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Hans Berckemeyer

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Datei:Hans Berckemeyer.jpg
Hans Berckemeyer (1893/94)
Datei:Familienwappen Berckemeyer, Hamburg.jpg
Wappen Berckemeyer

Hans Berckemeyer (* 29. Dezember 1873 in Zbirow; † 19. Juli 1957 in Berlin-Lankwitz) war ein deutscher Industriejurist im Bergbau.<ref name="AHN">Archiv Corps Hasso-Nassovia</ref>

Leben

Sein Vater Hermann Berckemeyer (1835–1903) stammte aus Tecklenburg und war Generaldirektor der Schwerter Eisenindustrie sowie Mitglied der Dortmunder IHK.<ref>Manfred Stöppel, Brigitte Jahnke: Aldrup-Antrup. Eine Bauerschaft in Lengerich. Tecklenburg 2021, ISBN 978-3-925147-40-1. Amalie Berckemeyer-Billmann (Hrsg.): Geschichte der Familie Berckemeyer, 1385–1929. Band II: Stammtafeln. Osnabrück 1929.</ref> Berckemeyer studierte Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg, der Georg-August-Universität Göttingen, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Universität Leipzig. Er wurde Mitglied des Corps Hasso-Nassovia (1894), des Corps Hildeso-Guestphalia Göttingen (1894) und des Corps Rhenania Bonn (1896).<ref>Kösener Corpslisten 1960, 99/609; 44/213; 12/615</ref> Hasso-Nassovia und Rhenania Bonn verliehen ihm später die Ehrenmitgliedschaft.

Nachdem er 1899 das Referendarexamen bestanden und 1900 zum Dr. iur. promoviert worden war, wurde er 1904 nach dem Zweiten Examen Gerichtsassessor. Seit 1903 bei der Gelsenkirchener Bergwerks-AG beschäftigt, wurde er 1904 Justitiar und 1905 Direktor der Hibernia AG.<ref name="AHN"/> Von 1913 bis 1929 und von 1934 bis 1937 war er Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Oberschlesischen Kokswerke und Chemischen Fabriken AG in Berlin. Über Jahrzehnte spielte er bei den Kokswerken und ihren Tochtergesellschaften eine Schlüsselrolle. Das Oberschlesische Industriegebiet wollte er zu einer Konkurrenz des Rheinisch-Westfälischen Reviers als Zentrum der westdeutschen Kohle- und Chemieindustrie ausbauen.<ref name="CK">Christopher Kobrak, 2002</ref>

1903 heiratete Berckemeyer Agnes Bröckelmann aus Neheim.<ref>Bibliophile Profile. (google.de [abgerufen am 16. Oktober 2020]).</ref> Sie hatten drei Söhne, darunter Hermann († 1971), Lederfabrikant in Mülheim an der Ruhr, dem seit 1938 das Schloss Wilhelmsburg (Barchfeld) gehörte.<ref name="AHN" /><ref>Rudolph Adolph, Rheinische Sammler, Bibliophile Profile, Band 4, 1961, S. 25. </ref> Sein Sohn Hans (* 1905) heiratete Marie Luise Snethlage, Nachfahrin des aus Tecklenburg stammenden, einstigen Hammer Gymnasialdirektors Bernhard Moritz Snethlage<ref>A. Snethlage: Snethlage, de Duitse tak. Abgerufen am 11. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Enkelin von Johannes Sarnow.

Von 1911/12 saß Berckemeyer im Provinziallandtag von Westfalen.<ref>Josef Häming: Die Abgeordneten des Westfalenparlaments 1826–1978, 1978, S. 179</ref> Vor der Reichstagswahl 1920 wollte die Deutsche Volkspartei Wähler der Deutschen Demokratischen Partei für sich gewinnen. Da das viele Juden betraf, verlangte Berckemeyer, Reichstagskandidat der DVP, in einem Brief an Gustav Stresemann eine eindeutige Distanzierung vom Antisemitismus. Sie würde „Tausende von Wählern und vor allem große Geldmittel“ bedeuten.<ref name="CK"/>

Ab 1922 saß er im Aufsichtsrat der Schering-Kahlbaum AG; von 1937 bis 1945 war er Aufsichtsratsvorsitzender der neuen Schering AG.<ref name="CK"/> Bei der Zeche Concordia war er Generaldirektor und Vorsitzer.<ref>Zeche Concordia (Albert Gieseler)</ref>

1932 heiratete er Ellen Steck.<ref>Fotografie von 1933: Hans Berckemeyer (Nr. 21, rechts der Mitte, stehend).</ref> Als Witwer ging er 1950 die dritte Ehe mit Ilse Keller ein.<ref name="AHN"/>

Seine letzte Ruhe fand er auf dem Parkfriedhof Lichterfelde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dr. Hans Berckemeyer. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlin.friedparks.de Friedparks.de, abgerufen am 3. Dezember 2012.</ref> Er war verwandt mit dem Lauenburger Gutsbesitzer Ernst Philipp Berckemeyer und ist ein Vorfahr von Felipe de Osma Berckemeyer, dem Vater des peruanisch-britischen Models Alessandra de Osma, die 2017 Christian Prinz von Hannover aus der Familie der Welfen geheiratet hat und eine bekannte Prominente ist.

Aufsichtsräte

Nach Unterlagen im Archiv des Corps Hasso-Nassovia

Vorsitzender

Datei:Grabstätte Hans Berckemeyer.jpg
Grabstätte auf dem Parkfriedhof Lichterfelde

Stellvertretender Vorsitzender

Mitglied

Ehrenämter

Nach dem Archiv des Corps Hasso-Nassovia

Ehrungen

Literatur

  • Christopher Kobrak: National Cultures and International Competition. The Experience of Schering AG, 1851–1950. Cambridge University Press 2002, Online-Version
  • Irmtrud Wojak, Peter Hayes: „Arisierung“ im Nationalsozialismus: Volksgemeinschaft, Raub und Gedächtnis. 2000, Online-Version.
  • Nachruf. Corpszeitung der Hasso-Nassovia 55, S. 55
  • Nachruf. Corpszeitung der Hasso-Nassovia 56, S. 43

Weblinks

Commons: Hans Berckemeyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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