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Aschenputtel (2011)

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Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 60 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Askania Media
Regie Uwe Janson
Drehbuch David Ungureit
Musik Michael Klaukien
Kamera Mark Stotz
Schnitt Melania Singer
Premiere 2011 auf Das Erste
Besetzung

Aschenputtel ist ein deutscher Märchenfilm von Uwe Janson aus dem Jahr 2011. Er beruht auf dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm und wurde vom WDR für die ARD-Reihe Sechs auf einen Streich produziert.

Handlung

Seit dem Tod ihrer Eltern wird Aschenputtel von ihrer Stiefmutter, zusammen mit deren Tochter Annabella, auf einem Hof aufgezogen. Aschenputtel muss wie die Mägde und Knechte, die dort leben, arbeiten. Zusätzlich wird Aschenputtel von Annabella und der bösen Stiefmutter schikaniert. Um Trost zu finden, sucht Aschenputtel regelmäßig das Grab ihrer Mutter auf, bei dem eine Taube wacht.

Eines Tages muss Aschenputtel fünf der hauseigenen Ferkel zum Wirtshaus ins Dorf bringen; für jedes soll sie einen Taler erhalten. Mit ihrem Esel Nepomuk, der den Karren zieht, macht sich Aschenputtel auf zum Wirtshaus. Im Wald kippt der Karren mit den Schweinen um, sodass diese entlaufen, während Aschenputtel selbst im Matsch landet. Ein junger Mann, den Aschenputtel als Verantwortlichen für ihr Missgeschick sieht, hilft ihr, die Schweine wieder einzufangen und aufzuladen. Sie bemerkt dabei nicht, dass es sich um Prinz Viktor, den Thronfolger des Königreiches, handelt. Bis auf ein Ferkel können sie zusammen alle wieder einfangen. Aschenputtel setzt ihren Weg fort und erhält nur vier Taler.

Als Aschenputtel ihrer Stiefmutter und deren Tochter nur vier Taler aushändigt, wird sie beschuldigt, einen Taler für sich behalten zu haben. Die beiden finden einen Kamm in Aschenputtels Tasche, den diese am Grab ihrer Mutter gefunden hatte, und bezichtigen sie des Diebstahls. Aschenputtel muss als Strafe weitere Arbeit im Hause verrichten.

Der junge Prinz begegnet im Schloss seinem Vater, dem König, der ihm erklärt, dass er demnächst seine Nachfolge antreten soll. Der König lädt deshalb alle unverheirateten Mädchen des Landes zu einem festlichen Ball ein, damit sich der Prinz eine Braut wähle. Als Aschenputtel das Grab ihrer Mutter erneut besucht, findet sie wieder einen Kamm, der noch schöner ist als der erste. Ein Bote des Königs verkündet der Stiefmutter und deren Tochter die Einladung zum königlichen Ball. Die Stiefmutter ist entzückt. Aschenputtel, das alles mitgehört hat, bittet ihre Stiefmutter, auch zum Ball gehen zu dürfen. Die Stiefmutter willigt ein, unter der Bedingung, dass Aschenputtel zahlreiche Arbeiten erledigen soll.

Unter anderem wird sie losgeschickt, um drei Säcke Mehl aus der Mühle zu holen. Als sie einem angeblichen Jägersmann begegnet, passiert ihr erneut ein Missgeschick, sodass sie am ganzen Körper voller Mehl ist. Dort präsentiert sie dem Prinzen ihre Schießkünste.

Nachdem Aschenputtel die Arbeit zur Zufriedenheit der Stiefmutter ausgeführt hat, geben sie und Annabella ihr eine weitere, letzte Aufgabe: Aschenputtel muss Erbsen und Linsen getrennt aus der Asche lesen. Durch Hilfe der Tauben gelingt ihr dies rechtzeitig, was die Stiefmutter und deren Tochter beeindruckt. Sie lassen Aschenputtel dennoch nicht auf den Ball, mit der Begründung, sie sei zu schmutzig und nicht schick genug für solch ein Fest. Die Stiefmutter und Annabella fahren zum Schloss und lassen Aschenputtel zurück, welche wieder das Grab ihrer Mutter besucht. Während sie in Tränen unter dem Baum liegt, bekommt sie ein Ballkleid und passende Schuhe. Ihr Esel Nepomuk verwandelt sich in einen Schimmel, auf dem sie zum Schloss reitet. Dort erkennt sie, dass der vermeintliche Jäger in Wirklichkeit Prinz Viktor ist. Die beiden tanzen miteinander. Als Viktor Aschenputtel fragt, ob sie sich kennen würden, stellt sie ihm ein Rätsel, welches auf ihre ersten beiden Treffen im Wald anspielt. Der Prinz kann dieses Rätsel aber nicht lösen. Die Stiefmutter und Annabella erkennen Aschenputtel wieder und zerren es vom Ball weg, wobei Aschenputtel stolpert und einen Schuh verliert. Im Schlosspark wird sie von Annabella in den Schlossteich geschubst, weshalb sie mit ihrem Pferd wegreitet. Als die Stiefmutter und deren Tochter nach Hause kommen, wird Aschenputtel in eine Kammer im Boden gesperrt.

Der junge Prinz macht sich auf die Suche nach Aschenputtel, findet zunächst aber nur den von ihr verlorenen Schuh. Daraufhin reitet er aus und kommt schließlich zum Hof der Stiefmutter. Auf der Schwelle freit er die Tochter der Stiefmutter. Obwohl die Stiefmutter genau weiß, dass er Aschenputtel im Sinn hatte, lässt sie Annabella ein Kleid anziehen, welches dem von Aschenputtel auf dem Ball getragenen Kleid sehr ähnlich ist. Außerdem verdeckt sie ihr Gesicht, um nicht erkannt zu werden.

Die Stiefmutter tritt mit ihrer Tochter vor den Prinzen. Als dieser von Annabella verlangt, dass sie den Schuh, den er gefunden hat, anprobiert, geht sie mit ihrer Mutter ins Haus. Beide merken, dass der Schuh zu klein ist, weshalb die Stiefmutter kurzerhand die große Zehe ihrer Tochter abhackt und sie vor den Prinzen führt. Der Prinz glaubt, dass sie die Tänzerin ist. Die Taube, die immer auf dem Grab von Aschenputtels Mutter wachte, weist den Prinzen darauf hin, dass Blut im Schuh sei und dass die rechte Braut noch daheim säße. Der Prinz enthüllt das verschleierte Gesicht und merkt den Schwindel, während Annabella über ihren schmerzenden Fuß klagt. Die Magd Johanna befreit Aschenputtel aus dem Untergeschoss. Aschenputtel läuft daraufhin nach draußen, wo sie auf den Prinzen trifft, der sie anhand des Aussehens und des Schuhs wiedererkennt. Beide geben sich das Ja-Wort. Aschenputtel lädt alle Knechte und Mägde ein, mit ihnen auf das Schloss zu kommen. Sie lassen die Stiefmutter und deren Tochter allein auf dem Hof zurück, damit sie erkennen, was sie ohne Mägde und Knechte sind. Annabella versucht zwar, mit Aschenputtel mitzugehen, wird aber von der Stiefmutter zurückgezerrt.

Hintergrund

Produktion, Veröffentlichung

Datei:Waterburcht Anholt.jpg
Burg Anholt in Isselburg war Kulisse für das Königsschloss

Gedreht wurde vom 4. Mai 2011 bis zum 24. Mai 2011. Drehorte waren das LWL-Freilichtmuseum Detmold, die Externsteine sowie das Wasserschloss Burg Anholt.<ref name="rbborte">Wasserburg Anholt und Freilichtmuseum Detmold. Rundfunk Berlin-Brandenburg rbb, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juli 2013; abgerufen am 9. Mai 2013.</ref> Im Detmolder Freilichtmuseum wurde vorwiegend auf dem Mindener Hof gedreht.<ref name="lz">Martina Karaczko: Filmteam dreht im Freilichtmuseum einen Märchenfilm. LZ.de, Internetdienst der Lippischen Landes-Zeitung, 12. Mai 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Mai 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.lz.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref name="LWL">Aschenputtel zu Besuch - Das LWL-Freilichtmuseum Detmold war Drehort für ARD-Märchenverfilmung. LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Juni 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Juli 2013; abgerufen am 9. Mai 2013.</ref> In einigen in Detmold gedrehten Szenen ist auch die Kapellenschule aus Werthenbach zu erkennen.<ref name="LWL" /> Die Dreharbeiten wurden in einem Making-of dokumentiert, das als Bonusmaterial auf der DVD zu finden ist.

Der Film wurde am 25. Dezember 2011 im Ersten ausgestrahlt und erreichte 2,62 Millionen Zuschauer. Am 17. November 2011 wurde der Film auf DVD von der KNM Home Entertainment/DVD veröffentlicht.

Sonstiges

Kritik

„Das von seiner grausamen Stiefmutter und ihrer gemeiner Tochter drangsalierte Aschenputtel dürfte das bekannteste Stehaufmädchen der Literaturgeschichte sein. Der Film erzählt das Märchen der mutigen jungen Frau, die sich allen Bosheiten zum Trotz nicht unterkriegen lässt, konsequent in der Grimmschen Tradition. Auch rußig ein Hingucker: Aylin Tezel!“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />tittelbach,<ref>[1]</ref>

„Trotz der guten schauspielerischen Qualitäten kann ich diesem Märchen nur 5/10 Punkten geben. Man wird die Geschichte zwar wiedererkennen aber die Art und Weise der Umsetzung weiß absolut nicht zu überzeugen. Märchen müssen Märchen bleiben!“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />tv-kult.com,<ref>6 auf einen Streich - Aschenputtel</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Staffel 1 (2008)

Tischlein deck dich Brüderchen und Schwesterchen Der Froschkönig König Drosselbart Frau Holle Das tapfere Schneiderlein

Staffel 2 (2009)

Schneewittchen Rapunzel Der gestiefelte Kater Dornröschen Die Gänsemagd Rumpelstilzchen Die Bremer Stadtmusikanten Die kluge Bauerntochter

Staffel 3 (2010)

Das blaue Licht Die Prinzessin auf der Erbse Der Meisterdieb Des Kaisers neue Kleider

Staffel 4 (2011)

Jorinde und Joringel Aschenputtel Die Sterntaler Die zertanzten Schuhe

Staffel 5 (2012)

Rotkäppchen Schneeweißchen und Rosenrot Hänsel und Gretel Allerleirauh

Staffel 6 (2013)

Vom Fischer und seiner Frau Das Mädchen mit den Schwefelhölzern Die kleine Meerjungfrau Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Staffel 7 (2014)

Siebenschön Sechse kommen durch die ganze Welt Die drei Federn Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Staffel 8 (2015)

Die Salzprinzessin Nussknacker und Mausekönig Prinzessin Maleen Der Prinz im Bärenfell

Staffel 9 (2016)

Prinz Himmelblau und Fee Lupine Das singende, klingende Bäumchen Das Märchen vom Schlaraffenland Hans im Glück

Staffel 10 (2017)

Das Wasser des Lebens Der Schweinehirt

Staffel 11 (2018)

Das Märchen von der Regentrude Die Galoschen des Glücks

Staffel 12 (2019)

Die drei Königskinder Das Märchen von den zwölf Monaten

Staffel 13 (2020)

Helene, die wahre Braut Das Märchen vom goldenen Taler Der starke Hans

Staffel 14 (2021)

Der Geist im Glas

Staffel 15 (2022)

Zitterinchen Die Gänseprinzessin

Staffel 16 (2023)

Die verkaufte Prinzessin Das Märchen von der Zauberflöte

Staffel 17 (2024)

Das Märchen von der silbernen Brücke

Staffel 18 (2025)

Das Märchen vom Schwanensee

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