Zum Inhalt springen

Kleinballhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. November 2025 um 12:15 Uhr durch imported>Eriosw (Geschichte: archivlink gemeindeverzeichnis.de).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Kleinballhausen
Gemeinde Ballhausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Kleinballhausen 51° 9′ N, 10° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 9′ 16″ N, 10° 52′ 35″ O
 {{#coordinates:51,15439|10,876272|primary
dim=10000 globe= name=Kleinballhausen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 162 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Postleitzahl: 99955
Vorwahl: 036041
Lage von Kleinballhausen in Thüringen

Kleinballhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Ballhausen im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Geografie

Kleinballhausen liegt am Nordrand der Unstrutniederung in der Mitte der Thüringer Beckens östlich von Bad Tennstedt. Sowohl Kleinballhausen als auch Großballhausen liegen als Nachbarortsteile dicht nebeneinander an der Landesstraße 3176, die auf eine alte wichtige Handelsstraße zurückgeht, die durch das Tal des Flusses Gera von Arnstadt nach hier und weiter über die Hainleite führte.

Geschichte

Das Rittergut Klein Ballhausen wurde erstmals urkundlich am 7. Juli 1128 erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 143.</ref> In der Nähe des Herrenhauses (Schloss Kleinballhausen) befand sich eine Burg gleichen Namens. 1258 wurde noch ein Eckhard von Klein Ballhausen als Besitzer genannt. Sowohl die Burg von Klein Ballhausen als auch die von Groß Ballhausen wurden 1297 an das Erzbistum Mainz verpfändet. Ende des 19. Jahrhunderts waren noch Reste der Burg vorhanden, heute sind nur noch die Gräben sichtbar.<ref>Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 143.</ref>

Klein Ballhausen gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Weißensee. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam es zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Weißensee im Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem es bis 1944 gehörte.<ref>Der Landkreis Weißensee im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2023; abgerufen am 5. November 2025.</ref> Das Gut mitsamt Herrenhaus, zuletzt im Eigentum der aus Erfurt stammenden und spät nobilitierten Familie Lucius von Ballhausen, wurde nach 1945 im Zuge der Bodenreform enteignet und der Landbesitz auf Umsiedler und landarme Bauern aufgeteilt.

Am 1. Juli 1950 wurde Klein Ballhausen mit dem benachbarten Groß Ballhausen zur neuen Gemeinde Ballhausen vereinigt, die Schreibweise beider Ortsteile wurde in Kleinballhausen und Großballhausen geändert.

Fideikommiss

Das Gut hatte mindestens bis 1919 die Rechtsform eines Familienfideikommisses. Nach dem Tod von Otto Lucius Freiherr von Ballhausen 1932 erbte es in Form eines Majorats dessen ältester Sohn Johann Albrecht Lucius Freiherr von Ballhausen. Der Besitz Kleinballhausen war dann ein konventionelles Allod-Gut. Johann Albrecht lebte dann später mit seiner Frau in Frankfurt am Main. Das Ehepaar hatte keine Kinder. Als Erbe galt der Diplomat Reinhart von Lucius.

Verkehr

Der Haltepunkt Kleinballhausen lag an der 1999 stillgelegten Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein