Kolmschneidbach
Kolmschneidbach Markt Weidenbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(40)&title=Kolmschneidbach 49° 13′ N, 10° 37′ O
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dim=10000 | globe= | name=Kolmschneidbach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 449 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 40 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91746 | |||||
| Vorwahl: | 09826 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Kolmschneidbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Weidenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Kolmschneidbach liegt in der Gemarkung Leidendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch den Weiler fließt der Irrebach, ein linker Zufluss der Altmühl. Im Norden liegt das Schmalfeld, im Westen der Starenherd und im Südosten das Waldgebiet Stöckicht. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Reisach (1,5 km westlich), nach Weiherschneidbach (1,3 km nördlich), nach Leidendorf zur B 13 (2 km nordöstlich), nach Weidenbach (2,5 km westlich) und zur Staatsstraße 2220 bei Irrebach (0,7 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1312 erwarb das Kloster Heilsbronn von Agnes von Steten ihre Besitzansprüche in „Kolbenschneidbach“. 1398 erhielt es dort durch Tausch ein Gut von Hans von Leonrod, dem man dafür ein Gut in Dietenhofen überließ.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 452.</ref>
1422 bestätigte Michel Metsieder dem Almosen der Stadt Ansbach die Stiftung seiner Eltern, die Mühle und einen Hof in Kolmschneidbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 256.</ref> 1445 gab das Kloster Heilsbronn ein Gut in Kolmschneidbach im Tausch gegen ein Gut in Kaudorf an Michael Veldbrechter ab.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 509.</ref> Im 16-Punkte-Bericht des heilsbronnischen Vogtamts Merkendorf aus dem Jahr 1616 wurden für Kolmschneidbach 1 Hof und 1 Gut angegeben, die dem Verwalteramt Merkendorf unterstanden. Die Anwesen anderer Grundherren wurden nicht aufgelistet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 25, 23. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 741.</ref>
Laut dem 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 war Kolmschneidbach bezüglich der hohen und niederen Gerichtsbarkeit dem Kastenamt Ansbach unterstellt, während die Gemeindeherrschaft und der Hirtenstab beim ansbachischen Verwalteramt Merkendorf lagen. Sieben „Mannschaften“ (=Untertansfamilien), darunter ein Hof, unterstanden dem Kastenamt Ansbach, mussten aber auch dem Stiftsamt Ansbach Abgaben leisten; eine Mannschaft gehörte zum Stiftsamt, je zwei Untertanen gehörten zum heilsbronnischen Amt Merkendorf und dem Bürgermeister und Rat zu Ansbach (darunter die Mühle), ein Untertan zum eichstättischen Stadtvogteiamt Herrieden.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 1885. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 686.</ref> Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es sieben Untertanensfamilien. Die grundherrlichen Verhältnisse waren unverändert.<ref>Johann Bernhard Fischer: Kolmschneitbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 21 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 197.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kolmschneidbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weidenbach und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Weidenbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Kolmschneidbach in die neu gebildete Ruralgemeinde Leidendorf umgemeindet. Am 1. Juli 1971 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Weidenbach eingegliedert.<ref>Weidenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- In der Ortsmitte stehen an der Weggabelung ein Ortsschild und ein ehemaliger Wegweiser von 1860/70 aus Gusseisen.<ref>Denkmalliste für Weidenbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref><ref>Michael Petzet (Hg.): Denkmäler in Bayern. Bd. 5, Mittelfranken: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, München 1986, S. 285.</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Weidenbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Nikolaus (Burgoberbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Jakobus (Ornbau) zuständig.<ref>Pfarrverband Obere Altmühl-Heide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 17. März 2023.</ref>
Persönlichkeiten
- Johann Michael Lehner (* 16. März 1746 in Kolmschneidbach; † 19. März 1818), Kanzleidirektionsrat in Ansbach<ref>Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 564 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kolmschneidbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 197 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Kolmschwimbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 820 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 452 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kolmschneidbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kolmschneidbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Esbach | Irrebach | Kolmschneidbach | Leidendorf | Nehdorf | Rosenhof | Triesdorf | Weidenbach | Weiherschneidbach