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Ahmad Zia Massoud

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Datei:AhmadZiaMassoud.JPG
Ahmad Zia Massoud (2008) als afghanischer Botschafter in Moskau

Ahmad Zia Massoud (* 1. Mai 1956 in Ghazni) ist ein afghanischer Politiker. Er ist der jüngere Bruder des im September 2001 ermordeten Anführers der Nordallianz Ahmad Schah Massoud, und war von Dezember 2004 bis November 2009 Vizepräsident im ersten Kabinett von Hamid Karzai.<ref name="WeAfghanen">D.-D. Böhmer, M. Stürme: Diese drei mächtigen Afghanen wollen Karsai stürzen. In: Die Welt. 12. Januar 2012, abgerufen am 13. Januar 2012.</ref> Ende 2011 gründete Ahmad Zia Massoud die National Front als Neuauflage der ehemaligen United Front (Nordallianz), welche Ende 2001 mit amerikanischer Luftunterstützung die Taliban von der Macht entfernte.

Biographie

Ahmad Zia Massoud wurde am 1. Mai 1956 in Muqur (Ghazni) geboren. Er besuchte das bekannte Lycée Esteqlal in Kabul.<ref name="Afghan Embassy"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ahmad Zia Massoud (Memento vom 24. Juli 2011 im Internet Archive). Abgerufen am 7. April 2024.</ref> Massud studierte drei Jahre an der Polytechnischen Universität von Kabul.<ref name="Afghan Embassy"/>

Nach der Saurrevolution durch die kommunistische Partei Afghanistans brach er sein Studium ab und folgte seinem Bruder Ahmad Schah Massoud im Kampf gegen die Sowjetunion im Sowjetisch-Afghanischen Krieg. Von 1978 bis 1981 kommandierte Ahmad Zia Massoud die Widerstandstruppen von Paryan. Ab 1981 fungierte er als politischer Repräsentant der Dschamiat-i Islāmi in Pakistan.<ref name="Afghan Embassy"/>

Von 1996 bis 2001 kämpfte Massoud als Mitglied der Vereinten Front (Nordallianz) im Afghanischen Bürgerkrieg (1989–2001) gegen die Taliban.

Nach dem Sturz der Taliban und der Errichtung der Islamischen Republik Afghanistan ernannte ihn Hamid Karzai im Dezember 2001 zum afghanischen Botschafter in Russland. Sein Einsatzfeld wurde später auf Armenien, Weißrussland und Moldawien erweitert.

Bei den Präsidentschaftswahlen in Afghanistan 2004 trat er an der Seite von Hamid Karzai als Kandidat für die Position des Vizepräsidenten an. Nach dem Wahlsieg bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten bis 2009. Nach Auseinandersetzungen zwischen Massoud und Karzai trennten sich die Wege der beiden Politiker. Bei den Präsidentschaftswahlen in Afghanistan 2009 trat Hamid Karzai mit Mohammed Fahim an.

2014 sollte er als Landwirtschaftsminister dem Kabinett von Aschraf Ghani angehören. Er musste aber auf den Posten verzichten, nachdem bekannt wurde, dass sein Name auf der Fahndungsliste von Interpol steht. Er wird von den estnischen Behörden wegen Steuerhinterziehung – aus einem Importhandel mit Agrargütern – gesucht.<ref>Afghanistans endlose Regierungsbildung</ref>

Berlin Statement

Ende 2011 gründete Ahmad Zia Massud zusammen mit Raschid Dostum und Hadschi Mohammed Mohaqiq die National Front, die gegen eine Rückkehr der Taliban an die Macht kämpft. Die Allianz plant mit einem eigenen Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl in Afghanistan 2014 anzutreten.<ref name="WeAfghanen"/> Die National Front hat auch Verbindungen zu dem ehemaligen Geheimdienstchef Afghanistans, Amrullah Saleh, und der größten Oppositionskoalition, der National Coalition von Abdullah Abdullah.<ref name="Berlin Meeting">Rep. Rohrabacher Leads Bipartisan Delegation’s Afghanistan Strategy Session With National Front Leaders in Berlin. In: rohrabacher.house.gov. 9. Januar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. September 2012; abgerufen am 14. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Januar 2012 unterzeichneten die Nationale Allianz, Amrullah Saleh und US-amerikanische Kongressabgeordnete nach einem Treffen in Berlin eine gemeinsame Erklärung:

„“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Erklärung der National Front (2012)

Die Asia Times analysierte, "wie die Gruppierungen der Nordallianz es sehen, verfolgt Pakistan [Unterstützer der Taliban] eine Strategie des Aussitzens in Bezug auf die Zeitspanne von heute bis 2014 - das Datum für den Rückzug der US-Truppen - um dann die Taliban neu zu formieren und einen Versuch zu unternehmen, die Macht in Kabul an sich zu reißen. Die starke Einigkeit [der Nordallianz] in Berlin zeigt, dass sie nicht einfach am Rande stehen und einem ausschließlichen US-Taliban-Pakistan Deal, der ihrer Nation auferlegt wird [und von dem sie ausgeschlossen werden], weichen werden."<ref name="Asia Times">There's more to peace than Taliban. In: Asia Times. 9. Januar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Januar 2019; abgerufen am 14. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weitere Literatur

Einzelnachweise

<references />

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