Zum Inhalt springen

Friedrichslohra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. März 2026 um 22:37 Uhr durch imported>Aka (Geschichte: Halbgeviertstrich, Leerzeichen vor Zahl eingefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Friedrichslohra
Gemeinde Großlohra
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Friedrichslohra 51° 25′ N, 10° 38′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 25′ 9″ N, 10° 37′ 56″ O
 {{#coordinates:51,419166666667|10,632222222222|primary
dim=10000 globe= name=Friedrichslohra region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 301 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Postleitzahl: 99759
Vorwahl: 036338
Lage von Friedrichslohra in Thüringen
Datei:Friedrichslohra Ev. Bonifatius-Kirche.JPG
Ev. Bonifatius-Kirche mit Glockenhaus in Friedrichslohra
Datei:Friedrichslohra Kath. Bonifatius-Kirche.JPG
Katholische Bonifatius-Kirche in Friedrichslohra

Friedrichslohra ist ein Ortsteil der Gemeinde Großlohra im Landkreis Nordhausen in Thüringen.

Geografie

Das Gebiet um Friedrichslohra liegt am nordwestlichen Ausläufer des Höhenzuges Hainleite. Vom Fuß der Hainleite flacht gen Norden die Landschaft kupiert ab und geht in kleinere Anhöhen über. Im Tal verläuft die Wipper. Die Landesstraße 3080, die Eisenbahn Nordhausen - Kassel und die Bundesautobahn 38 führen auch durch die Niederung.

Geschichte

Die urkundliche Ersterwähnung von Friedrichslohra erfolgte 1776/77.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 80</ref> Der Ort wurde erst im 18. Jahrhundert durch eine Siedlungsmaßnahme des preußischen Königs Friedrich II. gegründet. Dabei wurden Wollspinner und Weber hauptsächlich aus dem Eichsfeld, aber auch aus Österreich und Italien angesiedelt. Die Straße, in der die ersten (22) Häuser errichtet wurden, heißt deshalb immer noch 22-er Straße. Während des 19. Jahrhunderts wurden in Friedrichslohra vom Staat Preußen Projekte zur Sesshaftmachung von Sinti durchgeführt.<ref>Barbara Danckwortt, Franz Mettbach – Die Konsequenzen der preußischen „Zigeunerpolitik“ für die Sinti in Friedrichslohra. In: Danckwortt, Barbara; Querg, Thorsten; Schöningh, Claudia (Hrsg.): Historische Rassismusforschung. Ideologien – Täter – Opfer. Hamburg; Berlin 1995, S. 273–295; Dies.: Friedrich II. von Preußen und die Sinti von Friedrichslohra, in: Gesellschaft für Antiziganismusforschung (Hg.): „Diebstahl im Blick?“ Die Kriminalisierung der „Zigeuner“ Beiträge zur Antiziganismusforschung, Bd. 3), Seeheim 2005, S. 116–140; Dies.: Die zwiespältige Rolle des Superintendenten Hahn von Bleicherode während des protestantischen „Zigeuner“-Missionsprojektes in Friedrichslohra 1829–1837, in: Zeitschrift für Thüringische Geschichte, Bd. 78 (2024), Neustadt an der Aisch 2024, S. 115–138; Dies:: Die Sinti von Friedrichslohra Bd. 1 1807–1909. Selbstbehauptung versus Antiziganismus, BoD, Norderstedt 2024; Dies.: Die Sinti von Friedrichslohra Bd. 2 1933–1945. Verfolgung unter der NS-Rassenpolitik, BoD, Norderstedt 2024.</ref> Von 1831 bis 1837 bestand ein „Erziehungsheim“ in dem heute als Kindergarten genutzten Gebäude.<ref>Die Zigeuner in Friedrichslohra. Eisenbergisches Nachrichtsblatt, 2. Dezember 1833.</ref> In Friedrichslohra gibt es zwei Kirchen, die evangelische Kirche St. Bonifatius und die katholische Kirche St. Bonifatius. Am 1. Juli 1950 entstand die Gemeinde Großlohra durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Friedrichslohra, Großwenden und Kleinwenden.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Friedrichslohra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein