentimeter lang und von einer zu einer engen Röhre zusammengewachsenen, oben mit kurzen, ganzrandigen Zähnen versehenen, borstigen Hülle bedeckt.<ref name=FdG/>
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="IPCN" />
Verbreitung und Standort
Das Verbreitungsgebiet liegt in der gemäßigten Zone Asiens, im südlichen Sibirien und im Amur-Gebiet in Russland, in der Mongolei, in zahlreichen Provinzen Chinas, auf der Koreanischen Halbinsel und auf den japanischen Inseln Hokkaidō und Honshū.<ref name=GRIN/> Sie wächst in artenarmen und kühlfeuchten Wäldern auf trockenen bis frischen, sauren bis schwach alkalischen, sandig-humosen Böden an sonnigen Standorten. Die Art ist wärmeliebend und meist frosthart.<ref name=FdG/>
Systematik
Die Japanische Hasel (Corylus sieboldiana) ist eine Art aus der Gattung der Haseln (Corylus) in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Sie wird der Sektion Corylus, Untersektion Siphonochlamys zugeordnet. Sie wurde 1851 von Carl Ludwig Blume erstbeschrieben.<ref name=GRIN/>
Es werden mehrere Varietäten unterschieden, wobei nur zwei anerkannt sind:
- Corylus sieboldiana var. sieboldiana, die nur in Japan auftritt.
- Die Mandschurische Hasel (Corylus sieboldiana var. mandshurica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Maxim.) C.K.Schneid.) mit rundlichen bis verkehrt eiförmigen Blättern, herzförmiger Basis und teilweise gelappten Blattrand. Der Blattstiel wird etwa 2,5 Zentimeter lang, die Fruchthülle erreicht eine Länge von 5 Zentimeter und ist braun behaart. Das Verbreitungsgebiet der Varietät liegt in Japan, Korea, der Mandschurei und im fernöstlichen asiatischen Russland.<ref name=FdG/> Die Varietät wird als Corylus mandshurica <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim. auch als eigene Art angesehen.<ref name=FoC/>
- Die früher noch unterschiedene Varietät Corylus sieboldiana var. brevirostris <templatestyles src="Person/styles.css" />C.K. Schneid.<ref name=GRIN_brev/> wird heute als Synonym der Varietät Corylus sieboldiana var. sieboldiana angesehen.<ref name=PlantList/>
Verwendung
Die Japanische Hasel wird nur sehr selten forstwirtschaftlich genutzt. Sie wird wegen ihrer Früchte als Zierpflanze verwendet und dient auch als Bienenweide.<ref name=FdG/>
Nachweise
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 223.
- Steve Cafferty: Kosmos-Atlas Bäume der Welt. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10983-0, S. 138.
Einzelnachweise
<references> <ref name=deutsch>Deutscher Name nach Steve Cafferty: Kosmos-Atlas Bäume der Welt</ref> <ref name=deutsch2>Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze</ref> <ref name=FdG>Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 223</ref> <ref name=GRIN>Corylus sieboldiana. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 29. Januar 2012 (englisch).</ref> <ref name=GRIN_brev>Corylus sieboldiana var. brevirostris. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 29. Januar 2012 (englisch).</ref> <ref name=PlantList>Corylus sieboldiana. In: The Plant List. Royal Botanic Gardens, Kew and Missouri Botanical Garden, abgerufen am 29. Januar 2012 (englisch).</ref> <ref name=FoC>Liguo Fu, Nan Li, Thomas S. Elias, Robert R. Mill: Corylus mandshurica. In:</ref> <ref name="IPCN">Corylus sieboldiana bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>