Zum Inhalt springen

Julia Dujmovits

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 21:24 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Julia Dujmovits Vorlage:SportPicto
Julia Dujmovits
Nation OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Geburtstag 12. Juni 1987 (38 Jahre)
Geburtsort GüssingÖsterreich
Beruf Snowboarderin
Karriere
Disziplin Parallel-Slalom, Parallel-GS
Verein Schiclub Guessing
Trainer Brigitte Köck, Bernd Krug,
Manuel Kruselburger, Peter Eichberger (Kondition)
Status zurückgetreten
Karriereende 31. August 2022
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Universiade 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold Sotschi 2014 Parallel-Slalom
 Snowboard-Weltmeisterschaften
Silber 2013 Stoneham Parallel-GS
Silber 2015 Kreischberg Parallel-Slalom
Bronze 2021 Rogla Parallel-GS
 Universiade
Gold 2013 Trentino Parallel-GS
 Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2006 Vivaldi Park Parallel-GS
Bronze 2006 Vivaldi Park Snowboardcross
Gold 2007 Bad Gastein Parallel-Slalom
Platzierungen
FIS-Logo Weltcup
 Debüt im Weltcup 18. Oktober 2003
 Weltcupsiege 4
 Weltcupsiege im Team 1
 Parallel-Weltcup 3. (2011/12, 2013/14)
 PGS-Weltcup 4. (2013/14)
 PSL-Weltcup 5. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Parallel 4 10 9
 Teamwettbewerb 1 0 0
letzte Änderung: 18. Januar 2022

Julia Dujmovits (* 12. Juni 1987 in Güssing, Burgenland) ist eine ehemalige österreichische Snowboarderin. Ihre größten Erfolge sind der Olympiasieg im Parallel-Slalom 2014 in Sotschi und der zweifache Gewinn einer Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 2013 und 2015. Beim ORF-Interview im Rahmen des olympischen Parallel-Riesenslaloms am 24. Februar 2018 gab Dujmovits bekannt, ihre Karriere nach der Saison 2017/18 beenden zu wollen. Am 17. März 2018 bestritt sie nach 136 Wettbewerben auf Weltcupniveau ihr vorerst letztes Einzelrennen. Am 28. September 2020 kündigte sie auf Servus TV ihr Comeback an.<ref>Snowboard: Dujmovits will es noch einmal wissen. In: sport.orf.at. 28. September 2020;.</ref> Am 31. August 2022 gab sie aufgrund ihrer Schwangerschaft das endgültige Karriereende bekannt.<ref>Snowboard: Olympiasiegerin Dujmovits hört auf. In: sport.orf.at. 31. August 2022;.</ref>

Werdegang

„Erste“ Karriere

Die aus Sulz im Bezirk Güssing stammende Julia Dujmovits entdeckte den Snowboardsport mit fünf Jahren im Winterurlaub. Mit neun Jahren bekam sie ihr erstes eigenes Snowboard geschenkt, mit elf Jahren fuhr sie ihr erstes Rennen und mit 15 Jahren sammelte sie erste Weltcup-Eindrücke.
Im Alter von zwölf Jahren entging sie der Brandkatastrophe in der Gletscherbahn Kaprun, bei der alle anderen Mitglieder ihres Teams ihr Leben verloren; Dujmovits hatte zusammen mit ihrem Bruder statt der Standseilbahn die Gondel als Transportmittel gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dujmovits: "Ohne ÖSV wäre ich heute nicht da" (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kurier.at (22. Februar 2014)</ref>

Dujmovits ist Junioren-Weltmeisterin (Bad Gastein 2007), Europacup-Gesamtsiegerin (2005) und Vizeweltmeisterin im Parallel-GS (Stoneham 2013). 2006 erfolgte die Aufnahme in das Heeressportzentrum des Österreichischen Bundesheers.<ref>100. Sportlerin im Dienste des Bundesheeres. Österreichisches Bundesheer, 3. August 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2021; abgerufen am 7. Januar 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundesheer.at</ref> Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 fiel sie verletzungsbedingt aus. In ihrer Karriere hatte die Burgenländerin bereits mit zwei Kreuzbandrissen, einer Schulterluxation, einem Knöchelbruch und einer Gehirnerschütterung zu kämpfen.

Seit Mai 2012 arbeitet Dujmovits mit dem Konditionstrainer Peter Eichberger zusammen. Unter seiner Anleitung absolvierte sie 2012 und 2013 ihr Aufbauprogramm auf Maui/Hawaii. Dujmovits ist dabei auch im Triathlon aktiv und so startete sie im Mai 2014 beim Ironman 70.3 Hawaii (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen).<ref>Dujmovits finisht IRONMAN 70.3 Hawaii (11. Juli 2014)</ref>

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 gewann sie die Goldmedaille im Parallelslalom. Diese Medaille widmete sie ihren Kollegen, die im Jahr 2000 bei der Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun gestorben sind.<ref>Julia Dujmovits - Gold für die verstorbenen Freunde im Standard vom 23. Februar 2014, abgerufen am 27. Februar 2014.</ref>

Beim im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2018 ausgetragenen Parallel-Riesenslalom wurde sie am 24. Februar in Pyeongchang Zwölfte. Dujmovits gab beim ORF-Interview im Rahmen des olympischen Parallel-Riesenslaloms bekannt, ihre Karriere mit Ende der Saison 2017/18 beenden zu wollen.<ref>Snowboard: Julia Dujmovits kündigt Karriereende an</ref>

Comeback und Karriereende

Im Herbst 2020 kündigte Dujmovits ihr Comeback in der Saison 2020/21 an. Nach nur drei Weltcup-Rennen und ohne Podestplatz wurde sie für die Weltmeisterschaften 2021, welche aufgrund der COVID-19-Pandemie für die Parallelsnowboarder an einem eigenen Ort stattfinden, nominiert. In ihrem ersten WM-Rennen seit dem Comeback erreichte sie das Halbfinale, dieses verlor sie jedoch gegen die Russin Sofija Nadyrschina, im folgenden kleinen Finale konnte sie sich gegen ihre Landsfrau Claudia Riegler durchsetzen und die Bronzemedaille gewinnen.<ref>ORF at/Agenturen red: Snowboard-WM: Dujmovits krönt Comeback mit Bronze. 1. März 2021, abgerufen am 2. März 2021.</ref> Am 31. August 2022 beendete sie ihre aktive Karriere.<ref>Snowboard Olympiasiegerin Dujmovits hört auf. In: sport.ORF.at. 31. August 2022, abgerufen am 10. September 2022.</ref>

Privates

Julia Dujmovits hat drei Brüder. Sie hat burgenlandkroatische Wurzeln.<ref name="diepress-046579">Identität ist nicht festgeschrieben. In: DiePresse.com. 8. Juli 2016, abgerufen am 23. November 2017.</ref>

Seit 2013 war sie mit dem Ruderer Bernhard Sieber (* 1990) liiert, die beiden verlobten sich im April 2015<ref name="krone-450911">Sexy Boarderin Julia Dujmovits hat sich verlobt! In: krone.at. 29. April 2015, abgerufen am 23. November 2017.</ref> und gaben im Jänner 2018 ihre Trennung bekannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Alte Challenges und neue Chancen (Memento vom 23. Februar 2018 im Internet Archive) (17. Jänner 2018)</ref>

Seit September 2017 betreibt Dujmovits einen eigenen YouTube-Kanal, auf denen sie Yoga-Kurse gibt.<ref name="derstand-585603">Olympiasiegerin Julia Dujmovits startet Yoga-Youtube-Kanal. In: derstandard.de. 22. September 2017, abgerufen am 23. November 2017.</ref> Zudem wird seit 1. Oktober 2017 auf Sixx Austria täglich zweimal eine Folge der Serie «Yoga mit Julia» ausgestrahlt.<ref name="derstand-585603" />

Anfang 2023 wurde ihr erstes Kind geboren, Vater ist das Männer-Model Geoffrey Camus.<ref>Erstes Baby für Julia Dujmovits (11. Februar 2023)</ref>

Erfolge

Datei:Julia Dujmovits 02.jpg
Julia Dujmovits 2011

Olympische Winterspiele Datei:Olympic flag.svg

Datum Ort Land Disziplin Platz
08-02-2022 Peking CHN Parallel-GS 6
24-02-2018 Pyeongchang KOR Parallel-GS 12
22-02-2014 Sotschi RUS Parallel-Slalom 1
19-02-2014 Sotschi RUS Parallel-GS 29

Snowboard-Weltmeisterschaften

Datum Ort Land Disziplin Platz
01-03-2021 Rogla SLO Parallel-GS 3
22-01-2015 Kreischberg AUT Parallel-Slalom 2
26-01-2013 Stoneham CAN Parallel-GS 2
22-01-2011 La Molina ESP Parallel-Slalom 10
19-01-2011 La Molina ESP Parallel-GS 10

Weltcupsiege

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 16. Dezember 2007 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Nendaz Parallelslalom
2. 15. Dezember 2011 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Telluride Parallel-Riesenslalom
3. 28. Februar 2015 JapanDatei:Flag of Japan.svg Asahikawa Parallel-Riesenslalom
4. 28. Januar 2018 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Bansko Parallel-Riesenslalom

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 12. Januar 2022 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Bad Gastein Parallelslalom Team<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1

<templatestyles src="FN/styles.css" />

1 

Europacupsiege

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 15. Januar 2005 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Sankt Johann im Pongau Parallelslalom
2. 26. Februar 2005 NordmazedonienDatei:Flag of North Macedonia.svg Mavrovo Parallel-Riesenslalom
3. 15. März 2005 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Borovets Parallel-Riesenslalom
4. 16. März 2005 BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg Borovets Parallel-Riesenslalom
5. 28. Januar 2006 SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg Vratna-Terchova Parallel-Riesenslalom
6. 29. Januar 2006 SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg Vratna-Terchova Parallel-Riesenslalom
7. 31. Januar 2010 SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Maribor Parallel-Riesenslalom
8. 22. Dezember 2013 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Lachtal Parallelslalom

Snowboard-Juniorenweltmeisterschaften

Datum Ort Land Disziplin Platz
13-04-2007 Bad Gastein AUT Parallel-Slalom 1
12-04-2007 Bad Gastein AUT Parallel-GS 5
11-04-2007 Bad Gastein AUT Snowboardcross 21
06-02-2006 Vivaldi Park KOR Parallel-GS 3
05-02-2006 Vivaldi Park KOR Big Air 14
03-02-2006 Vivaldi Park KOR Snowboardcross 3
22-04-2005 Zermatt SUI Parallel-GS 9
21-04-2005 Zermatt SUI Snowboardcross 48
14-02-2004 Oberwiesenthal GER Snowboardcross 9
11-02-2004 Klinovec CZE Parallel-GS 13

Staatsmeisterschaften

Datum Ort Land Disziplin Platz
21-03-2015 Hochficht AUT Parallel-Slalom 1
02-03-2013 Gerlitzen AUT Parallel-Slalom 2
09-12-2012 Lachtal AUT Parallel-GS 6
01-04-2012 St. Gallenkirch AUT Parallel-Slalom 3
02-03-2012 St. Gallenkirch AUT Parallel-GS 1
13-03-2011 Radstadt AUT Parallel-Slalom 5
12-03-2011 Radstadt AUT Parallel-GS 1
28-03-2010 Gerlitzen AUT Parallel-GS 1
27-03-2010 Gerlitzen AUT Parallel-Slalom 4
28-11-2009 Hochfügen AUT Parallel-GS 10
28-03-2009 Kasberg AUT Parallel-GS 2
30-03-2008 Radstadt AUT Parallel-GS 3
21-04-2007 Kaunertal AUT Snowboardcross 5
01-04-2006 Bad Gastein AUT Parallel-GS 3
19-03-2004 Bad Gastein AUT Snowboardcross 6
28-03-2003 Kühtai AUT Snowboardcross 7

Auszeichnungen (Auszug)

Datei:Julia Dujmovits Weg Güssing.jpg
Der Julia Dujmovits-Weg in Güssing

Weblinks

Commons: Julia Dujmovits – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />