Vrana Konti
Vrana Konti ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Brana Conte, conte d’Urana; * um 1389<ref group="Anm.">Vrana war im Jahr 1449 im Alter von 60.</ref><ref></ref>; † 1458) galt als einer der engsten Mitarbeiter, Berater und einer der besten Kommandanten von Georg Kastriota, genannt Skanderbeg. Er erhielt vom spanischen König von Neapel, Alfons I., den Titel „Conte“, was laut Fan Stilian Noli nichts anderes war als eine italienische Übersetzung des Höflichkeitstitels eines Stammesanführers, den er mit jedem Gebirgler von Rang teilte.<ref name="EN140">Fan Stilian Noli, S. 140</ref> Ab 1444 bis zu seinem Tod diente Vrana Skanderbeg treu und war an dessen Seite an den wichtigsten Schlachten gegen die Osmanen beteiligt.<ref>Fan Stilian Noli, S. 155</ref> Am 29. Januar 1445 war Vrana als Gast an der Hochzeit von Skanderbegs jüngster Schwester Mamica (auch Mamitza, Mamizza) mit Karl Muzaka Thopia beteiligt.<ref>Fan Noli, S. 124</ref> Vrana, der an mehreren Feldzügen in der Armee des aragonesischen Königs von Neapel, Alfons I., teilgenommen hatte, führte wohl Skanderbeg in Neapel ein.<ref name="EN140" />
Leben
Herkunft
Vranas wahre Identität steht nicht fest und es gibt keine zuverlässigen Informationen über seinen Nachnamen. Nach dem Serben Stefan Zanović gehörte „Vranakonta“ zum Familienclan Ćudu, der wiederum mit den Zanovići verwandt war.<ref></ref> Einige Quellen nennen ihn „Simon Altisfieri“ (italienisiert: Altafoglia)<ref></ref>, einen Verwandten von Skanderbeg.<ref>Margherita Sarrocchi: Scanderbeide: The Heroic Deeds of George Scanderbeg, King of Epirus. University Press, Chicago 2006, S. 65 (Online-Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Bei Fan Stilian Noli wird er „Vrana Altisferi“ genannt.<ref name="EN140" /> Der albanische Historiker Marin Barleti erwähnt „Vranacontem […] / auß Epirus / vom fürnemen geschlecht / ein angenemen Mann / durch verdienst der Eltern und seiner eygen mannheit […]“<ref>Marinus Barletius, Johann Pinicianus: Scanderbeg: Warhaffte eigentliche und kurtze Beschreibung, aller namhafften Ritterlichen Schlachten und Thaten. Franckfurt am Meyn 1577, S. 52 (Online-Version in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Vrana war der Stammvater der Grafen von Copertino und Galatone, der Herzöge von Ferrandina und der Markgrafen von Atripalda.<ref>Johann Georg von Hahn: Reise durch die Gebiete des Drin un Wardar. In: Denkschriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Zweite Abtheilung. Band 16. Kaiserlich königlichen Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1869, S. 121 (Online-Version in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Militärgeschichte
Vorgeschichte
Georg Kastriota, der Sohn des albanischen Fürsten Gjon Kastrioti I., wurde als Kind als Geisel entgegen dem Versprechen des Sultans Murad II. am osmanischen Hof in Adrianopel beschnitten, zum Islam und zu einem fähigen Krieger (Janitscharen) erzogen.<ref>Jean-Jacques Boissard, Theodor de Bry: Leben vnd Contrafeiten der Türckischen vn[d] Persischen Sultanen. Franckfurt 1596, S. 74 (Online-Version in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Georg, der die osmanischen militärischen Techniken kennenlernte<ref></ref>, tat sich in einer Reihen von Schlachten in Anatolien hervor, so dass der Sultan ihn mit der Durchführung einer kleinen, aber schweren Kampagne betraute, in der er sich besonders auszeichnete und dafür den militärischen Ehrentitel „Bey“ erhielt, der übersetzt so viel wie „der Große“, „Magno“ bedeutet und der einem „Feldwebel“ entspricht.
Als Georgs Vater Gjon am 2. Mai 1437 starb,<ref group="Anm.">Nach anderen Quellen im Jahr 1442.</ref> wies Murad II. per Edikt das Fürstentum dem abtrünnigen Albaner Hasàn Bey Versdesa zu. Mit diesem Akt brach der Sultan den mit Gjon einstmals abgeschlossenen Pakt, dass einer seiner Söhne nach seinem Tod seine Erbe antreten sollte.<ref></ref> Nach dem Tod von Georgs älteren Brüder Reposh und Konstandin<ref group="Anm.">Sie sollen gemäß Barleti an Lebensmittelvergiftung gestorben sein. Siehe</ref> im Jahr 1438 wurde er für seine Verdienste vom Sultan als Bey und Wali (Provinzgouverneur) von Misia, Skuria und Jonima (Hauptort Kruja) ins heimatliche Albanien gesandt.<ref>Peter Giefer: Kosovo: unterwegs im Herzen des Balkans. Trescher Verlag, 2010, ISBN 978-3-89794-141-0, Skanderbeg oder Gjergi Kastrioti, S. 27.</ref>
Als im November 1443 die Ungarn in der Schlacht von Niš über die Osmanen siegten, entschloss Skanderbeg, die osmanische Armee, für die er bis zu jenem Zeitpunkt gekämpft hatte, mit den edelsten ihm unterstellten 300 albanischen Rittern, einschließlich seinem Neffen Hamza Kastrioti (lat.: Ameses Castriota; Sohn seines Bruders Reposh), zu verlassen, sich für die Sache der albanischen Unabhängigkeit einzusetzen und steuerte auf Albanien zu. Dort angekommen, fälschte er das Edikt des Sultans und erhielt von Hasàn Bey Versdesa, Pascha im Amt, kampflos die Übergabe der Festung von Kruja und das väterliche Fürstentum.<ref>Jean-Jacques Boissard, S. 88 f.</ref>
Nachdem Hamza<ref group="Anm.">Hamza nahm den Namen seines Urgroßvaters Branilo an (prešavši u hrišćanstvo Hamza će uzeti ime Branilo, po svom čukundedi)... Dialogos, Volume 5, Edizioni 17-20. 1996, S. 123 (bosnisch).</ref> und sein Onkel Georg sich zum Katholizismus bekehrten wurde Letzterer am 28. September 1443<ref></ref> in der Kathedrale von Kruja zum Fürsten von Albanien gekrönt.
Skanderbeg übernahm das Kommando der Opposition gegen die Osmanen und suchte Verbündete, die es ihm ermöglichten, seine militärischen Ressourcen gegen die Eindringlinge zu konzentrieren. Er wandte sich an die Republik Venedig, die noch eine gewisse Kontrolle über die östliche Adria hatte, und an das 1442 von Alfons I. von Aragon eroberten Königreich Neapel.
Am 1. März 1444<ref>Irvin Faniko, S. 35</ref> versammelten sich albanische und montenegrinische Adelige auf Initiative des „Osmanenkämpfers“ Skanderbeg in der St.-Nikolaus-Kirche im damaligen zu Venedig gehörenden Alessio (Lezha). Es entstand eine militärpolitische anti-osmanische Allianz, die „Liga der Fürstentümer Albaniens“ (Lidhja e Principatave të Arbërisë). Zum Oberbefehlshaber der Liga wurde einstimmig Georg Kastriota gewählt. Zur Liga gehörten die Gebiete des Kosovo, Metohija, Novi Pazar, Dibër, Ohrid, Kanina und Arta. Unterdessen schickte Murad II., wütend über den Verrat seines Schützlings, ein 25.000 Mann starkes Heer unter der Leitung von Ali Pascha gegen Albanien.
Die Schlacht von Torvioll (29. Juni 1444)
Skanderbeg, der nur 15.000<ref name="EN60"></ref><ref group="Anm.">Andere Quellen nennen 16.000 Mann.</ref><ref name="EN46"></ref> Mann hatte, eilte dem anrückenden Feind nach Unter-Dibre entgegen, wo er in der Ebene von Torvioll (zwischen den heutigen Orten Librazhd und Pogradec)<ref></ref> eine Schlacht plante. Nach der Taktik der Stratioten sollte der Feind mit einem Scheinangriff an den vorgesehenen Ort gelockt werden, wo sich ein Teil der Soldaten versteckt halten sollte und, wenn der Nahkampf inbrünstig sein würde, sollten diese von allen Seiten angreifen.<ref name="EN60" /> Dementsprechend teilte er sein kleines Heer in drei Truppen auf, die dann ohne Kommunikationsverlust nacheinander in Aktion treten sollten. Die erste Abteilung mit 300 Reitern wurde von Mosè Thopia angeführt, dessen Vorhut in die Ober-Dibra geschickt wurde, den Weg, den die Osmanen benutzen würden. Er hatte die Anweisung, das Gebiet zu plündern, bei der ersten Begegnung zu scharmützeln, um sich dann zurückzuziehen und die Osmanen in das für die Schlacht gewählte Gebiet zu locken. Die zweite Einheit mit 5000 Reitern und 7000 Infanteristen unter dem Kommando von Skanderbeg und seinen Neffen Hamza (Sohn seines Bruders Reposh) und Angelus Musaki (Sohn seiner Schwester Angelina)<ref name="EN16">Risto Ivanovski: Georg Castriota - sog. Skanderbeg, der Makedonier. Bitola 2018, S. 16 (brigien.com [PDF]).</ref> sollten am Eingang der Lichtung warten. Die dritte Truppe, eine Reserveeinheit von Infanteristen, die von Marino Span und die Ritter vom Experten in Militärangelegenheiten Vrana angeführt wurden (insgesamt 2700 Soldaten), die versteckt im Hochland der Mokra (albanisch Mokër) am Ende die Schlacht entscheiden sollten.<ref>Francesco Tajani, S. 61</ref>
Vor dem Abmarsch richtete sich Skanderbeg in einer lebhaften Rede an seine Männer und ermahnte sie seinen Mut zu imitieren und ihm so zu vertrauen, wie es die Osmanen taten, als er ihr Kommandant war.<ref></ref> Nachdem er Anordnungen für ihre Bezahlung gegeben hatte und der Gottesdienst andächtig gefeiert worden war, begab er sich in die Unter-Dibre, wo er gegen Sonnenuntergang ungefähr 80 Meilen von Kruja entfernt, lagerte.<ref name="EN46" /> Die Osmanen wurden am 29. Juni 1444 in der Schlacht von Torvioll vernichtend geschlagen.<ref name="EN16" />
Erste Belagerung von Kruja (1450)
Sultan Murad II. bot ihm eine große Menge an Geld und einen hohen Posten bei der osmanischen Regierung an, aber er lehnte dies ab. In der albanischen Kultur wird er meist als ein intelligenter und weiser Mann angesehen, der Skanderbeg beriet.<ref>Fan Noli: George Castrioti Scanderbeg (1405–1468). International Universities Press, New York, 1947</ref>
Der Geschichtswissenschaftler Halil İnalcık nimmt an, dass der bei der Eroberung von Konstantinopel 1453 bedeutende osmanische Großwesir Zaganos Pascha der Sohn von Vrana Konti sein könnte.
Nachkommen
Literatur
- Carl Hermann Friedrich Johann Hopf: Chroniques gréco-romanes inédites ou peu connues. Weidmann, Berlin 1837 (archive.org).
- Oliver Jens Schmitt: Skanderbeg. Der neue Alexander auf dem Balkan. Friedrich Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2229-0.
Weblinks
- Il marchese Antonio Granai Castriota. Abgerufen am 26. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Un vescovo albanese napoletano. Giovanni (Granai) Castriota, Vescovo di Mazara dal 1485 al 1503. Abgerufen am 11. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
- Alfonso Granai Castriota. Abgerufen am 11. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Anmerkungen
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Einzelnachweise
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vrana Konti |
| ALTERNATIVNAMEN | Kont Uran Altisferi |
| KURZBESCHREIBUNG | Albaner, Freund, Berater und Kommandant Skanderbegs |
| GEBURTSDATUM | um 1389 |
| STERBEDATUM | 1458 |