Indoxacarb
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Strukturformel von (±)-Indoxacarb | |||||||||||||||||||
| 1:1-Gemisch aus (R)-Form (links) und (S)-Form (rechts) | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Indoxacarb | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
(RS)-Methyl-7-chlor-2,3,4a,5-tetrahydro-2-[methoxycarbonyl-(4-trifluormethoxyphenyl)carbamoyl]indeno[1,2-e][1,3,4]oxadiazin-4a-carboxylat | ||||||||||||||||||
| Summenformel | C22H17ClF3N3O7 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff<ref name="EPA" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 527,83 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,44 g·cm−3<ref name="Sigma" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
88,1 °C<ref name="EPA" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Indoxacarb ist ein Wirkstoff zum Pflanzenschutz und ein 1:1-Gemisch (Racemat) zweier chemischer Verbindungen aus der Gruppe der Oxadiazine.
Darstellung
Die Darstellung von Indoxacarb erfolgt in einer vielstufigen Synthese ausgehend von m-Chlorbenzaldehyd. Ein Schlüsselschritt ist dabei die Hydroxylierung von Methyl-5-chlor-1-oxo-2-indancarboxylat<ref>Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Methyl-5-chlor-1-oxo-2-indancarboxylat: CAS-Nr.: Vorlage:CASRN, EG-Nr.: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ECHA-InfoCard: Vorlage:ECHA, GESTIS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), PubChem: 11042391, ChemSpider: 9217559, DrugBank: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Wikidata: Q82865094.</ref> in einer aminkatalysierten Reaktion. Durch die Verwendung eines Cinchona-Alkaloids als Katalysator erfolgt die Umsetzung enantioselektiv.<ref>R. Shapiro, G. D. Annis, C. T. Blaisdell, D. J. Dumas, J. Fuchs, S. M. Griswold, G. W. Jr. Higley, W. C. Hollinsed, J. J. Mrowca, J. A. Sternberg, P. Wojtkowski: Synthesis and Chemistry of Agrochemicals VI. Band 800. American Chemical Society, 2001, ISBN 978-0-8412-3783-4, Toward the Manufacture of Indoxacarb, S. 178–185, doi:10.1021/bk-2002-0800.ch017.</ref>
Eigenschaften
Indoxacarb ist ein farbloser Feststoff, der unlöslich in Wasser ist. Das technische Produkt stellt eine 3:1-Mischung des (S)-Enantiomers, welches als Insektizid wirksam ist, und des unwirksamen (R)-Enantiomers dar.<ref name="EPA" />
Wirkungsweise
Indoxacarb ist ein Proinsektizid, der eigentliche Wirkstoff entsteht erst durch N-Decarboxymethylierung durch Esterasen.<ref>Alexander Grube: Totalsynthese neuer Spinosynanaloga. Cuvillier, Göttingen 2007, ISBN 3-86727-439-8, S. 28 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Dieser wirkt durch Blockierung der spannungsaktivierten Natriumkanäle im Nervensystem des Insekts.<ref name=hayes></ref> Da Indoxacarb erst durch eine Metabolisierung aktiviert wird, ist es besonders wirksam gegen bereits Pyrethroid-resistente Insektenstämme.<ref name="Khambay">Bhupinder P. S. Khambay: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pyrethroid Insecticides. ( vom 9. November 2012 im Internet Archive) (PDF; 144 kB) Pesticide Outlook – April 2002, S. 52.</ref>
Verwendung
Indoxacarb wird als Insektizid verwendet und wurde im Jahr 2000 in den USA für den Hersteller DuPont zugelassen. Es wird zur Bekämpfung von Lepidoptera-Schädlingen im Larvenstadium bei Äpfel, Birnen, Kohlgemüse, Mais, Salat und Gemüse eingesetzt.<ref name="EPA">EPA: Pesticide Fact Sheet</ref>
Zulassung
Der Wirkstoff Indoxacarb wurde mit Wirkung vom 1. April 2006 in die Liste der in der Europäischen Union zugelassenen Pflanzenschutzwirkstoffe aufgenommen.<ref>Richtlinie 2006/10/EG der Kommission vom 27. Januar 2006 zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates zwecks Aufnahme der Wirkstoffe Forchlorfenuron und IndoxacarbVorlage:Abrufdatum</ref> Am 19. Dezember 2021 lief diese Zulassung aus.
Auch in der Schweiz waren Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen (Steward im Gemüse-, Obst- und Weinbau, Ammate),<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref> bis der Wirkstoff per 1. Juli 2022 verboten wurde. Wegen den üblichen Übergangsfristen durften Pflanzenschutzmittel die den Wirkstoff enthalten noch bis zum 1. Oktober 2022 verkauft und bis zum 1. April 2023 angewendet werden.<ref>Aktualisierung der genehmigten Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel. In: blv.admin.ch. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, 1. Juli 2022, abgerufen am 28. August 2023.</ref>
In der Europäischen Union ist Indoxacarb seit Anfang 2010 als Biozid-Wirkstoff zugelassen.<ref>Richtlinie 2009/87/EG der Kommission vom 29. Juli 2009 zur Änderung der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zwecks Aufnahme des Wirkstoffs Indoxacarb in Anhang IVorlage:Abrufdatum.</ref> In Deutschland wurde die Zulassung als Biozid gegen Küchenschaben und Ameisen beantragt.
Einzelnachweise
<references />
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- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Einatmen
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Sensibilisierender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
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- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Indan
- Tetrahydroazin
- Sauerstoffhaltiger ungesättigter Heterocyclus
- Chlorbenzol
- Phenolether
- Trifluormethoxyverbindung
- Carbonsäureester
- Phenylharnstoff
- Imid
- Phenylcarbamat
- Kohlensäuremethylester
- Insektizid
- Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff)
- Biozid (Wirkstoff)