Zum Inhalt springen

Schloss Schenna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Dezember 2025 um 02:40 Uhr durch ~2025-39401-75 (Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Schloss Schenna
Datei:Schenna Castle from Verdinserstrasse 2.jpg
Schloss Schenna

Schloss Schenna

Alternativname(n) Burg Schenna, Castel Schenna, Castello di Scena
Staat Italien
Ort Schenna
Entstehungszeit 1350
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Erhalten
Ständische Stellung Adel
Geographische Lage 46° 41′ N, 11° 11′ OKoordinaten: 46° 41′ 27,3″ N, 11° 11′ 15,8″ O
 {{#coordinates:46,690922|11,187722|primary
dim=200 globe= name=Schloss Schenna region=IT-BZ type=building
  }}
Datei:A part of Südtirol - Schenna - panoramio (1).jpg
Eingangstor

Das Schloss Schenna in Schenna bei Meran ist eines der bedeutendsten Schlösser in Südtirol. Heute kann man das Schloss und die ehemals von der gräflichen Familie bewohnten Prunkräume in persönlichen Führungen von Franz Spiegelfeld, Schwager des Eigentümers, besichtigen.

Geschichte

Die Herren von Schenna treten als Ministerialen der Grafen von Tirol im Lauf des 12. Jahrhunderts in Erscheinung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte (Memento vom 2. Februar 2015 im Internet Archive), schenna.com</ref> Als eigentlicher Stammsitz dieses Geschlechts gilt der Burgrest bei St. Georg bzw. Alt-Schenna, der 1231 erstmals erwähnt wurde und von dem das Fundament des Bergfrieds erhalten blieb.<ref>Burgrest Sankt Georgen (Ultenturm, Alt-Schenna) in Schenna. Abgerufen am 28. Mai 2023.</ref> 1346 belehnte Markgraf Ludwig der Brandenburger Petermann von Schenna 1352–1369 Landeshauptmann und Burggraf von Tirol, mit einem „Gesäß auf dem Bühel“ auf dem er 1350 ein neues Schloss errichtete.<ref>Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch. II. Band: Burggrafenamt. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1980, S. 152–154.</ref> Den alten Burgstall, noch 1346 in einer Urkunde erwähnt, überließ er seinen Vettern. Um diese Zeit war Margarete die letzte Görzer Gräfin von Tirol. Nachdem er 1369 ohne männliche Erben gestorben war, erbte sein Schwiegersohn Hans von Starkenberg die verschuldete Herrschaft. 1423 verloren die Herren von Starkenberg Schenna an Herzog Friedrich mit der leeren Tasche. Die Burg, die anfangs noch Wehrcharakter besaß, wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem repräsentativen Adelssitz umgebaut.<ref>Burgenwelt - Schloss Schenna - Italien. Abgerufen am 28. Mai 2023.</ref> In den 1460er Jahren stürzte der Bergfried ein, auf dessen Wiederaufbau man verzichtete. Seit 1496 erscheinen als Besitzer die Herren von Liechtenstein-Kastelkorn. Von 1753 bis 1813 war das Schloss im Eigentum der Grafen Bettoni. 1818 kaufte es Johann von Goldrainer und 1838 Jakob Hinterwaldner. 1845 wurde Schenna von Erzherzog Johann erworben, der es nach seinem Tod seinen Nachkommen, den Grafen von Meran, überließ. Es ist noch heute in ihrem Besitz (Eigentümer ist Franz Meran aus Schloss Stainz), wird von Mitgliedern der Familie bewohnt und bewirtschaftet. Ein Teil des Schlosses ist heute ein Museum.

Die Sammlung

Zu den Sammlungen Erzherzog Johanns, welche in vielen Räumen des Schlosses ausgestellt sind, zählen Gemälde und zahlreiche Porträts seiner habsburgischen Ahnen, die seine tiefe Verwurzelung zu seiner österreichischen Heimat zeigen. Außerdem befindet sich in dem Schloss die größte private Andreas-Hofer-Sammlung, weiterhin Gemälde von Johanns Kammermalern (Eduard Gurk und Matthäus Loder), die eindrucksvolle Landschaftsbilder geschaffen haben, Gebrauchsgegenstände aus Johanns Privatbesitz, sowie eine Sammlung verschiedenster Waffen aus dem 12. bis 19. Jahrhundert.

Veranstaltungen

Auf Schloss Schenna fand 2011 erstmals die Gourmet-Veranstaltung „Sterne, Schlösser, Almen“ statt.<ref>Feinschmeckerfestival in Südtirol: Jause deluxe. auf: Spiegel online. 13. Juli 2011.</ref> Beteiligt waren u. a. die Köche Gerhard Wieser und Alois Haller.

Umgebung

Datei:Mausoleum, Schloss Schenna, Pfarrkirche Maria Himmelfahrt 02 (cropped).JPG
Mausoleum des Erzherzogs Johann

Zum Besitz gehören heute nicht nur das Schloss, sondern auch das Mausoleum am Kirchhügel von Schenna, wo Erzherzog Johann und seine Familie ihre letzte Ruhestätte fanden, sowie der Thurnerhof als landwirtschaftlicher Betrieb und traditionelles Wirtshaus.

Literatur

  • David von Schönherr: Das Schloß Schenna, seine Geschichte und seine Besitzer. Pötzelberger, Meran 1886 (Digitalisat).
  • Franz Spiegelfeld: Schloss Schenna. Lebendige Vergangenheit entdecken (= Burgen. Band 2). Schnell und Steiner, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7954-2040-6.
  • Oswald Trapp: Tiroler Burgenbuch. II. Band: Burggrafenamt. Verlagsanstalt Athesia, Bozen 1980, S. 155–169.

Weblinks

Commons: Schloss Schenna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Afing | Aichach | Altenburg (Eppan) | Altenburg (Kaltern) | Altrasen | Andrian | Anger | Annenberg | Aschburg | Auer | Boymont | Brandis | Branzoll | Braunsberg | Bruneck | Brunnenburg | Burgstall | Castelfeder | Churburg | Dornsberg | Drossturm | Ehrenburg | Englar | Enn | Eschenlohe | Fahlburg | Festenstein | Fischburg | Fragsburg | Freudenstein | Fröhlichsburg | Fuchsberg | Fürstenburg | Gandegg | Gernstein | Goyen | Goldrain | Greifenstein | Gruonsberg | Haderburg | am Hangenden Stein | Haselburg | Hauenstein | Helfenburg | Hocheppan | Hochgalsaun | Hochnaturns | Hofburg | im Holz | Jaufenburg | Johanneskofel | Juval | Kaldiff | Kampenn | Karneid | Karnol | Kasatsch | Kastelbell | Kastellatz (Mals) | Kastellatz (Tramin) | Katzenstein | Katzenzungen | Kehlburg | Klebenstein | Knillenberg | Korb | Kränzelstein | Kröllturm | Labers | Laimburg | Lamprechtsburg | Landesfürstliche Burg | Latsch | Lebenberg | Leonburg | Leuchtenburg | Lichtenberg | Liechtenstein | Mais | Maretsch | Mayenburg | Michelsburg | Montalban | Moos | Mühlbacher Klause | Neuhaus (Gais) | Neuhaus (Terlan) | Neurasen | Niemandsfreund | Obermatsch | Obermontani | Ortenstein | Payrsberg | Pfeffersberg | Planta | Prösels | Rafenstein | Rametz | Reichenberg | Reifenegg | Reifenstein | Reinegg | Rendelstein | Ried | Rodenegg | Rosenstein | Rottenstein | Rotund | Rubein | Rundegg | Runkelstein | Salegg | Salern | Schenkenberg | Schenna | Schlandersberg | Schöneck | Sigmundskron | Sonnenburg | Sprechenstein | Stachlburg | Stein am Ritten | Steinegg | Stetteneck | Straßberg | Summersberg | Taufers | Thurn (St. Martin) | Thurn (Taisten) | Thurnstein | Tinzlturm | Tirol | Trauttmansdorff | Treuenstein | Trostburg | Tschenglsberg | Tschenglsburg | Untermatsch | Untermontani | Uttenheim | Velseck | Velthurns | Vintl | Voitsberg | Vorst | Walbenstein | Wangen-Bellermont | Warth | Wehrburg | Weineck | Welfenstein | Welsperg | Werrenberg | Winkel | Wolfsthurn (Andrian) | Wolfsthurn (Ratschings) | Wolkenstein | Zenoburg | Zwingenburg | Zwingenstein

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein