Buckendorf
Buckendorf Stadt Weismain
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111)&title=Buckendorf 50° 0′ N, 11° 14′ O
{{#coordinates:50,006666666667|11,239722222222|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Buckendorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 469 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 111 (1. Jan. 2018)<ref name="Einwo2018">Stadt Weismain: Ortsteile. Abgerufen am 14. Juni 2023.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 96260 | |||||
| Vorwahl: | 09504 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Buckendorf ist ein Gemeindeteil mit 111 Einwohnern.<ref name="Einwo2018" /> von Weismain im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern.
Geografische Lage
Buckendorf befindet sich auf 461 m ü. NN<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref> auf einer Hochebene, etwa 2,3 Kilometer vom südlichen Ende des Kleinziegenfelder Tals entfernt. Die Hochebene gehört ebenso wie das Tal zu den nördlichen Ausläufern des Frankenjuras im Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura. Der Stadtkern von Weismain befindet sich rund neun Kilometer nördlich. Die Bundesautobahn 70, die in West-Ost-Richtung von Schweinfurt über Bamberg zur Bundesautobahn 9 verläuft, befindet sich unmittelbar nördlich des Dorfes.
Geschichte
Ortsgründung und Frühgeschichte
Erstmals wurde Buckendorf in einer Urkunde des Hochstifts Bamberg am 6. August 1096 als „Buchendorf“ erwähnt. Darin ging es um einen Tausch des bischöflichen Gutes in Buckendorf mit „Arnold von Lancheim“.<ref name="ffw-buck-100">Festschrift anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Buckendorf im Juli 1983, buckendorf.de, abgerufen am 29. Dezember 2011</ref> Die Gründung Buckendorfs fand vermutlich bereits einige Jahrhunderte früher statt, wobei aufgrund des Namens eine slawische Kleinstsiedlung in einem Buchenwald naheliegt.<ref name="ffw-buck-100" />
In den Jahren 1300 und 1311 wurde der ortsansässige Ministeriale der Familie Förtsch von Thurnau, „Henrico de Buckendorff“, als Zeuge einer Güterübergabe in Langheimer Urkunden geführt. Heinrich von Buckendorff starb 1317 kinderlos, so dass sich eine eigene Adelslinie nicht ausbilden konnte.<ref name="ffw-buck-100" /> Im Jahr 1333 erwarb das Kloster Langheim ein halbes Lehen in „Burckendorff“ und behielt dieses bis Ende des 18. Jahrhunderts. Bauern hatten ihre Steuern an das Kloster zu entrichten.<ref name="ffw-buck-100" />
Im Jahr 1362<ref name="ffw-buck-100"/> wurde erstmals eine hölzerne Kapelle in Buckendorf erwähnt.<ref name="seb-san-2002">Zeitungsartikel des Obermaintagblattes vom 3. November 2002 über die Sanierung der Sebastianskapelle in Buckendorf, buckendorf.de, abgerufen am 29. Dezember 2011</ref> Sie gehörte anfangs noch zur Pfarrei der St.-Martins-Kirche in Weichenwasserlos und gelangte 1451 in den Pfarrsprengel der neugegründeten Pfarrei in Stadelhofen.<ref name="ffw-buck-100" /> Die heutige Kapelle St. Sebastian entstand in mehreren Bauphasen. Der älteste Abschnitt ist der Chor aus dem Jahr 1491. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Leonhards-Patrozinium in das des Heiligen Sebastians geändert, des Schutzheiligen gegen die Pest, die Buckendorf in den Kriegszeiten schwer getroffen hatte.<ref name="seb-san-2002" /> In den folgenden Jahrhunderten fanden zahlreiche kleinere und größere Umbau- und Renovierungsmaßnahmen statt.<ref name="ffw-buck-100" />
Frühe Neuzeit
Im Zuge der Säkularisation wurde Buckendorf 1811 eine Gemeinde. Bereits 1818 verlor sie ihren Status wieder und wurde ein Teil der Gemeinde Weiden.<ref name="seb-san-2002" /> Rund 30 Jahre später, am 18. Februar 1853<ref name="ffw-buck-100" />, wurde Buckendorf erneut selbständig.<ref name="seb-san-2002" /> Seit 1880 gehört Buckendorf zum Landkreis Lichtenfels, davor war es ein Teil des Landkreises Ebermannstadt.<ref name="ffw-buck-100" /> Die Freiwillige Feuerwehr wurde am 1. Mai 1883 gegründet.<ref name="ffw-buck-100" />
20. Jahrhundert bis heute
Am 1. Januar 1978 wurde das Dorf nach Weismain eingemeindet.<ref name="seb-san-2002"/> Im Sommer 2002 wurde die St.-Sebastians-Kapelle in Eigeninitiative der Dorfgemeinschaft generalsaniert und das Dach neu gedeckt.<ref name="seb-san-2002" />
Zwischen Buckendorf und Fesselsdorf wurde im Sommer 2011 ein Solarkraftwerk durch die Firma IBC Solar errichtet.<ref name="ot-sol-10-10">Kritik am Buckendorfer Solarkraftwerk. In: obermain.de. 22. Oktober 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Februar 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Ein sechs Hektar großer Teilbereich des Bürgersolarparks Fesselsdorf-Buckendorf, der insgesamt 23 Hektar umfasst, befindet sich am nördlichen Ortsrand von Buckendorf bis zur A 70.<ref>Errichtung des Solarkraftwerkes bei Buckendorf nun endgültig Beschlossen. In: obermain.de. 7. Oktober 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Februar 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Allein in diesem Bereich gibt es 6500 Solarmodule, die Strom für 3320 Häuser liefern können.<ref name="ot-sol-10-10" /> In der Bevölkerung ist der Solarpark jedoch umstritten.<ref name="ot-sol-10-10" />
Einwohnerentwicklung
Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Buckendorf wieder.
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1818 | 123 | <ref name="seb-san-2002" /> |
| 1820 | 117 | <ref>A. H. Hönig: Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> |
| 1. Dezember 1910 | 150 | <ref>Das Bezirksamt Lichtenfels im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. August 2022; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> |
| 1925 | 129 | <ref name="VZ1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1111 (Digitalisat).
</ref> |
| 1939 | 145 | <ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> |
| 1950 | 159 | <ref name="ffw-buck-100" /> |
| 1961 | 132 | <ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 694.</ref> |
| 1970 | 133 | <ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982 /> |
| 1987 | 128 | <ref>Buckendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> |
| 2011 | 111 | <ref>Einwohnerverteilung der Stadt Weismain. (PDF) In: stadt-weismain.de. 1. Januar 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Februar 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> |
| 2012 | 110 | <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2012 ( vom 5. Januar 2013 im Internet Archive)</ref> |
| 2013 | 107 | <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2013 ( vom 18. Mai 2013 im Internet Archive)</ref> |
| 2015 | 111 | <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2015 ( vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref> |
| 2018 | 111 | <ref name="Einwo2018" /> |
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr Buckendorf
Literatur
- Josef Urban: Hundert Jahre Freiwillige Feuerwehr Buckendorf. Buckendorf 1983, Umfang: 92 Seiten
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive />
Altendorf | Arnstein | Berghaus | Bernreuth | Buckendorf | Erlach | Ehrhardsmühle | Fesselsdorf | Frankenberg | Geutenreuth | Giechkröttendorf | Görau | Großziegenfeld | Herbstmühle | Kaspauer | Kleinziegenfeld | Kordigast | Krassach | Lochhaus | Modschiedel | Mosenberg | Neudorf | Niesten | Oberloch | Schammendorf | Schrepfersmühle | Schwarzmühle | Seubersdorf | Siedamsdorf | Stoffelsmühle | Wallersberg | Waßmannsmühle | Weiden | Weihersmühle | Weismain | Wohnsig | Wunkendorf