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Dillenia

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Dillenia
Datei:Dillenia suffruticosa fruit.jpg

Früchte von Dillenia suffruticosa

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Familie: Rosenapfelgewächse (Dilleniaceae)
Gattung: Dillenia
Wissenschaftlicher Name
Dillenia
L.

Dillenia oder deutsch auch Rosenapfelbäume<ref name="Genaust2005"/> ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rosenapfelgewächse (Dilleniaceae). Das Verbreitungsgebiet ist paläotropisch, mit den meisten Arten in den tropischen Gebieten Asiens.

Beschreibung

Datei:Dillenia reifferscheidia Blanco2.344.png
Illustration aus Blanco von Dillenia reifferscheidia
Datei:A hand-book to the flora of Ceylon (Plate III) (6430631879).jpg
Illustration aus A hand-book to the flora of Ceylon, 1893, Tafel III von Dillenia triquetra

Vegetative Merkmale

Die Dillenia-Arten sind verholzende Pflanzen und bilden meist Bäume, seltener Sträucher, sie sind immergrün oder selten laubabwerfend. Die Borke ist rot, grau oder braun.<ref name="FoPakistan"/>

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind bis zu 50 Zentimeter lang, teilweise mit bleibenden oder abfallenden stängelumfassenden Flügeln.<ref name="FoC2007"/> Die einfach Blattspreiten sind elliptisch, länglich oder länglich lanzettlich mit einer deutlich vorstehenden Nervatur und einem gesägten Blattrand.<ref name="FoPakistan"/>

Generative Merkmale

Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren bis vielen in traubigen Blütenständen.<ref name="FoPakistan"/>

Die relativ großen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Es werden meist fünf, selten vier bis 18 fleischige, oft fortwachsende Kelchblätter gebildet. Meist gibt es fünf, selten vier bis sieben Kronblätter, die jedoch auch fehlen können. Die Staubblätter sind zahlreich, dabei haben die inneren häufig längere Staubbeutel als die äußeren. Die Staubbeutel öffnen sich in zwei endständigen Poren oder seltener in zwei eng beieinander liegenden, länglichen, geraden Schlitzen. Die vier bis 20 Fruchtblätter sind teilweise zu einem konischen Blütenboden zusammengewachsen. Jedes Fruchtblatt enthält ein bis viele Samenanlagen.<ref name="FoPakistan"/>

Die Früchte werden durch die vergrößerten Kelchblätter eingehüllt. Meist werden ein oder wenige harte, braune bis schwarze<ref name="FoPakistan"/> Samen je Fruchtblatt gebildet, die einen Samenmantel haben können.<ref name="FoC2007"/>

Systematik und Verbreitung

Datei:Dillenia alata flower.jpg
Blüte von Dillenia alata
Datei:Dillenia excelsa - Flickr - Dick Culbert.jpg
Blüte von Dillenia excelsa
Datei:Dillenia indica Flower.JPG
Indischer Rosenapfel (Dillenia indica)
Datei:Gardenology-IMG 7966 hunt10aug.jpg
Laubblätter und Blüte des Indischen Rosenapfel (Dillenia indica)
Datei:Dillenia pentagyna flowers- at Jayanti, Duars, West Bengal W IMG 5365.jpg
Blütenstand von Dillenia pentagyna
Datei:菲律賓五椏果 Dillenia philippinensis -吉隆坡 University of Malaya, Kuala Lumpur- (9240262510).jpg
Laubblätter und Blüte von Dillenia philippinensis
Datei:Dil suffrut 111030-1677 bml.jpg
Dillenia suffruticosa

Die Gattung Dillenia wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 535 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Den Gattungsnamen Dillenia wählte Linné nach dem deutschen Arzt und Botaniker Johann Jacob Dillen, den er 1737 getroffen hatte.<ref name="Genaust2005"/><ref name="Burkhardt2018" /> Typusart ist Dillenia indica <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="Tropicos" /> Ein Homonym ist Dillenia <templatestyles src="Person/styles.css" />Heist. ex Fabr. das 1763 in Enumeratio Methodica Plantarum, 57 veröffentlicht wurde.

Die Gattung Dillenia gehört zur Familie Dilleniaceae.

Arten der Gattung Dillenia finden sich von Madagaskar bis zu den Fidschi-Inseln, auf den Maskarenen, in Süd- und Südostasien, in Indonesien und in Queensland<ref name="FoPakistan"/>. Die meisten Arten gibt es in den tropischen Gebieten Asiens.<ref name="FoC2007"/>

In der Gattung Dillenia gibt es 58 bis 65 Arten zugeordnet (Auswahl):<ref name="FoC2007"/>

Verwendung

Einige Arten, darunter der Indische Rosenapfel, werden wegen ihrer großen, dekorativen, häufig weißen Blüten als Zierbäume kultiviert<ref>Andreas Bärtels: Farbatlas Tropenpflanzen. E. Ulmer, Stuttgart, 1989, ISBN 3-8001-3448-9, S. 92.</ref>, der Indische Rosenapfel darüber hinaus auch wegen seiner essbaren Früchte.

Nachweise

Literatur

  • Zhixiang Zhang, Klaus Kubitzki: Dillenia. In:
  • R. D. Hoogland: A revision of the genus Dillenia. In: Blumea, Volume 7, Issue 1, 1952, S. 1–145.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Dillenia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC2007"> Zhang, Kubitzki: Dilleniaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-64-1, S. 331Dillenia., S. 332 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoPakistan"> Dillenia bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Genaust2005"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 209. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie_Universität_Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Dillenia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien