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Ghoti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. November 2024 um 22:50 Uhr durch imported>Niels Wrschowitz (2 Kommafehler, lesehemmende Ausschreibung eines üblicherweise abgekürzten Funktionsworts).
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Ghoti ist ein fiktives Wort aus der englischen Sprache. Das Wort soll die fehlende Logik der englischen Schreibung bzw. deren verstümmelte Phonem-Graphem-Korrespondenz persiflieren, denn es wird angegeben, dass „Ghoti“ wie das englische Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />fɪʃ] (deutsch: „Fisch“) auszusprechen sei.

Zusammensetzung

  • gh soll wie in enough, rough, laugh oder cough als <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠f⁠]​ ausgesprochen werden
  • o wie in women (Plural) entspräche einem <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠ɪ⁠]​
  • ti würde als <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠ʃ⁠]​ wie in den Wörtern nation oder martial ausgesprochen

Kritik

Obwohl dieses Konstrukt als beliebtes Argument für eine englische Rechtschreibreform gilt, so hat es doch seine Haken:

  1. <gh> wird am Anfang eines Wortes immer als [<templatestyles src="IPA/styles.css" />g],
  2. <o> wird ausschließlich beim Wort „women“ (Plural von „woman“) als [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɪ] und
  3. <ti> wird am Ende eines Wortes nie, sonst nur bei nachfolgendem Vokal, meist in lateinischen Lehnwörtern als [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ʃ] ausgesprochen.

Durch eine Rechtschreibreform in Richtung einer Lautschrift würde außerdem viel etymologische Information verloren gehen.<ref>Ben Zimmer: On Language: Ghoti. In: The New York Times. Arthur Gregg Sulzberger, 25. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Mark Rosenfelder: Hou tu pranownse Inglish. In: Zompist.com. Mark Rosenfelder, 2000, abgerufen am 15. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Hingegen wäre physche sehr wohl eine Schreibweise von fish, die mit den Regeln der englischen Aussprache kompatibel ist.

Neuere Lesart

Eine andere Lesart, die bekannt geworden ist, setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • gh wird hier wie in night oder fight ausgesprochen,
  • o wie in people,
  • t wie in ballet, gourmet oder mortgage,
  • i schließlich wird wie in business ausgesprochen.

Demnach dürfte man das Wort also überhaupt nicht aussprechen, da keines der genannten Grapheme im jeweiligen Wort einen eigentlichen Laut repräsentiert, sie sind stumm.

Weitere Persiflagen

Neben Ghoti gibt es noch andere Persiflagen, deren Ursprung unbekannt ist:

Wenn

  • gh wie <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠p⁠]​ in hiccough,
  • ough wie [<templatestyles src="IPA/styles.css" />əʊ] in dough,
  • phth wie <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠t⁠]​ in phthisis,
  • eigh wie [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] in neighbour,
  • tte wie <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠t⁠]​ in gazette,
  • eau wie [<templatestyles src="IPA/styles.css" />əʊ] in plateau ausgesprochen wird,

dann sollte es möglich sein, das englische Wort potato (deutsch: „Kartoffel“) ghoughphtheightteeau zu schreiben.

Wenn

  • ti wie <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠ʃ⁠]​ in nation,
  • o wie <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠ɪ⁠]​ in women,
  • gh wie <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠p⁠]​ in hiccough ausgesprochen wird,

dann sollte es möglich sein, das Wort ship (deutsch: „Schiff“) tiogh zu schreiben.

Trivia

  • Der Entwickler der Sprache Klingonisch, Marc Okrand, hat bewusst für Fisch das Wort ghotI [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɣotɪʔ] gewählt.

Siehe auch

Literatur

  • Holroyd, Michael, Bernard Shaw: Volume III: 1918-1950: The Lure of Fantasy, Random House, 1994. ISBN 0-517-13035-1

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>