Grammostola
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| Grammostola | ||||||||||||
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| Datei:Grammostola pulchra (aka).jpg
Grammostola pulchra | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Grammostola | ||||||||||||
| Simon, 1892 |
Grammostola ist eine Spinnengattung aus der Familie der Vogelspinnen (Theraphosidae) und umfasst derzeit 22 Arten, die alle in Südamerika beheimatet sind.<ref name="WSC" /> (Stand: März 2017)
Merkmale
Diese Gattung hat mittelgroße bis sehr große Arten.<ref name="Klaas" /> Beispielsweise erreicht Grammostola anthracina acht Zentimeter, Grammostola pulchripes neun Zentimeter und Grammostola actaeon sogar zehn Zentimeter Körperlänge.<ref name="Schmidt" />
Grammostola-Arten haben auf der Oberseite des Hinterleibs (Opisthosoma), etwa von der Mitte bis zu den Spinnwarzen eine charakteristische, metallisch schimmernde Fläche mit sehr feinen Reizhaaren.<ref name="Klaas" />
Verhalten
Grammostola-Arten sind bodenbewohnende Vogelspinnen, die kurze Löcher und Wohnröhren ins Erdreich graben.<ref name="Klaas" /> Sie tapezieren die Wohnröhren mit Spinnenseide aus und leben dort während der Häutungsphasen, der Brutzeit und der kalten Monate. Diese Zeit kann bis zu fünf Monate im Jahr betragen. In der übrigen Zeit verstecken sie sich unter Steinen, Wurzeln, Rindenstücken oder Falllaub. Ausgewachsene Weibchen vieler Arten verlassen die Wohnröhre häufig nicht mehr und ernähren sich von den Beutetieren, die in der Nähe ihrer Wohnröhre vorbeiziehen.<ref name="Schmidt" />
Verbreitung und Lebensraum
Die Gattung besitzt ein großes Verbreitungsgebiet von Chile über Argentinien, Uruguay und Paraguay bis Brasilien.<ref name="Klaas" /> Die Vorkommen von Grammostola monticola und Grammostola rosea in Bolivien sind zweifelhaft.<ref name="Schmidt" /> Die einzelnen Arten besitzen teils sehr begrenzte Verbreitungsgebiete. So kommt Grammostola iheringi in Uruguay in einem einzigen Tal vor.<ref>Pérez Miles et al. Tarantulas from Uruguay</ref>
Einige Arten leben in Gebieten mit kalten Wintern mit Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt (beispielsweise im Lebensraum von Grammostola pulchra). Viele Arten leben in Gebieten mit enormen Temperaturschwankungen. Das bedeutet sehr hohe Temperaturen und trockene Luft während der Tageszeit gefolgt von eiskalten Nächten.<ref name="Klaas" /> Grammostola rosea ist im trockenen Südsommer keinen hohen Temperaturen ausgesetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klimadaten Chile ( des Vorlage:IconExternal vom 13. April 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> In Paraguay, der Heimat von Grammostola pulchripes, ist es im Südsommer hingegen feuchter und deutlich heißer.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klimadaten Paraguay ( des Vorlage:IconExternal vom 25. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Durch die Veränderungen im Lebensraum durch den Menschen wegen Viehwirtschaft, Ackerbaus und Holzwirtschaft konnten sich viele Grammostola-Arten ausbreiten. Viele Spinnen finden sich an den Viehweiden und Waldrändern, wie beispielsweise Grammostola actaeon, Grammostola iheringi, Grammostola grossa und Grammostola pulchra.<ref name="Klaas" />
Haltung im Terrarium
Grammostola sind häufig im Terrarium anzutreffen, besonders die bei Anfängern beliebte Grammostola rosea, aber auch Grammostola pulchra, Grammostola grossa und Grammostola pulchripes.
Die Grammostola-Arten sind in der Haltung klimatisch anspruchsvoller als andere Vogelspinnen. Viele benötigen im Winter kühlere Temperaturen bis unter 10 °C, da sonst die Zucht nicht gelingt.<ref>Sören Rafn Vogelspinnen, Kirschner & Seufer Verlag, Rheinstetten 2007, ISBN 978-3-9808264-9-5, S. 105</ref> Auch sind die Haltungsbedingungen der Arten dieser Gattung nicht einheitlich.<ref name="Klaas" />
Arten
Der World Spider Catalog listet für die Gattung Grammostola derzeit 20 Arten.<ref name="WSC" /> (Stand: Dezember 2023)
- Grammostola actaeon (<templatestyles src="Person/styles.css" />Pocock, 1903)
- Grammostola alticeps (<templatestyles src="Person/styles.css" />Pocock, 1903)
- Grammostola andreleetzi <templatestyles src="Person/styles.css" />Vol, 2008
- Grammostola anthracina (<templatestyles src="Person/styles.css" />C. L. Koch, 1842)
- Grammostola borelli (<templatestyles src="Person/styles.css" />Simon, 1897)
- Grammostola burzaquensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ibarra, 1946
- Grammostola chalcothrix <templatestyles src="Person/styles.css" />Chamberlin, 1917
- Grammostola diminuta <templatestyles src="Person/styles.css" />Ferretti, Pompozzi, González & Pérez-Miles, 2013
- Grammostola doeringi (<templatestyles src="Person/styles.css" />Holmberg, 1881)
- Grammostola gossei (<templatestyles src="Person/styles.css" />Pocock, 1899)
- Grammostola grossa (<templatestyles src="Person/styles.css" />Ausserer, 1871)
- Grammostola iheringi (<templatestyles src="Person/styles.css" />Keyserling, 1891)
- Grammostola inermis <templatestyles src="Person/styles.css" />Mello-Leitão, 1941
- Grammostola mendozae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Strand, 1907)
- Grammostola pulchra <templatestyles src="Person/styles.css" />Mello-Leitão, 1921
- Grammostola pulchripes (<templatestyles src="Person/styles.css" />Simon, 1891)
- Grammostola quirogai <templatestyles src="Person/styles.css" />Montes de Oca, D’Elía & Pérez-Miles, 2016
- Grammostola rosea (<templatestyles src="Person/styles.css" />Walckenaer, 1837)
- Grammostola subvulpina (<templatestyles src="Person/styles.css" />Strand, 1906)
- Grammostola vachoni <templatestyles src="Person/styles.css" />Schiapelli & Gerschman, 1961
Literatur
- Klaas, P. (2003): Vogelspinnen: Herkunft, Pflege, Arten. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, ISBN 3-8001-3696-1.
Weblinks
- Grammostola im World Spider Catalog
- Deutsche Arachnologische Gesellschaft e. V. – Verein, der sich um die Erforschung und Übermittlung von Informationen von Vogelspinnen kümmert (Publikationsorgan: ARACHNE – ISSN 1613-2688)
Einzelnachweise
<references> <ref name="WSC">Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern: World Spider Catalog Version 24.5 – Grammostola. Abgerufen am 27. Dezember 2023.</ref> <ref name="Klaas">Peter Klaas: Vogelspinnen / Herkunft, Pflege, Arten, Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2003, 2007, ISBN 978-3-8001-4660-4, S. 88–91</ref> <ref name="Schmidt">Günther Schmidt: Die Vogelspinnen, Westarp Wissenschaften-Verlagsgesellschaften mbH, Hohenwarsleben 2003, ISBN 3-89432-899-1, S. 167</ref> </references>