Taubergau
Der Taubergau war ein mittelalterlicher Gau im Taubergrund im nordöstlichen Baden-Württemberg. Der Gau umfasste unter anderem die heutigen Orte Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim, Weikersheim<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadt Weikersheim ( des Vorlage:IconExternal vom 24. Dezember 2005 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Flash; 5 kB)</ref>, Sonderhofen, Baldersheim<ref>Landesarchiv Niedersachsen, Abt. Wolfenbüttel, Kanonissenstift Gandersheim, Urk. 1NLA WO 6 Urk Nr. 8</ref> und Lauda-Königshofen. Grafensitz war vermutlich die Burg Mergentheim, aber auch Ingersheim war wohl ein bedeutender Ort.
Der Taubergau war einer der größten Gaue des Herzogtums Franken. Aufgrund seiner Größe wurde er auf Höhe von Lauda und Tauberbischofsheim in einen „oberen“ und einen „unteren Taubergau“ aufgeteilt.
Gaugrafen
- 807: Audulf (später Statthalter in Baiern)<ref name="denkschrift">Denkschriften der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Band 3, digitalisiert</ref>
- 961<ref>Landesarchiv Niedersachsen, Abt. Wolfenbüttel, Kanonissenstift Gandersheim, Urk. 1NLA WO 6 Urk Nr. 8</ref>, 962, 972 und 973<ref name=":0">Gotthold Wagner: Comitate in Frankem (= Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst, Jahrbuch 6, 1954), 1954, S. 13.</ref>: Gerung I. (lat. Gerungus, * um 945; † 973/1009)
- 1009<ref name=":1">Gotthold Wagner: Comitate in Frankem (= Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst, Jahrbuch 6, 1954), 1954, S. 14.</ref>: Heinrich I. (* um 970; † 1009/1017), wohl Sohn von Gerung I.
- 1017<ref name=":0" />: Gerung II. (auch Gerund, lat. Gerundus, * um 995; † nach 1017), 1017 Graf im Waldsassengau, Sohn von Heinrich I.
- 1017<ref name=":1" /> und 1018: Heinrich II. (auch Hezilo oder Hecilo, * um 997; † 1018/1045), Bruder von Gerung II.
- 1045 und 1054<ref name=":0" />: Heinrich III. (auch Hezilo, * um 1015; † nach 1054), Sohn von Heinrich II. (vermutlich Ahnherr der Familie Weikersheim-Hohenlohe und Vorfahre des Gundelo<ref group="Anm.">Bei dem Namen Gundelo könnte es sich um eine Ableitung des Namens Gerund handeln: G[er]undelo</ref> von Pfitzingen)
Alternative Schreibweisen
Andere Schreibweisen sind beispielsweise Tubergowe, Tubrigowe, Dubragawe und latinisiert Dubragagensis pagus.
Literatur
- Ottmar F. H. Schönhuth (Hrsg.): „Chronik der vormaligen Deutsch-Ordens-Stadt Mergentheim, aus urkundlichen Quellen herausgegeben von Ottmar F. H. Schönhuth, Pfarrer zu Edelfingen, Vorstand des historischen Vereins für das Wirtembergische Franken zu Mergentheim. Neue umgearbeitete Ausgabe.“ Verlag: In der Thomm’schen Buchhandlung. Bad Mergentheim 1857 (S. 1–10)<ref>digitalisierte Fassung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
- Historia et Commentationes Academiae Electoralis Scientiarum et Elegantiorum Litterarum Theodoro-Palatinae, Volumen IV. Historicum, Mannhemii Typis Academicis, MDCCLXXVIII (1778), Seiten 152–157 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)
Siehe auch
Anmerkungen
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Einzelnachweise
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