Japanischer Hase
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Japanischer Hase | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Lepus brachyurus.JPG
Japanischer Hase (Lepus brachyurus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lepus brachyurus | ||||||||||||
| Temminck, 1845 |
Der Japanische Hase (Lepus brachyurus, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Säugetierart aus der Gattung der Echten Hasen innerhalb der Hasenartigen. Er ist auf den japanischen Inseln endemisch.
Merkmale
Der Japanische Hase ist eine relativ kleine Hasenart mit einem Körpergewicht von 2,1 bis 2,6 Kilogramm und einer Körperlänge von 45 bis 54 Zentimetern.<ref name=":0"></ref> In seiner Gestalt ähnelt er vor allem dem Schneehasen (L. timidus).
Die Körperfärbung ist sehr variabel und reicht von Rotbraun bis zu einem dunklen Braungrau mit variablen Anteilen von Weiß auf dem Kopf und an den Beinen. Tiere in Gebieten mit Schneefall im Winter wie in Teilen Honshu's (am Japanischen Meer) und auf der Insel Sado besitzen einen Saisondimorphismus und wechseln im Winter zu einem weißen Fell, wobei die Ohrenspitzen schwarz bleiben.<ref name=":0" /><ref name="Chapman & Flux" /> Der Wechsel von braunem zu weißem Fell findet zwischen Mitte September und Ende November statt, während die Tiere von Ende Januar bis Mai wieder ins braune Sommerfell wechseln.<ref name=":0" />
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet des Japanischen Hasen ist auf die japanischen Inseln Honshū, Shikoku, Kyushu, Sado, die Oki-Inseln, Awaji-shima, Shōdoshima, die Gotō-Inseln und die Amakusa-Inseln beschränkt.<ref name="IUCN" /> Auf Hokkaidō kommt die Art nicht vor.<ref name="Chapman & Flux" />
Als Lebensräume besiedelt der Japanische Hase verschiedene Habitate von Grasland bis zu offenen Waldgebieten und kommt sowohl im Flachland wie in subalpinen Regionen bis in Höhen von 2.700 Metern vor.<ref name="Chapman & Flux" /><ref name="IUCN" />
Lebensweise
Der Japanische Hase ist nachtaktiv und ruht den gesamten Tag. Er ernährt sich im Sommer vor allem von Gräsern, die 48 % der Nahrung ausmachen, Kräutern sowie Feldfrüchten. Im Winter frisst er zudem Blätter und Rinden von jungen Bäumen, vor allem der Sicheltanne (Cryptomeria japonica), des Japanischen Ahorn (Acer japonicum), Paulownien, Acanthopanax, Aralia und verschiedener Leguminosen.<ref name="Chapman & Flux" /> Dabei nehmen sie täglich 200 bis 500 Gramm pflanzliches Material zu sich, was 10 bis 20 % ihres Körpergewichts entspricht.<ref name=":0" />
Im Norden ihres Verbreitungsgebiets reicht die Paarungszeit von Februar bis Juli und die Weibchen bringen von April bis August drei- bis fünfmal im Jahr Jungtiere zur Welt. Dabei besteht ein Wurf aus einem bis vier Jungtieren mit einem Geburtsgewicht von 77 bis 165 Gramm.<ref name=":0" /><ref name="Chapman & Flux" /> Im Süden Japans hingegen kommt es ganzjährig zur Paarung und die Wurfgröße beträgt ein bis drei Jungtiere mit je 125 bis 150 Gramm Geburtsgewicht.<ref name=":0" /> Weibchen im Norden sind 42 bis 43 Tage trächtig, während die Trächtigkeit im Süden 45 bis 48 Tage beträgt.<ref name=":0" /> Die Weibchen erreichen ihre Geschlechtsreife im Altern von 8 bis 10 Monaten.<ref name=":0" /><ref name="Chapman & Flux" />
Die Jungtiere werden in einer flachen Mulde geboren (mit einer typischen Tiefe von nur 5 Zentimetern) und können bereits eine Stunde nach der Geburt laufen. Sie werden nur einmal am Tag um Mitternacht gesäugt und nehmen bereits ab dem achten Tag pflanzliche Nahrung zu sich. Im Altern von vier Wochen werden sie entwöhnt.<ref name=":0" />
Japanischen Hasen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von knapp über einem Jahr und können bis zu vier Jahre alt werden.<ref name=":0" />
Natürliche Feinde sind Japanischer Rotfuchs, Japanischer Marder und Japan-Wiesel sowie verschiedene Greifvögel (u. a. Habicht, Steinadler, Berghaubenadler).<ref name=":0" />
Systematik
Der Japanische Hase wird als eigenständige Art den Echten Hasen (Gattung Lepus) zugeordnet. Je nach Quelle sind bis zu vier Unterarten beschrieben:<ref name="Chapman & Flux" />
- Lepus brachyurus brachyurus im Südosten der Insel Honshū sowie auf Kyushu, Shikoku und weiteren Inseln
- Lepus brachyurus angustidens im Nordwesten der Insel Hoshu
- Lepus brachyurus lyoni auf Sado
- Lepus brachyurus okiensis auf den Oki-Inseln
Gefährdung und Schutz
Der Japanische Hase ist in seinem gesamten Verbreitungsgebiet häufig, in den letzten Jahren nahm die Siedlungsdichte jedoch ab. Die Gesamtgröße des Bestandes ist unbekannt, verglichen mit der Dichte in den 1970er und 1980er Jahren ist diese jedoch zurückgegangen. Dabei wurde festgestellt, dass sie vor allem in jungen Waldbeständen mit Kräuterbewuchs größer ist als in älteren Waldbeständen. Vor allem auf Sado gehen die Bestände aufgrund der Jagd und des dort eingeführten Japanischen Marders (Martes melampus) zurück.<ref name="IUCN" />
Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund der Bestandsgröße als nicht gefährdet (least concern) eingestuft.<ref name="IUCN" />
Belege
<references> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: F. Yamada, A. T. Smith, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Chapman & Flux">Joseph A. Chapman, John E. C. Flux (Hrsg.): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Januar 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF-Datei; 10,74 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990; S. 69-. ISBN 2-8317-0019-1.</ref> </references>
Literatur
- Joseph A. Chapman, John E. C. Flux (Hrsg.): Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. (PDF-Datei; 10,74 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990; S. 69–70. ISBN 2-8317-0019-1.
Siehe auch
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: F. Yamada, A. T. Smith, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.