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Julia Janssen

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Datei:Julia-Janssen-(1927).jpg
Julia Janssen (Foto: Max Fenichel, 1927)
Datei:Grab Julia Jannsen.jpg
Das Grab von Julia Janssen im Familiengrab auf dem Hauptfriedhof Dortmund.

Julia Janssen (* 19. Dezember 1900 in Dortmund; † 24. Dezember 1982 in Herdecke, Nordrhein-Westfalen) war eine deutsch-österreichische Schauspielerin.

Leben

Julia Janssen wurde als Tochter des Musikdirektors Julius Janssen (1852–1921)<ref>Vereinsgeschichte des Musikvereins Dortmund S. 2. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2016; abgerufen am 7. April 2021.</ref> und dessen Ehefrau Friederike geboren. Nach dem Abitur erhielt sie eine Schauspielausbildung bei Emil Binder in Dortmund. Daran schloss sich ein Volontariat an den Stadttheatern Oberhausen und Dortmund an. Ihr Bühnendebüt gab sie 1924 in Oberhausen.

Nach einem in Berlin arrangierten Vorsprechen bei Franz Herterich (1877–1966), Direktor des Wiener Burgtheaters,<ref>C. M.: Gespräch mit Julia Janssen. In: Neues Wiener Journal, Nr. 12.221/1927 (XXXV. Jahrgang), 2. Dezember 1927, S. 8, Spalte 1 f. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwj</ref> trat Janssen, bis dahin die erste sentimentale Liebhaberin an den städtischen Bühnen in Dortmund,<ref>Neue Mitglieder des Burgtheaters. In: Der Morgen. Wiener Montagblatt, Nr. 1/1927 (XVIII. Jahrgang), 3. Jänner 1927, S. 7, Spalte 3. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dmo</ref> mit 1. September 1927 ihr Engagement im Ensemble des Wiener Burgtheaters an. Als Julia debütierte sie am 20. November 1927 erfolgreich in Shakespeares Romeo und Julia (Regie: John Brahm).<ref>R. A.: Theater- und Kunstnachrichten. Burgtheater. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 22695, 22. November 1927, S. 10, Spalte 1. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref> 1935 war das Burgtheater ohne sie kaum mehr zu denken.<ref>Julia Janssen. In: Die Moderne Welt, Jahrgang 1935, Nr. 3/1935 (XVII. Jahrgang), S. 9 (unpaginiert). (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dmw</ref>

Nach den Kriegsgeschehnissen wiedereröffnete das Burgtheater am 30. April 1945 im Gebäude des Ronacher mit Grillparzers Trauerspiel Sappho, in dem Janssen die Dienerin Melitta gab.<ref>Helmut KretschmerDer Wiederbeginn des kulturellen Lebens im Jahre 1945. In: Wiener Geschichtsblätter, Heft 3/1975, XXX. Jahrgang, S. 252. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/maw</ref> 1949 wirkte sie im Palais Coburg an der von Rudolf Felmayer und Kurt Dichtl ausgerichteten und von Antikriegsbildern begleiteten Dichterlesung Mahner des Friedens mit.<ref>Kultur und Kritik. (…) Mahner des Friedens. In: Österreichische Volksstimme. Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs, Nr. 299/1949, 23. Dezember 1949, S. 6 (unpaginiert). (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ovs</ref>

Die Künstlerin war jahrzehntelang Mitglied des Burgtheater-Ensembles. Zahlreiche Gastspiele führten sie auch an verschiedene Bühnen in München, Prag, Brünn und Salzburg. Sie war zudem als Schauspiellehrerin tätig und unterrichtete unter anderem Waltraut Haas.<ref>Eintrag Waltraut Haas in austria-lexikon.at; abgerufen am 7. Januar 2012</ref>

Julia Janssen wirkte in einigen Film- und Fernsehproduktionen mit. So spielte sie 1928 in dem Stummfilm Die Frau von gestern und morgen von Heinz Paul mit Arlette Marchal, Vivian Gibson und Fritz Alberti und 1935 in dem Spielfilm Himmel auf Erden von E. W. Emo mit Heinz Rühmann, Hans Moser, Hermann Thimig und Lizzi Holzschuh. An der Seite von Helene Thimig war sie 1967 im Fernsehen in der Aufzeichnung einer Aufführung des Theaters in der Josefstadt mit dem Bühnenstück Katzenzungen des spanischen Schriftstellers Miguel Mihura (deutsche Fassung: Hans Weigel) zu sehen.

Filmografie

Literatur

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560744, S. 754.
  • Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, DNB 010075518, S. 324.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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