Lucy Ann Polk
Lucy Ann Polk (* 16. Mai 1927; † 10. Oktober 2011<ref>Nachruf in tributes.com</ref>) war eine US-amerikanische Jazz- und Big-Band-Vokalistin.
Leben und Wirken
Polk wuchs in Spokane auf und gründete Ende der 1930er Jahre mit ihren Geschwistern Ava, Vernon und Gordon das Gesangsquartett The Town Criers. Dieses trat in Kalifornien im Rundfunk auf und wurde 1942 von Bandleader Bobby Sherwood engagiert. Die Gruppe löste sich 1947 auf, als Ava heiratete.
Lucy Ann begann um 1947 ihre Karriere als Sängerin bei Tommy Dorsey (Baby, Baby All the Time);<ref>David Dicaire: Jazz musicians of the early years, to 1945</ref><ref>New hot discography: the standard directory of recorded jazz 1948</ref> bekannt wurde sie dann vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit dem Bandleader Les Brown, in dessen Orchester sie von 1949 bis 1953 sang, als dort auch profilierte Jazzmusiker wie der Saxophonist Dave Pell und der Trompeter Don Fagerquist spielten.<ref>Yanow, Scott. Jazz: a Regional Exploration. S. 77. Greenwood Press, 2005.</ref> 1950 erschien die Single Crazy He Calls Me bei RCA Victor.<ref>Saturday review of literature: Volume 33, 1950</ref> Mit Les Browns Orchester wirkte sie auch in einem Musikfilm mit (I’ve Got the World on a String, 1951).<ref>Rebecca D. Clear: Jazz on film and video in the Library of Congress</ref>
1954 verließ sie Browns Orchester, da sie nicht länger auf strapaziöse Tourneen gehen wollte.<ref>Down Beat 1958</ref> Sie war außerdem vorübergehend Sängerin in der Band von Kay Kyser und zuletzt beim Dave Pell Octett, bevor sie sich Ende der 1950er Jahre in das Privatleben zurückzog.
Polk legte insgesamt drei Soloalben vor, darunter Lucky Lucy Ann (1957), das Arrangements von Marty Paich enthielt und auch als einziges auf CD wiederveröffentlicht wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />worlds records ( des Vorlage:IconExternal vom 6. Juni 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Ihr Bruder Gordon Polk war in den 1950er Jahren Sänger bei Tommy Dorsey und später Gitarrist, ihr Bruder Vernon Polk sang einige Zeit bei der Gruppe The Modernaires.
Auszeichnungen
1951, 1952, 1953 und 1954 gewann sie den Downbeat Poll in der Kategorie Best Girl-Singer with Band.
Diskographie
- Dave Pell Octet: Plays Burke and Van Heusen (Fresh Sound, 1953)<ref>Besprechung des Albums Plays Burke and Van Heusen von Scott Yanow bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
- Lucy Ann Polk with The Dave Pell Octet (Trend, 1954)
- Lucky Lucy Ann (VSOP, 1957) mit Bob Hardaway, Dick Noel, Buddy Clark, Mel Lewis, Tony Rizzi
- Easy Livin’ (Interlude, 1959)
- Les Brown and His Orchestra: The Uncollected Vol. 3 (Hindsight Records, 1978)<ref>The Uncollected Vol. 3 Les Brown and His Orchestra 1949 bei Discogs</ref>
Literatur
- Jürgen Wölfer: Das große Lexikon der Unterhaltungs-Musik. Lexikon Imprint im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89602-272-5, S. 412.
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Lucy Ann Polk bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Lucy Ann Polk bei Discogs
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Polk, Lucy Ann |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Jazz- und Big-Band-Vokalistin |
| GEBURTSDATUM | 16. Mai 1927 |
| STERBEDATUM | 10. Oktober 2011 |