Krautiger Backenklee
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| Krautiger Backenklee | ||||||||||||
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| Datei:Dorycnium pentaphyllum herbaceum 001.JPG
Krautiger Backenklee (Lotus herbaceus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lotus herbaceus | ||||||||||||
| (Vill.) Jauzein |
Der Krautige Backenklee (Lotus herbaceus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vill.) Jauzein, Syn.: Dorycnium herbaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />Vill.) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hornklee (Lotus) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Krautige Backenklee wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 50 Zentimetern. Die aufrechten oder niederliegenden Stängel sind relativ zart. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter wirken fünfteilig, setzen sich aber aus drei kleeartigen Teilblättern und zwei Nebenblättern zusammen. Die locker abstehend behaarten Teilblätter sind bis zu 6 mm breit und bis zu 18 mm lang.
Generative Merkmale
12 bis 25 Blüten sind in einem köpfchenförmigen Blütenstand vereint. Der Blütenstiel ist kurz.
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der spärlich kurz behaarte Kelch ist bis zu 2 mm lang. Die fünf weißen Kronblätter stehen zu einer Blütenkrone mit der typischen Form der Schmetterlingsblütler zusammen, die 5 bis 7 Millimeter lang ist.
Die relativ schmale Hülsenfrucht weist eine Länge von bis zu 4,5 mm auf und ist in Längsrichtung runzlig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.<ref name="Oberdorfer2001" />
Ökologie
Die Samen werden beim Aufspringen der Hülsenfrucht bei Sonnenschein mit großer Gewalt fortgeschnellt, wobei ein eigentümliches Geräusch entsteht.<ref name="HegiGams1964" />
Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Krautigen Backenklees reicht von Frankreich und Tschechien über Südeuropa bis in den Kaukasusraum.<ref name="GRIN_LotusHerbaceus" />
Der Krautige Backenklee wächst an Straßenböschungen, Waldrändern und trockenen Wiesen. Häufig sieht man viele Stängel dicht beieinander stehen. Er gedeiht von der Hügelstufe bis in die untere montane Stufe.
In Mitteleuropa gedeiht er in Pflanzengesellschaften der Ordnung Origanetalia, in Südeuropa in denen der Ordnung Rosmarinetalia.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1779 als Dorycnium herbaceum durch Domínique Villars in Prospectus de l'Histoire des Plantes de Dauphiné, 44.<ref name="Tropicos_DorycniumHerbaceum" /> Dorycnium herbaceum wird von manchen Autoren als Unterart von Dorycnium pentaphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Scop. aufgefasst.<ref name="GRIN_DorycniumPentaphyllumHerbaceum" /> Die Neukombination zu Lotus herbaceus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vill.) Jauzein erfolgte 2010 durch Philippe Jauzein in Biocosme Mésogéen, Volume 27, Issue 4, S. 122.<ref name="GRIN_LotusHerbaceus" /><ref name="Tropicos_LotusHerbaceus" /> Ein Isonym ist Lotus herbaceus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vill.) Peruzzi, das erst etwas später, am 31. Dezember 2010, durch Lorenzo Peruzzi in Informatore Botanico Italiano; Bolletino della Societa Botanica Italiana. Florence, Volume 42, Issue 2, S. 528 veröffentlicht wurde.
Quellen
- Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland, Gustav Fischer Verlag, Jena 1994.
- Pietro Zangheri: Flora d’Italia, CEDAM, Padova, 1976.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN_LotusHerbaceus"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="GRIN_DorycniumPentaphyllumHerbaceum"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos_DorycniumHerbaceum"> Dorycnium herbaceum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos_LotusHerbaceus"> Lotus herbaceus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Dorycnium herbaceum Vill. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 600. </ref> <ref name="HegiGams1964"> Gustav Hegi, Helmut Gams: Familie Leguminosae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band IV, Teil 3, Seite 1382. Verlag Carl Hanser, München 1964. </ref> </references>
Weblinks
- Dorycnium herbaceum Vill., Vielblütiger Backenklee. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Krautiger Backenklee. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Datenblatt mit Foto und Verbreitung in Frankreich bei Tela Botanica.