Dettingen am Main
Dettingen am Main Gemeinde Karlstein am Main
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4328)&title=Dettingen+am+Main 50° 3′ N, 9° 2′ O
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| Höhe: | 110 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 6,25 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 4328 (31. Dez. 2010)<ref>[Anfrage Gemeinde Karlstein] (Stand:2010)</ref><ref>http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/235204&attr=OBJ&val=1531</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 692 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 63791 | |||||
| Vorwahl: | 06188 | |||||
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Dettingen am Main (amtlich Dettingen a. Main) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Karlstein am Main im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>
Geografie
Lage
Das Pfarrdorf Dettingen liegt am Main. Der topographisch höchste Punkt der Dorfgemarkung befindet sich ca. 800 m nordwestlich von Sternberg mit 334 m ü. NHN, der niedrigste liegt im Main auf 101,7 m ü. NHN.<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref>
Gemarkung
Die Gemarkung Dettingen a.Main hat eine Fläche von 6,253 km². Sie ist in 3771 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1658,09 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Dettingen a.Main (090342). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 2. April 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. April 2026.</ref>
Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Dettingen:<ref name="Gemarkung"/>
| Großwelzheim | Hörstein | |
| Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Rückersbach | |
| Klein-Welzheim und Mainflingen |
Kleinostheim |
Name
Etymologie
Der Name Dettingen verweist auf eine alemannische beziehungsweise vorfränkische Siedlung. Ihm liegt der Personenname Tetto zugrunde, der durch ein -ing-Suffix abgeleitet ist.<ref name="LfO"></ref><ref name="HJB">Unser Kahlgrund 1980. Heimatjahrbuch für den Landkreis Alzenau. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Heimatforschung und Heimatpflege des Landkreises Alzenau, Landrat des Kreises. ISSN 0933-1328.</ref> Der Zusatz am Main unterscheidet Dettingen von weiteren gleichnamigen Orten. Im Volksmund wird der Ort „Deddinge“ genannt.
Frühere Schreibweisen
Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:<ref name=LfO />
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Geschichte
Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung des Ortes findet sich in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Otto II.
Bekannt wurde der Ort zum einen durch die Schlacht bei Dettingen am 27. Juni 1743, in der die britisch-hannoverische Armee unter dem persönlichen Befehl König Georgs II. von Großbritannien einen Sieg über eine französische Armee errang.
Zum andern benannte Georg Friedrich Händel ein von ihm komponiertes Te Deum zu Ehren des britischen Sieges nach dem Dorf, bei dem die Schlacht stattfand.
Seit 1858 hat Dettingen einen Bahnhof an der zwei Jahre zuvor eröffneten Bahnstrecke Hanau–Aschaffenburg. Die Gemeinde Dettingen am Main gehörte zum Bezirksamt Alzenau, das am 1. Juli 1862 gebildet wurde. Dieses wurde am 1. Januar 1939 zum Landkreis Alzenau in Unterfranken. Mit dessen Auflösung kam Dettingen am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg.
Die beiden Kirchen des Ortes sind herausragende Baudenkmale. Die ehemalige Wallfahrtskirche St. Hippolyt erhielt ihr heutiges Aussehen im 15. Jahrhundert unter dem Mainzer Erzbischof Diether von Isenburg. Über Jahrhunderte war sie Ziel von Pilgern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Bei Ausgrabungen wurden Münzen aus Tirol, Luzern und Chur, aus Erfurt, Braunschweig und Batenburg in den Niederlanden gefunden.
Die heutige Pfarrkirche St. Peter und Paul entwarfen Dominikus Böhm und Martin Weber. Der Expressionist Reinhold Ewald stattete sie mit wandfüllenden Fresken zum Kreuzweg und Marienleben aus. Die 1923 erbaute Kirche gilt als erste moderne Kirche in Deutschland.<ref>Hugo Schnell: Der Kirchenbau des 20. Jahrhunderts in Deutschland. München/Zürich 1973, S. 35.</ref>
Neugliederung
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern erfolgte am 1. Juli 1975 der Zusammenschluss von Dettingen am Main mit dem benachbarten Großwelzheim zur Gemeinde Karlstein am Main.<ref> </ref>
Infrastruktur
- Staatliche Grundschule mit Mittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Schwimmbad und Turnhalle<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>.
- Kindertagesstätte „Klabauterschiff“<ref>http://www.klabauterschiff-karlstein.de/</ref>
- Kindertagesstätte „Regenbogenland“<ref>http://www.regenbogenland-karlstein.de/</ref>
- Katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus (Baudenkmal)
Kurioses
Als 1854 das Gleisnetz der Königl. Bayer. Ludwigs-West-Bahn an die Frankfurt-Hanauer Eisenbahn-Gesellschaft, später Hessische Ludwigsbahn angeschlossen wurde, entstand eine direkte Eisenbahnverbindung Würzburg–Frankfurt am Main durch Dettingen. Damals fanden viele Dettinger Anstellung bei der Bahn; stolz trugen sie ihre „Stehkragenuniform“. Das brachte ihnen von den Nachbarorten den Spitznamen (Ortsnecknamen) „Stehkrääsche“ ein<ref>Primasonntag 11. November 2012</ref>. Der heutige Bahnhof Dettingen (Main) liegt an der Bahnstrecke Frankfurt Süd–Aschaffenburg.
Literatur
Weblinks
- Rundgang durch die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Dettingen
- Rezension des Buches Vier Monarchien – vier Öffentlichkeiten. Kommunikation um die Schlacht bei Dettingen. (PDF-Datei; 60 kB)
- Vorlage:Bavarikon Ort
Einzelnachweise
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-11
- Geographie (Karlstein am Main)
- Ort am Main
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Aschaffenburg)
- Gemeindeauflösung 1975
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Aschaffenburg