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Leo Arnoldi

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Datei:Commercienrath Arnoldi, der Erbauer der Schneebergbahn 1898 ÖIZ Hof-Atelier Adele.png
Leo Arnoldi (Hof-Atelier Adele, Wien)
Oesterreichische Illustrirte Zeitung, 1898
Datei:Gedenkstein Arnoldi1.JPG
Leo-Arnoldi-Gedenkstein in Puchberg am Schneeberg

Leo Arnoldi, auch Leo de Arnoldi (* 29. April 1843 in Arnsberg, Westfalen; † 4. Mai<ref>Die Badener Zeitung vom 7. Mai 1898, die nach der Beisetzung (am 6. Mai in Puchberg) erschien, nennt den 4. Mai. Das abweichende Datum 5. Mai (im Biographischen Jahrbuch ...) dürfte auf der Angabe („heute Nachts“) der Todesanzeige im Abendblatt der weitverbreiteten Neuen Freien Presse vom 5. Mai beruhen. Der Nachruf im selben Blatt spricht hingegen von „gestern Nachts“</ref> 1898 in Wien, gebürtig Leo von Arnoldi) war ein deutscher Eisenbahn-Bauingenieur und Unternehmer.

Leben

Der Sohn eines Beamten war bis 1865 aktiver Offizier in preußischen Diensten und war nach seinem Abschied während eines achtjährigen Aufenthaltes in Südbrasilien als Landvermesser tätig. Er führte während dieser Zeit als Ingenieur zahlreiche Straßen- und Wasserbauten aus, im Jahre 1869 erhielt Arnoldi die brasilianische Staatsbürgerschaft.<ref name=":0">Karl Rieder: Leo de Arnoldi. Erbauer der Schneebergbahn. Niederösterreichische Schneebergbahn GmbH, Puchberg am Schneeberg 2018.</ref> Nach Deutschland zurückgekehrt leitete er große Bahn- und Tunnelbauten in Thüringen, Westfalen, im Odenwald (Krähbergtunnel, 1879–1882), im badischen Schwarzwald und in Mainz. Die Bahnstrecke DüsseldorfDortmund wurde ebenso von Arnoldi errichtet, wie die Wehratalbahn.

Ab 1892 wirkte er in Österreich-Ungarn, wo er an den Arbeiten am Eisernen Tor sowie bei Bahnbauten in Siebenbürgen beteiligt war. Arnoldis Firma Eisenbahn Bau- und Betriebsgesellschaft Leo Arnoldi errichtete und Betrieb zwischen 1893 und 1897 auch zahlreiche Straßenbahnbetriebe, darunter die Straßenbahn Baden bei Wien (1894), die Straßenbahn Brünn sowie die Betriebe in Marienbad, Görz und Iglau. Ebenso wurden die Strecken der Salzburger Eisenbahn- und Tramway-Gesellschaft von Leo Arnoldi erbaut und bis Jänner 1897 betrieben. Aus den von Arnoldi gebauten und betrieben Straßenbahnen und Lokalbahnen südlich von Wien entstanden die Wiener Lokalbahnen.<ref name=":0">Karl Rieder: Leo de Arnoldi. Erbauer der Schneebergbahn. Niederösterreichische Schneebergbahn GmbH, Puchberg am Schneeberg 2018.</ref> Sein letztes und bedeutendstes Werk war ab 1895 die Erbauung der Schneebergbahn auf den Hochschneeberg.

Leo Arnoldi erlag am 4. Mai 1898 einem Schlaganfall und wurde seinem letzten Wunsch gemäß in Puchberg am Schneeberg mit Blick auf den Berg bestattet.<ref>Der Erbauer der Schneebergbahn †. In: Österreichs Illustrierte Zeitung, 15. Mai 1898, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/oiz</ref><ref name=":0">Karl Rieder: Leo de Arnoldi. Erbauer der Schneebergbahn. Niederösterreichische Schneebergbahn GmbH, Puchberg am Schneeberg 2018.</ref>

Fortführung des Unternehmens

Seine Söhne Carlos (Karl) und Alwin Arnoldi führten die Geschäfte ihres Vaters weiter, verlegten sich jedoch zunehmend auf den Straßen- und Wasserbau.<ref name=":0">Karl Rieder: Leo de Arnoldi. Erbauer der Schneebergbahn. Niederösterreichische Schneebergbahn GmbH, Puchberg am Schneeberg 2018.</ref> Zu den in der Zeit nach dem Tode des Firmengründers errichteten Bahnen zählte die St. Pöltner Straßenbahn.<ref>ANNO, Znaimer Tagblatt, 1911-03-28, Seite 3. Abgerufen am 5. April 2023.</ref> Die Vorkonzession für die Pinkatalbahn erhielt das Unternehmen im Mai 1919.<ref>ANNO, Reichspost, 1919-05-08, Seite 6. Abgerufen am 5. April 2023.</ref> Die Bauunternehmung war zudem u. a. am Bau der II. Wiener Hochquellenwasserleitung und der Großglockner-Hochalpenstraße beteiligt, sie existierte mindestens bis in die 1950er Jahre.<ref name=":0">Karl Rieder: Leo de Arnoldi. Erbauer der Schneebergbahn. Niederösterreichische Schneebergbahn GmbH, Puchberg am Schneeberg 2018.</ref><ref>ANNO, Wiener Zeitung, 1947-12-10, Seite 6. Abgerufen am 23. Dezember 2021.</ref><ref>ÖNB-ANNO - Zeitschrift des österreichischen Ingenieur-Vereines. Abgerufen am 23. Dezember 2021.</ref>

Eisenbahnbauten

Literatur

  • Karl Rieder: Leo de Arnoldi. Erbauer der Schneebergbahn. Niederösterreichische Schneebergbahn, Puchberg am Schneeberg 2018.
  • Otto Wilhelm Ferdinand von Drebber: Stammliste der Offiziere und Sanitätsoffiziere des 5. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 56 1860–1906. 1907, S. 37 (Volltext in der Google-Buchsuche-USASkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)
  • Todesfall. In: Badener Zeitung, 7. Mai 1898, S. 2, Rubrik Localnachrichten (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  • Commerzialrath Arnoldi. In: Neue Freie Presse, Abendblatt, 5. Mai 1898, S. 1 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  • Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 5, Berlin 1903, Totenliste 1898, Spalte 7* (Volltext in der Google-Buchsuche-USASkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.); mit dem wohl irrigen Todesdatum 5. Mai 1898, offenbar übernommen aus der (Leipziger) Illustrirten Zeitung, Band 110 (1898), S. 594 (nicht eingesehen)
  • Klemens Hövel: Tunnel-Bauten nach belgischem Bausystem in Deutschland. In: Deutsche Bauzeitung, 14. Jahrgang, No. 27 (3. April 1880), S. 142 f. (Volltext in der Google-Buchsuche-USASkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)
  • Die Fortsetzung der Odenwaldbahn von Erbach nach Eberbach. In: Deutsche Bauzeitung, 15. Jahrgang, No. 68 (24. August 1881), S. 381 (Volltext in der Google-Buchsuche-USASkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)

Text-Ausschnitte

Weblinks

Commons: Leo Arnoldi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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