Zum Inhalt springen

Leon Sternbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. Juli 2022 um 07:09 Uhr durch imported>Georg Hügler (besser so belassen, wie der Erstautor es vorgesehen hat.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Leon sternbach.jpg
Porträt von Stanisław Wyspiański (1904)
Datei:Sternbachs grave.jpg
Das Grab der Leontyna Sternbach auf dem Nowy cmentarz żydowski in Krakau erinnert an Leon Sternbach

Leon Sternbach (* 2. Juli 1864 in Drohobytsch, Galizien, Kaisertum Österreich; † 20. Februar 1940 im KZ Sachsenhausen) war ein galizisch-österreichischer Professor für Altphilologie an der Jagiellonen-Universität in Krakau.

Leben

Leon Sternbach war jüdischer Herkunft und hatte von 1882 bis 1886 in Leipzig, Dresden und Wien studiert. Er wurde 1886 promoviert und 1889 für Altphilologie an der Universität Lemberg habilitiert. Er wurde 1892 zum außerordentlichen, 1897 zum ordentlichen Professor in Krakau ernannt. Ab 1893 war er korrespondierendes Mitglied der Polnischen Akademie der Gelehrsamkeit in Krakau. Im akademischen Jahr 1904/1905 war er Dekan der Philosophischen Fakultät.

Nach der deutschen Besetzung Polens durch die Wehrmacht wurde er im Rahmen der Sonderaktion Krakau 1939 inhaftiert und in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht, wo er am 20. Februar 1940 von Gustav Sorge ermordet wurde.

Der US-amerikanische Chemiker und Pharmazeut Leo Sternbach (1908–2005) war sein Neffe.

Literatur

  • Jochen August (Hrsg.): „Sonderaktion Krakau“. Die Verhaftung der Krakauer Wissenschaftler am 6. November 1939. Hamburger Edition, Hamburg 1997, ISBN 3-930908-28-X, S. 318
  • Samuel Elperin: Die Ermordung von Professor Leon Sternbach. Aussage 28. November 1958, in: Jochen August (Hrsg.): „Sonderaktion Krakau“. 1997, S. 167f.

Weblinks

Vorlage:Hinweisbaustein