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Schloss Rothenthurn

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Datei:Spittal Rothenthurn Schloss 17052007 07.jpg
Schloss Rothenthurn
Datei:Rothenthurn Kapelle.JPG
Innenansicht der Schlosskapelle
Datei:Rothenthurn hl.Kümmernis.jpg
Fresko der hl. Kümmernis in der Schlosskapelle

Das Schloss Rothenthurn liegt am Südhang des Insberges oberhalb der Ortschaft Rothenthurn in der Stadtgemeinde Spittal an der Drau in Kärnten. Das Schloss steht unter Denkmalschutz (Vorlage:BDA Objekt Ref/Wd Impl).

Geschichte

Die Burg war ein Lehen der Grafen von Ortenburg, später der Grafen von Cilli und der Grafen von Görz-Tirol. Erster nachweisbarer Besitzer war 1478 Hans Kreutzer. Mitte des 16. Jahrhunderts war das Schloss im Besitz der Khevenhüller, die es dem Schloßpfleger Ehrenholdt Eschey überließen. Im 18. Jahrhundert waren die Eigentümer die Gewerkenfamilien Eineter und Perscher. 1882 war das Schloss im Besitz der Familie Normann-Ehrenfels. Der heutige Besitzer, die Familie Pereira-Arnstein, betreibt im Schloss einen Beherbergungsbetrieb.

Baubeschreibung

Der älteste Teil der Anlage ist der „Roter Turm“ genannte Mitteltrakt, dessen Kern wahrscheinlich auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Von ihm führte ein unterirdischer Verbindungsgang zur „Maximiliansburg“, einem Burgstall zwischen Molzbichl und Rothenturn. Ansonsten wurde das Gebäude hauptsächlich im 16. und 17. Jahrhundert errichtet, bei Valvasor ist bereits der weitläufige Komplex abgebildet.

Der langgestreckte Bau besteht aus mehreren langgestreckten zwei- und dreigeschoßigen Trakten. Auf dem Mitteltrakt erhebt sich ein Dachreiter. Über dem Renaissanceportal im Westtrakt ist das Wappen der Khevenhüller angebracht. Beim Hauptportal an der Nordseite des Roten Turmes handelt es sich um ein Bauteil aus dem 16. Jahrhundert, das 1882 bei einer historisierenden Restaurierung überarbeitet wurde. Im gesprengten Segmentgiebel findet sich ebenfalls das Wappen der Khevenhüller.

Schlosskapelle

Die Kapelle im östlichen Haupttrakt ist der heiligen Barbara geweiht. Der dreijochige, kreuzgratgewölbte Raum wurde 1644 durch Ehrenholdt Eschey erbaut und 1737 unter Matthias Ferdinand Eineter mit Fresken versehen. Ein Wasserschaden brachte eine ältere Darstellung der hl. Kümmernis zum Vorschein. Am Altar von 1710 ist die Marienkrönung plastisch dargestellt. Seitlich stehen die Statuen der Heiligen Barbara und Dorothea.

Grabdenkmal

Datei:Grabbau für Graf Konstantin Normann-Ehrenfels 01.jpg
Grabbau für Graf Konstantin Normann-Ehrenfels
  • Nördlich des Schlosses befindet sich ein Grabbau für Graf Konstantin Normann-Ehrenfels († 1882) in Form einer dreiseitig offenen Laube.

Literatur

  • Hermann Wiessner, Margareta Vyoral-Tschapka: Burgen und Schlösser in Kärnten. Band 3. Hermagor, Spittal/Drau, Villach. Birken-Verlag, Wien 1986 (2. Auflage), ohne ISBN, S. 117.
  • Georg Clam Martinic: Burgen & Schlösser in Österreich. Tosa-Verlag, Wien 1996, ISBN 3-85001-679-1.
  • Rothenthurn, Schloss Rothenthurn, Kapelle hl. Barbara im östlichen Haupttrakt des Schlosses, Grabbau nördlich vom Schloss. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Kärnten 2001. S. 691–692.

Weblinks

Commons: Schloss Rothenthurn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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