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Hanns Kralik

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Hanns Kralik (* 27. Mai 1900 in Neufeld an der Leitha; † 9. Mai 1971 in Düsseldorf) war ein deutscher Maler, Grafiker und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Leben

Datei:Surwold - Im Eichengrund - Lager Börgermoor - Erinnerungspunkt 05 ies.jpg
Titelblatt „Die Moorsoldaten“ von Hanns Kralik, 1933

Kralik wurde als zweites von acht Kindern eines Bergmanns im österreichischen Burgenland geboren. Dort im Grenzgebiet ging die Braunkohle bald zur Neige. So kam die Familie nach Moers und er wuchs am Niederrhein auf. Mit 14 Jahren arbeitete er bereits auf der Zeche Rheinpreußen in Moers. Ab 1920 besuchte er nebenberuflich die Kunstgewerbeschule Krefeld, 1924 begann er ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, das er neben der Schichtarbeit leistete, bis 1928. Früh entwickelte er die Verbindung zum Jungen Rheinland. Er wurde Mitglied der Assoziation revolutionärer bildender Künstler, in Düsseldorf. Nach der Machtübertragung 1933 an die Nationalsozialisten beteiligte sich Kralik am Widerstand und wurde im Juni 1933 als Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands verhaftet.<ref>Klaus Stein: Mensch – wie stolz das klingt, UZ vom 2. Februar 2024</ref> Kralik war im KZ Börgermoor interniert. Dort fertigte er die Zeichnung zu dem Lied Die Moorsoldaten an, von denen zwei auch in Wolfgang Langhoffs Buch Die Moorsoldaten. 13 Monate Konzentrationslager. Unpolitischer Tatsachenbericht zu finden sind.<ref>Wolfgang Langhoff: Die Moorsoldaten. 13 Monate Konzentrationslager. Unpolitischer Tatsachenbericht, Schweizer Spiegel Verlag, Zürich 1935</ref>

Im Januar 1934 wurde Kralik aus der Haft entlassen und floh zusammen mit seiner Frau Lya im Dezember 1934 über Holland nach Paris.<ref name=":0">DIZ Emslandlager (Hrsg.): Hanns Kralik (= Häftlinge und Gefangene der Emslandlager - Porträts. Nr. 1). Papenburg 2023, ISBN 978-3-910885-01-1.</ref> Er beteiligte sich am antifaschistischen Widerstand und fertigte Plakate, Flugblätter, Streuzettel sowie Ausweispapiere für Illegale Mitbegründer des Deutschen Künstlerbundes in Paris.<ref name="H-Kralik">HANNS KRALIK: Biografische Angaben</ref>

1939 wurde Kralik Opfer der französischen Internierungspraxis und verbrachte die Jahre bis einschließlich 1942 in Internierungslagern in Albi (Camp de la Viscose), Agde und Chanac.<ref name="H-Kralik"/>

Von 1943 bis 1945 war Kralik Mitglied der Bewegung „Freies Deutschland“<ref>Ob Kralik auch in der Travail allemand (TA) aktiv, war, ließ sich anhand der verfügbaren Quellen nicht verifizieren. Cécile Denis wiederum behauptet Kalkos Zugehörigkeit zum Comité Allemagne libre pour l’Ouest (CALPO) (Cécile Denis: Illustrations dans la presse germanophone clandestine en France pendant la Seconde Guerre mondiale, Abschnitt 4). Beiden Organisationen ist gemeinsam, dass sie zum Netzwerk der kommunistisch kontrollierten Widerstandsgruppen gehörten, was Kraliks Zugehörigkeit zu ihnen nicht ausschließt, auch wenn auf der Kralik-Homepage hierüber keine Aussagen getroffen werden.</ref> und betätigte sich wiederum in der Herstellung illegaler Informations- und Propagandamaterialien, unter anderem auch solchen, die der Aufklärung der Wehrmachtsangehörigen dienen sollten.<ref name="H-Kralik"/>

Kralik kehrte Ende Juni 1945 nach Düsseldorf zurück und war dort ab Juli 1945 Beigeordneter der KPD, Kulturdezernent im Amt für kulturelle Angelegenheiten in Düsseldorf und Sportdezernent.<ref>Frank Laubenburg: Hanns Kralik und Klaus Maase rehabilitieren. In: frank laubenburg bloggt. 27. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. April 2013; abgerufen am 27. August 2018 (Antrag „Die Linke“ im Stadtrat in Düsseldorf).</ref> 1951 wurde er wegen seiner KPD-Mitgliedschaft aufgrund des Adenauer-Erlasses zur Verfassungstreue entlassen.<ref name=":0" />

In den letzten 20 Lebensjahren widmete sich Kralik wieder dem künstlerischen Schaffen.

Werke nach 1945 (Auswahl)

Ausstellungen

Literatur

  • Habbo Knoch, Dana Schlegelmilch: Hanns Kralik (= Häftlinge und Gefangene der Emslandlager. Porträts, Heft 1). Herausgegeben vom Aktionskomitee für ein Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager. DIZ-Verlag, Papenburg 2023, ISBN 978-3-910885-01-1.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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