Zum Inhalt springen

Hottwil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. November 2024 um 06:20 Uhr durch imported>TaxonKatBot (Bot: Kategorie:Dorf (Schweiz) entfernt: laut Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Hottwil
Datei:Wappen Hottwil AG.svg
Wappen von Hottwil
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton AargauDatei:CHE Aargau COA.svg Aargau (AG)
Bezirk: Laufenburg
Einwohnergemeinde: Mettauertali2
Postleitzahl: 5277
frühere BFS-Nr.: 4101
Koordinaten: 654397 / 266589Koordinaten: 47° 32′ 52″ N, 8° 9′ 40″ O; CH1903: 654397 / 266589
 {{#coordinates:47,54777|8,16123|primary
dim=5000 globe= name= region=CH-AG type=city
  }}
Höhe: 407 m ü. M.
Fläche: 4,17 km²
Einwohner: 253 (31. Dez. 2009)
Einwohnerdichte: 61 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
7,5 % (31. Dez. 2009)
Datei:Hottwil wiki.jpg
Hottwil
Hottwil
Karte
w{w
Datei:Karte Gemeinde Hottwil 2007.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2010

Hottwil (in der lokalen Mundart Hottel, <templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈhɔtːəl)<ref name="name">Beat Zehnder: Die Gemeindenamen des Kantons Aargau. In: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hrsg.): Argovia. Band 100. Verlag Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3122-3, S. 207.</ref> ist ein Dorf im Schweizer Kanton Aargau. Es liegt im Nordosten der Region Fricktal. Bis Ende 2009 bildete Hottwil eine eigenständige Einwohnergemeinde im Bezirk Brugg, seither ist es eines von fünf Dörfern in der neu entstandenen Gemeinde Mettauertal im Bezirk Laufenburg.

Geographie

Das Dorf liegt inmitten des Tafeljuras zwischen Aare- und Rheintal und ist auf allen Seiten von Hügeln umgeben. Es befindet sich am oberen Ende des Mettauertals, das durch den Etzgerbach in Richtung Nordwesten zum Rhein hin entwässert wird. Im Westen liegt der 649 Meter hohe Laubberg, im Süden der Beiberg (585 m ü. M.) und das Hottwilerhorn (646 m ü. M.), im Osten der Wessenberg (605 m ü. M.) mit einer alten Burgruine. Am Südwesthang des Wessenbergs wird Weinbau betrieben.<ref>Landeskarte der Schweiz, Blatt 1049, Swisstopo</ref>

Die Fläche des ehemaligen Gemeindegebiets betrug 416 Hektaren, davon waren 163 Hektaren bewaldet und 18 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt war der Gipfel des Laubbergs (649 Meter), der tiefste lag auf 395 Metern am Etzgerbach. Nachbargemeinden waren Wil im Norden, Mandach im Osten, Villigen im Südosten, Remigen im Süden und Gansingen im Westen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Hotiwilare erfolgte im Jahr 1150. Der Ortsname lässt sich vom althochdeutschen Hotinwilari ableiten und bedeutet «Hofsiedlung des Hoto».<ref name="name"/> Im Mittelalter gehörte der meiste Grundbesitz den Edlen von Wessenberg, deren Burg auf dem gleichnamigen Berg an der Grenze zu Mandach lag. Landesherren und Richter waren die Habsburger, die das Dorf dem Amt Waldshut zuteilten. 1316 mussten die Habsburger die Dörfer Mandach und Hottwil wegen Geldmangels an die Wessenberger verpfänden. Diese erwarben auch die niedere und hohe Gerichtsbarkeit; sie schufen damit ein kleines, fast völlig souveränes Herrschaftsgebiet. Im Waldshuterkrieg von 1468 besetzte Bern die Herrschaft Wessenberg und fügte es zu seinen Untertanengebieten im Berner Aargau an; Hottwil war nun ein Teil des Gerichtsbezirks Wessenberg im Amt Schenkenberg. Die Berner liessen die Burg zerfallen und führten 1528 die Reformation ein.

Beim Franzoseneinfall im März 1798 wurde die Helvetische Republik errichtet und 1803 aufgelöst, seither gehört Hottwil zum Kanton Aargau. Bis heute ist Hottwil ein von der Landwirtschaft und vom Weinbau geprägtes Dorf geblieben. Zwischen 1900 und 1970 sank die Einwohnerzahl um etwa 20 Prozent, da viele Dorfbewohner gezwungen waren, anderswo nach Arbeit zu suchen. Seither ist die Bevölkerungszahl jedoch wieder leicht ansteigend.

Am 20. März 2008 beschloss die Gemeindeversammlung die Fusion von Hottwil mit Etzgen, Mettau, Oberhofen und Wil zur Gemeinde Mettauertal. Die Urnenabstimmung am 1. Juni 2008 fiel ebenfalls zugunsten einer Fusion aus. Der Zusammenschluss erfolgte am 1. Januar 2010. Da Hottwil zuvor zum Bezirk Brugg gehört hatte, wurde das ehemalige Gemeindegebiet dem Bezirk Laufenburg zugeschlagen.<ref>Aargauer Zeitung: Fünf deutliche Ja zur Fusion, 21. März 2008.</ref>

Wappen

Die Blasonierung des ehemaligen Gemeinde- und heutigen Dorfwappens lautet: «In Weiss auf grünem Boden äsender roter Hirsch.» In dieser Form besteht das Wappen seit 1872, als die Gemeinde ein Siegel führen musste. Die Symbolik des Hirsches ist nicht bekannt, die damaligen Akten geben keine Hinweise.<ref>Joseph Galliker, Marcel Giger: Gemeindewappen Kanton Aargau. Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, Buchs 2004, ISBN 3-906738-07-8, S. 181.</ref>

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung:<ref>Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850. (Excel) In: Eidg. Volkszählung 2000. Statistik Aargau, 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Oktober 2018; abgerufen am 8. Mai 2019.</ref>

Jahr 1764 1850 1900 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000
Einwohner 195 324 210 201 203 191 171 179 221 245

Am 31. Dezember 2008 lebten 259 Menschen in Hottwil, der Ausländeranteil betrug 6,2 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 53,1 % reformiert und 32,2 % römisch-katholisch.<ref>Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit sowie nach Bezirken und Gemeinden. (Excel) Statistik Aargau, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Oktober 2018; abgerufen am 8. Mai 2019.</ref> 95,9 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache.<ref>Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden. (Excel) Statistik Aargau, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Oktober 2018; abgerufen am 8. Mai 2019.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Bilder

Verkehr

Datei:Mettauertal Hottwil 064.jpg
Untervogtei/Zehntenhaus

Das Dorf liegt abseits grösserer Durchgangsstrassen, die Hauptzufahrt erfolgt von Etzgen her durch das Mettauertal. Die Strasse führt weiter über den Bürersteig nach Remigen und schliesslich nach Brugg. Nebenstrassen führen nach Gansingen, Mandach und Villigen. Hottwil wird durch die Postautolinie Brugg–Laufenburg an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Literatur

Weblinks

Commons: Hottwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein