Burmesischer Hase
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| Burmesischer Hase | ||||||||||||
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| Datei:Siamese Hare, Lepus peguensis, in Kui Buri national park.jpg
Burmesischer Hase (Lepus peguensis), Jungtier | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lepus peguensis | ||||||||||||
| Blyth, 1855 |
Der Burmesische Hase (Lepus peguensis) ist eine Säugetierart aus der Gattung der Echten Hasen innerhalb der Hasentiere. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Myanmar über weite Gebiete der südostasiatischen Halbinsel bis zu dessen östlichster Küste in Vietnam.
Merkmale
Die Körpergröße des Burmesischen Hasen beträgt zwischen 36 und 50 Zentimeter bei einem Gewicht von 2 bis 2,5 Kilogramm; er gehört damit zu den kleineren Hasenarten.<ref name="Chapman & Flux" /> Der Rücken ist rotgrau mit schwarzer Einstreuung, der Hinterleib ist grauer und der Schwanz auf der Oberseite schwarz. Die Bauchseite ist weiß, die relativ großen Ohren haben eine schwarze Spitze. Die Füße sind bei den Tieren in Myanmar weiß, bei denen in Thailand eher rötlich gelb.<ref name="Chapman & Flux" />
Verbreitung
Der Burmesische Hase ist in einem großen Gebiet in Südostasien verbreitet. Es erstreckt sich vom zentralen und südlichen Myanmar vom Flussbett des Chindwin und des Saluen über Thailand, Kambodscha und das südliche Laos bis ins südliche Vietnam. Weitere Vorkommen liegen wahrscheinlich im nördlichen Laos, sind jedoch nicht zweifelsfrei nachgewiesen.<ref name="IUCN" />
Der Hase bevorzugt vor allem offene Wälder und strauchige Flächen im Flachland mit hohem Gras und Gebüschen, häufig entlang von saisonal überschwemmten Flüssen. Er kommt zudem in extensiv genutzten regen- und hochwasserbewässerten Reisfeldern vor, meidet jedoch intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen.<ref name="IUCN" /> Nach Chapman & Flux 1990 lebt er vor allem in trockenen, ebenfalls bewaldeten Flächen und regional auf sandigen Flächen entlang der Küste.<ref name="Chapman & Flux" />
Die Höhenverbreitung wird gemeinhin mit maximal 1.200 Metern angegeben, aufgrund des Fehlens in typischen Habitaten in größerer Höhe wie etwa dem Nakai-Plateau in Laos oder dem Thung Yai Naresuan in Thailand wird diese Angabe als zu hoch eingeschätzt.<ref name="IUCN" />
Lebensweise
Der Burmesische Hase ist dämmerungs- und nachtaktiv. Er frisst vor allem nachts und ernährt sich vor allem von Gräsern, Rinden und Zweigen.<ref name="IUCN" />
Über die Fortpflanzung liegen nur wenige Daten vor. Der Hase wirft wahrscheinlich mehrmals im Jahr mit einem bis sieben, durchschnittlich drei bis vier, Jungtieren pro Wurf. Die Tragzeit beträgt 35 bis 40 Tage. Als Lebensdauer der Hasen werden etwa sechs Jahre geschätzt.<ref name="IUCN" />
Systematik
Der Burmesische Hase wird als eigenständige Art den Echten Hasen (Gattung Lepus) zugeordnet. Ursprünglich wurde auch der auf Hainan endemische und heute als eigenständige Art betrachtete Hainan-Hase (Lepus hainanus) als Unterart des Burmesischen Hasen betrachtet.<ref name="IUCN" /> Eine enge Verwandtschaft besteht mit dem Schwarznackenhasen (L. nigicollis), die unter anderem durch die Untersuchung von Zahnmerkmalen bestätigt wurde.<ref name="Suchentrunk 2004" /> Dabei konnte nachgewiesen werden, dass diese beiden Arten sehr nahe verwandt sind, beide jedoch jeweils einschließlich der betrachteten Unterarten eigenständige Arten darstellen. Ein größerer Abstand besteht zu dem Tibetanischen Wollhasen (L. oiostolus) sowie dem Chinesischen Hasen (L. sinensis), deren Verbreitungsgebiete nördlich an denen des Schwarznackenhasen und des Burmesischen Hasen anschließen.<ref name="Suchentrunk 2004" />
Heute werden zwei Unterarten unterschieden, die Nominatform Lepus peguensis peguensis und L. p. vassali,<ref name="IUCN" /> Chapman & Flux 1990 beschreiben zudem die Unterart L. p. siamensis.<ref name="Chapman & Flux" />
Eine nähere Verwandtschaft besteht mit dem Schwarznackenhasen (L. nigricollis) und Chapman & Flux 1990 werfen die Option auf, dass der Burmesische Hase nur eine Unterart desselben ist.<ref name="Chapman & Flux" />
Gefährdung und Schutz
Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund der Bestandsgröße und des großen Verbreitungsgebiets als nicht gefährdet (least concern) eingestuft. Vor allem aufgrund der Umwandlung von Waldgebieten in strauchige Habitate wird eine Zunahme des Bestandes im Verbreitungsgebiet angenommen, obwohl sie stark bejagt wird.<ref name="IUCN" />
Gefährdungspotenzial für die Art hat eine regionale Intensivierung der Landwirtschaft sowie regelmäßige Brände in Laos und Vietnam in der Trockensaison.<ref name="IUCN" />
Belege
<references> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: J.W. Duckworth, R. Steinmetz, A. Pattanavibool, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Chapman & Flux">Joseph A. Chapman, John E.C. Flux (Hrsg.): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. ( vom 14. Januar 2009 im Internet Archive) (PDF; 11,3 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990. ISBN 2-8317-0019-1.</ref> <ref name="Suchentrunk 2004">F. Suchentrunk: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Phylogenetic relationships between Indian and Burmese hares (Lepus nigricollis and L. peguensis) inferred from epigenetic dental characters. ( vom 26. November 2015 im Internet Archive) Mammalian Biology 69, 2004; S. 28–45.</ref> </references>
Literatur
- Joseph A. Chapman, John E.C. Flux (Hrsg.): Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. (PDF; 11,3 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990. ISBN 2-8317-0019-1.
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: J.W. Duckworth, R. Steinmetz, A. Pattanavibool, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.