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Jens Friebe

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Jens Friebe beim BootBooHook-Festival, Hannover, August 2012

Jens Friebe (* 25. Dezember 1975 in Lüdenscheid<ref name=":2">cklkh Fischer: Einer von uns. Jens Friebe. In: Musikreportage.de. Mai 2004, abgerufen am 14. Oktober 2022.</ref><ref>dpa-Meldung: Kalenderblatt 2015: 25. Dezember. In: Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 14. Oktober 2022.</ref>) ist ein deutscher Musiker und Musikjournalist.

Leben

Friebe wuchs als Sohn eines Steuerprüfers in Lüdenscheid auf.<ref name=":2" /><ref name=":0" /> Er studierte Musikwissenschaft, Anglistik und Philosophie.<ref name=":1">Eckhard Fürlus: „Von irgendwem für irgendwen“. Ein Gespräch mit dem Popsongwriter Jens Friebe. In: Tuxamoon. 24. Januar 2005, abgerufen am 14. Oktober 2022.</ref> Nachdem er acht Jahre lang in einer relativ unbekannten Band names Parka gespielt hatte, führte um 2002 herum ein Soloauftritt in Hamburg zum Kontakt mit Alfred Hilsberg, auf dessen Veranlassung hin Friebes Debütalbum Vorher Nachher Bilder entstand.<ref name=":2" /> Es wurde im März 2004 auf Hilsbergs Label ZickZack Records veröffentlicht. Ein Lied erschien bereits zuvor auf einer ZickZack-Labelcompilation.

Die Album-CD (mit der Single Gespenster) erhielt viele sehr gute Kritiken (u. a. in Spex, Zeit und konkret) und wurde vielfach als eines der besten deutschen Pop-Alben des Jahres 2004 bezeichnet. Gelobt wurden unter anderem die mehrdeutigen, deutschsprachigen Liedtexte.

Die Platte wurde in Verbindung mit der Hamburger Schule gebracht, nicht zuletzt aufgrund der beiden Produzenten des Albums, Armin von Milch und dem schon für Tocotronic, Kante und To Rococo Rot tätigen Tobias Levin. Neben Independent-Pop und klassischem Singer/Songwritertum nannten die Rezensenten aber auch Electropop, Neue Deutsche Welle und Eurodisco als Referenzen für den Musikstil von Friebes Stücken. Friebe selbst gab in einem Interview an, im Bereich deutschsprachiger Popmusik vor allem durch Fun-Punk-Bands wie Die Ärzte und Die Goldenen Zitronen und andererseits durch Foyer des Arts beeinflusst worden zu sein.<ref name=":1" />

Live tritt Friebe solo mit Gitarre oder zusammen mit einer Band auf. Er schrieb mehrere Jahre lang für das Musikmagazin Intro.<ref name=":2" /> Zudem ist er „fester Aushilfsschlagzeuger“<ref>Ankündigung „Britta und ihre Projekte“ auf http://www.myspace.com/brittaband</ref> der Band Britta.

Im Juni 2007 veröffentlichte Jens Friebe das Buch 52 Wochenenden. Texte zum Durchmachen mit von ihm verfassten Blog-Beiträgen. Im September 2007 erschien sein drittes Album Das mit dem Auto ist egal, Hauptsache dir ist nichts passiert, im Oktober 2010 erschien sein viertes Album Abändern und 2014 die Platte Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus.<ref>Jan Oberländer: Quatsch und Tod in: Der Tagesspiegel vom 19. September 2014</ref>

Im August 2018 teilte Friebe eine neue Single namens Only Because You‘re Jealous Doesn‘t Mean You‘re In Love, die vom Radiosender ByteFM als „pianolastige Boogie-Pop-Nummer“ beschrieben wurde.<ref>Drogen, Sex und Tolkien: Jens Friebe kündigt neues Album an - ByteFM Blog. Abgerufen am 30. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Parallel dazu kündigte er sein sechstes Studioalbum Fuck Penetration an, das am 2. November 2018 genau wie der Vorgänger auf dem Label Staatsakt veröffentlicht wurde. „Weit über das Zentralanliegen hinaus, das Fuck Penetration kommuniziert, erfreut die ganze Produktion von den ersten paar Noten an mit einer antikoketten Publikumszugewandtheit“, schrieb Dietmar Dath im Feuilleton der FAZ über das Album.<ref>Dietmar Dath: Album der Woche: Jens Friebe: Lass uns nicht mitmachen, aber schön gemeinsam. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 24. November 2018]).</ref> Seit 2025 tritt er auch unter dem Künstlernamen Friberty auf.<ref>Das große Jungle World Sommerfest. Abgerufen am 9. Juli 2025.</ref>

Friebe zog um 2002 herum nach Berlin.<ref name=":2" /> Er ist mit der Autorin Margarete Stokowski liiert,<ref>Helmut Hein: Jens Friebe und der letzte Mann. In: Mittelbayerische. 5. November 2018, abgerufen am 8. Juni 2019.</ref> die er seit ihrer Long-Covid-Erkrankung pflegt.<ref>Christian Schwager: Margarete Stokowski: „Ich kann nur dazu raten, auch im Freien Maske zu tragen“. In: Berliner Zeitung. 14. Oktober 2022, abgerufen am 15. Oktober 2022.</ref> Sein Bruder ist der Autor Holm Friebe.<ref name=":0">Philipp Schwenke: Mensagespräch mit Jens und Holm Friebe: „Die Stadt als Nichtschwimmerbecken“. In: Die Zeit. 5. Februar 2012, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 6. Oktober 2019]).</ref>

Diskografie

  • Vorher Nachher Bilder (ZickZack, 2004)
  • Vorher Nachher Bilder – Remixe (u. a. von Hans Nieswandt), EP (Scheinselbständig/Kompakt, 2005)
  • In Hypnose (ZickZack, 2005)
  • Lawinenhund – Remixe (ZickZack, 2006)
  • Das mit dem Auto ist egal, Hauptsache dir ist nichts passiert (ZickZack, 2007)
  • Theater – Radio-Single (ZickZack, 2010)
  • Abändern (ZickZack, 2010)
  • Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus (Staatsakt, 2014)
  • Fuck Penetration (Staatsakt, 2018)
  • Wir sind schön (Staatsakt, 2022)

Bibliografie

  • Jens Friebe: 52 Wochenenden. Texte zum Durchmachen, Kiepenheuer&Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03796-8
  • Jens Friebe: 52 Wochenenden. Kritische Ausgabe, Verbrecher Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-940426-22-2
  • H. Friebe, Koch, Tietze (Co-Autor): Haarige Eisen – Die wunderbare Welt von Luke & Trooke, agenda, Münster 1996, ISBN 3-929440-93-8 (mit Beiträgen von Jens Friebe)

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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