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Kletterpoth 6

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Datei:Kletterpoth 6 Werl 20220609 0257.jpg
Kletterpoth 6 in Werl (Rückseite)

Das Haus Kletterpoth 6 ist ein denkmalgeschütztes Profangebäude in Werl, das um 1830 im klassizistischen Stil errichtet wurde.<ref name=":0">2004 - Ehemaliger Burgmannshof der Familie von Fürstenberg - Kletterpoth 6 in Werl. Stadt Werl, 2004, abgerufen am 20. Juli 2024.</ref>

Das Gebäude ist auch als "Burghaus"<ref name=":1">Hartmut Platte: 750 Jahre Erbsälzer in Werl: 1246 - 1996. Werl 1996, ISBN 3-9802779-1-7, S. 21.</ref> oder "Villa Koch" bekannt, nach ihrem späteren Bewohner Dr. Hermann Josef Koch.<ref>Gebhardt, Tobias: Unsere Grössten. Bekannte Werler Persönlichkeiten. Hrsg.: Soester Anzeiger. 2005, ISBN 3-9809107-8-4, S. 18 f.</ref>

Geschichte

Burgmannshof

Das Gebäude steht an der Stelle eines ehemaligen Burgmannshofes der Familie von Fürstenberg-Waterlappe, die schon vor 1400 in Werl bezeugt ist.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> 1393 war die Hofanlage im Besitz eines Knappen Wilhelm von Fürstenberg. An seiner Stelle befand sich zuvor der sogenannte "Alte Hof", der zur Residenz (Schloss Werl) der Grafen von Werl und später dem Erzbischof von Köln gehörte.<ref name=":0" /> Noch Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Areal "Fürstenberger Platz" genannt.<ref name=":0" />

Burghaus

Um 1571 war das Anwesen ein Lehen der Familie von Kleinsorgen, der kurkölnische Beamte Gerhard Kleinsorgen († 1591) ließ nach einem Brand auf dem Areal ein neues Gebäude, "Burghaus" genannt, errichten.<ref name=":0" /> Der Kölner Kurfürst bezeichnete das Gebäude 1571 als "altes Borchmans Haus und Hof".<ref name=":0" />

Heutiger Bau

Um 1830 wurde das Anwesen an Friedrich von Böckenförde gen. Schüngel zu Echthausen verkauft.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Dieser errichtete wohl das heutige Gebäude.<ref name=":1" /> 1839 erbte es Schüngels Schwiegersohn Felix Freiherr von Lilien-Echthausen. Zu der Zeit besaß das Haus noch ein uraltes Jagdrecht.<ref name=":1" /> 1906 wurde der Freiherr von Plettenberg-Oevinghausen Eigentümer, dieser verkaufte es bereits 1909 an den Viehhändler Julius Wolf jr., über den es 1927 in den Besitz der Arztfamilie Koch gelang.<ref name=":0" /> Dr. Hermann-Josef Koch verkaufte es in den 1970er Jahren an die Sparkasse Werl.<ref name=":0" />

Architektur

Das heutige Haus wurde um 1830 anstelle des früheren Burghauses errichtet.<ref name=":0" /> Es handelt sich hierbei um einen verputzten Fachwerkbau<ref name=":0" /> von sieben Achsen unter einem Walmdach. Auf der Mittelachse stehen beidseitig dreiachsige Zwerchhäuser mit Dreiecksgiebel und einem Radfenster auf der Vorderseite.<ref name=":2">Ursula Quednau (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen, Band II: Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2, S. 1172.</ref><ref name=":0" /> Der Grundriss des Gebäudes entspricht weniger den bürgerlichen Gebäuden seiner Zeit als Adelspalais des 17. und 18. Jahrhunderts, mit einer Eingangsdiele und imposanter Treppenanlage, an die sich die Räume hintereinander, ohne durchgehende Flure (vgl. Appartement), aneinanderreihen.<ref name=":0" />

1982 wurde das Gebäude von der Sparkasse Werl durchgreifend umgebaut und erneuert,<ref name=":2" /> zuvor waren die Fachwerkwände des Gebäudes verschiefert.<ref name=":0" /> Es wurde von der Sparkasse Werl als Verwaltungsgebäude genutzt.<ref name=":1" /> Seit 2002 ist dort ein Steuerberater ansässig, die das Gebäude von der Sparkasse kauften.<ref>Tillmann & Weich GmbH - Über uns. Abgerufen am 20. Juli 2024.</ref><ref name=":0" />

Literatur

  • Ursula Quednau (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen, Band II: Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2, S. 1172.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 33′ 8,4″ N, 7° 54′ 58″ O

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