Carl Thies
Ansichtskarte von Ludwig Hemmer, um 1900
Carl Thies<ref name="Nachrichtenblatt">Nachrichtenblatt für das Photographenhandwerk, Band 38, S. 177</ref> (auch: Karl Thies;<ref>Vergleiche die Angaben im Stadtbuch Adreß- und Geschäftshandbuch von Hannover 1923</ref> † 1930)<ref name="Nachrichtenblatt" /> war ein deutscher Fotograf im 19. und 20. Jahrhundert in Hannover.<ref name="glass-portal">Reinhard Glaß: Leonhard Wachenfeld (1868–1941) Fotograf und Papierwarenhändler, auf dem glas-portal</ref>
Leben
Bereits um 1875 bis 1878 bestand ein Fotostudio der Herren Thies & Nordahl in Hannover, deren Arbeiten auf der Gewerbeausstellung 1878 in der Ausstellungs-Zeitung gewürdigt wurden.<ref>Ludwig Hoerner: Der „Photographische Verein zu Hannover“, 1888 bis 1903. In: Photographie und Photographen in Hannover und Hildesheim. Festschrift zum 150jährigen Geburtstag der Photographie, hrsg. von den Photographen-Innungen Hannover und Hildesheim, hergestellt im Berufsförderungswerk Bad Pyrmont in den Ausbildungsberufen Schriftsatz, Reprofotographie, Druckformherstellung, Flachdruck und Buchbinder im Rahmen der Umschulung, 1989, hier: S. 12.</ref> 1880 begründete Carl Thies seine Firma als alleiniger Inhaber.<ref>Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. 1975, S. 135.</ref>
Der Fotograf und Papierwarenhändler Leonhard Wachenfeld (* 25. September 1868 in Kassel; † 24. November 1941 in Hofgeismar) arbeitete von 1888 bis 1911 im Atelier von Carl Thies.<ref name="glass-portal" />
1893 bis 1897 ging der Kameramann Friedrich Paulmann (* 8. November 1878; † 10. März 1958 in Berlin) zu Carl Thies in die Fotografenlehre.<ref>Biographie Friedrich Paulmann. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 23. Februar 2020.
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Posthum verzeichnete das Adressbuch der Stadt Hannover von 1932 für das von der Hildesheimer Straße gesehen rechte Eckgebäude zur Wilhelmstraße, das Haus Höltystraße 15, zwei Frauen als Eigentümerinnen; die Gewerbelehrerin E. Thies und die Musiklehrerin K. Thies, während im Erdgeschoss noch weiterhin das Photographische Atelier Carl Thies firmierte – ohne einen neuen Inhaber zu nennen.<ref>Vergleiche Adreßbuch der Stadt Hannover von 1932, Abt. II, S. 119</ref>
Ateliers
noch unidentifizierter Fotograf, vor 1890
Von Carl Thies sind zwei Ateliers bekannt:<ref name="Danuta Thiel-Melerski">Danuta Thiel-Melerski: Carl Thies. in ihrem Lexikon der Fotografen auf fotorevers.eu</ref>
- Das Atelier in der Deisterstraße 1, an der Ihmebrücke in Linden.<ref name="Danuta Thiel-Melerski" /> Es war damit dem Wohnhaus von Georg Ludwig Friedrich Laves in Linden benachbart, der zuvor das Grundstück an der Deisterstraße 2 (heute: Schwarzer Bär 2, Standort des Capitol) 1819 dem Fabrikanten Johann Egestorff abgekauft hatte.<ref>Klaus Siegner: G. L. F. Laves, Hannover, Wohnhaus Laves I, früher Deisterstr. 2, 1819-21. In: Harold Hammer-Schenk, Günther Kokkelink (Hrsg.): Laves und Hannover, Niedersächsische Architektur im neunzehnten Jahrhundert. rev. Neuauflage des Kataloges zur Ausstellung Vom Schloß zum Bahnhof, Bauen in Hannover des Landes Niedersachsen, Institut für Bau- und Kunstgeschichte der Universität Hannover, Historisches Museum, vom 13. Oktober 1988 bis zum 8. Januar 1989. Verlag Th. Schäfer, Hannover 1989, ISBN 3-88746-236-X, S. 496.</ref> Um 1900 hatte in dem Laves-Bau, der bereits 1913 abgerissen war, der Fotograf Otto Kamm sein Atelier.<ref>Vergleiche die Fotos in: Andreas Urban: Stadtbilder. Hannovers Moderne 1900–1939. „Begleitbuch zur Ausstellung im Historischen Museum Hannover / 21-9-2011 bis 26-2-2012“, in der Reihe Schriften des Historischen Museums Hannover, Bd. 40, ISBN 978-3-910073-41-8, S. 111 oben, sowie ebd. S. 104.</ref>
- Ein weiteres Atelier hatte Thies in der „Höltystrasse 13, nahe dem Ägidienthorplatz.“<ref name="Danuta Thiel-Melerski" /> Fotos des Atelierhauses mit der Vor- und Rückseite des Gebäudes stehen im Eigentum des Historischen Museums Hannover.<ref>Ludwig Hoerner: Das photographische Gewerbe in Deutschland 1839–1914. GFW-Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-87258-000-0, S. 231 Abb. 262 und 263.</ref> Inhaber dieses Ateliers, nun aber Höltystraße 15, war um 1925 Wilhelm Lange.<ref>GenWiki: Thies (Hannover)/Fotostudio</ref>
Bekannte Werke
- Von Thies & Nordahl ist das Bild Feldgottesdienst zum Gebet für den Kaiser am 22. Juni 1878 auf dem Waterlooplatz erhalten.<ref>Abb. in: Ludwig Hoerner: Hannover in frühen … S. 174.</ref>
- In der Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung findet sich im Nachlass Hans Ahrbeck ein Foto des Erziehungswissenschaftlers.<ref>Eintrag in der Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF/DIPF), Eintrag in der Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF/DIPF).</ref>
- Uniformen der Königlich Hannoverschen Armee im Jahre 1866 ist eine großformatige Fotomontage betitelt, die 1887 im Atelier C. Thies mit einem von F. Struckmeyer gezeichneten Hintergrund gefertigt wurde.<ref>Ludwig Hoerner: Hannover in frühen Photographien. 1848–1910. Schirmer-Mosel, München 1979, ISBN 3-921375-44-4, Abb. S. 54.</ref>
- Um 1900 sind großformatige Landschafts- und Architekturfotos bekannt, etwa vom Stephansstift in Hannover-Kleefeld.<ref>ebay: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hannover Stephansstift Foto v. Carl Thies um 1900 26x20. ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
Weblinks
- Andreas-Andrew Bornemann: Willkommen im CDV (Carte de Visite) | KAB (Kabinettfoto) Archiv mit historischen Fotos aus dem Atelier für Photographie von Carl Thies - Deisterstrasse 1. (Ihmebrücke) Hannover-Linden | Update 22. Oktober 2019
- Adam An-tAthair-Síoraí: Carl Thies auf der Seite De Animorum Immortalitate, Unterseiten Hannover, Linden-Hannover.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Thies, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Thies, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fotograf |
| GEBURTSDATUM | vor 1875 |
| STERBEDATUM | 1930 |