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Heddingheim

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Koordinaten: 50° 4′ 44,7″ N, 8° 27′ 45,8″ O

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Heddingheim ist eine Wüstung auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Kriftel im hessischen Main-Taunus-Kreis. Sie liegt südlich des Ortes an der heutigen Landstraße L 3011 von Hattersheim nach Lorsbach.

Die urkundliche Ersterwähnung stammt aus dem Jahr 1277: Das Kloster Retters besaß danach in Hittinkam einen Hof, in dessen Nähe die Kirche des Ortes stand, die dem heiligen Bonifatius geweiht war. Die Endung des Namens auf -heim deutet auf eine Gründung im 7. Jahrhundert hin. Das Bestimmungswort war ursprünglich der Personenname Heithar. Weitere urkundlich belegte Namensformen des Ortes sind 1437 Hedenkeym, 1459 Heddekeym, 1472 Hedenkommen, 1472 und 1528 Hedekam, 1490 Heydeckhem, 1547 Hedekhan und 1565 Hedigkheim. Im Jahr 1578 wurde die Kirche des Ortes abgerissen, und die Steine wurden für den Bau eines Hofgutes verwendet. Der Ort muss zu diesem Zeitpunkt schon wüst gefallen sein.

Die Ortslage ist aus Flurbezeichnungen ableitbar. Wie aus Flurbeschreibungen von Hattersheim aus den Jahren 1406 und 1456 hervorgeht wurde die heutige Hofheimer Strasse früher Hedenkammer oder Hedekheimer Weg genannt. In einer späteren Karte<ref>Übersichtskarte der Gemarkung Hattersheim a.M. bei arcinsys.hessen.de</ref> erscheint die Flurbezeichnung Unter dem Hüttenkämmmerweg, das dem Gelände, das heute von der Hofheimer Strasse und der Bergstrasse eingeschlossen wird, entspricht.<ref>Wolf Heino Struck: Geschichte von Hattersheim, 1964, S. 9</ref> Im Jahr 1355 wird in Kriftel die Hedenkeymer Gasse erwähnt (die heutige Kapellenstraße). In deren Verlängerung stand von 1755 bis 1958 eine kleine Bonifatiuskapelle, am Platz der ehemaligen Heddingheimer Kirche. Die anschließend errichtete heutige Bonifatiuskapelle liegt etwa 175 m südwestlich davon entfernt auf einer Anhöhe.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>